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HL-live.de

Montag,
der 18. März 2019






Weißer Ring: Hauptverhandlung erst im Sommer

Im Strafverfahren gegen den früheren Chef des Weißen Rings in Lübeck stehen jetzt die Verhandlungstermine fest. Erster Prozesstag ist der 20. Juni. Mit einem Urteil in diesem Verfahren ist etwa Mitte Juli dieses Jahres zu rechnen.

Der Fall hatte bundesweiten Medienwirbel verursacht und zu erheblichen personellen Umstrukturierungen beim Weißen Ring geführt. Zunächst wurde in 29 Fällen Anzeige erstattet. Die Justizbehörden haben die Vorwürfe geprüft und nur in einem dieser 29 Fälle eine Verhandlung zugelassen; dann auch nicht vor dem Landgericht, wie zunächst beantragt, sondern vor dem Lübecker Amtsgericht. Verhandelt wird demnach nur noch eine Anklage wegen mutmaßlichem Exhibitionismus.

Überraschend für Fachleute hat das Amtsgericht vier Verhandlungstage für die gerichtliche Erörterung dieses Sachverhaltes angesetzt, beginnend mit dem 20. Juni 2019.

Dabei hatte das Gericht erhebliche Mühe mit einer Zeugin, die mittlerweile im Ausland lebt und nicht über eine ladungsfähige Anschrift verfügte. Der Kontakt ist jetzt aber offenbar hergestellt.

"Für diese spezielle Zeugin hat das Gericht allerdings ein 'aussagepsychologisches Gutachten' in Auftrag gegeben, das im Moment noch von einer Gutachterin erstellt werden muss", sagt Oliver Dedow, Anwalt des Beschuldigten. Ein solches Gutachten ist ein entscheidender Baustein in Verfahren mit Sexualdelikten. Die Gutachterin wird daher an allen Prozesstagen anwesend sein und die Glaubhaftigkeit der Aussagen der Belastungszeugin bewerten.

"Auch das ruft bei Fachleuten wiederum Verwunderung hervor, denn ein derartiges Gutachten ist, besonders in einem Amtsgerichtsverfahren, nach Ansicht von Experten ein absoluter Ausnahmefall", so Dedow. "Grund ist in diesem Fall auch nicht die Art des Delikts, sondern die Person der Zeugin, gegen die schon mehrere Ermittlungsverfahren wegen falscher Verdächtigung nach Paragraf 164 StGB anhängig gewesen sein sollen."


Text-Nummer: 128640   Autor: Harald Denckmann   vom 11.03.2019 21.07

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Kommentare zu diesem Text:

Otto Schneider schrieb am 12.03.2019 um 04.46 Uhr:
Diese Art des Verfahrens hinsichtlich Sexualopfers fördert nicht, dass betroffene Menschen sich öffnen und diese Taten zur Anzeige bringen.

Definitiv wird dort mit dem Herrn etwas gewesen sein, auch wenn jetzt auf Verjährung und ähnlichen gesetzt wird.

Das wirft kein gutes Licht auf die derzeitige Rechtsprechung.

Genauso wenn man die Angelegenheiten und Verfahren der Sexuslstraftaten innerhalb der katholischen Kirche verfolgt.

Das müsste dringend nachgebessert werden!

Möglicherweise würden weibliche Gesetzgeberinnen und Richterinnen eine andere Sicht auf die Geschehnisse mit einbringen.

Eine Stigmatisierung der Opfer ist in jedem Fall zu vermeiden!

Micha schrieb am 12.03.2019 um 09.03 Uhr:
Soviel wieder zum Thema: Eine krähe hackt der anderen das Auge nicht aus...Bei dem Landgericht könnte ein höheres Strafmaß verhängt werden... Aber das Opfer... Das muß ein Glaubwürdigskeits Gutachten über sich ergehen lassen... Bei 29 anzeigen eine Frechheit nur eine bei Gericht zuzlassen. Frei nach dem Motto: den kleinen Mann hängt man, den großen lassen wir laufen.
Deutschland, man muß sich schämen deutscher zu sein...

Jean Pierre Hintze schrieb am 12.03.2019 um 10.45 Uhr:
Von den 29 behaupteten Übergriffen des Detlef Hardt wurde nur eine (!) als verhandelbar zugelassen. Die restlichen 28 Anzeigen wurden zurückgezogen, bzw. durch die Ermittlungen entkräftet. Der jetzt vor dem Amtsgericht behandelte eine Fall bezieht sich auf die Aussage einer Zeugin, "gegen die schon mehrere Ermittlungsverfahren wegen falscher Verdächtigung nach Paragraf 164 StGB" anhängig waren.
Sollte es nun zu einem Freispruch des Angeklagten kommen - wer wird sich bei Hardt entschuldigen? Der "Weiße Ring"? Der Innenminister? Die "Lübecker Nachrichten"? Die "Tageszeitung"?

Hardt hat sich mit seiner Arbeit beim "Weissen Ring" durchaus bei bestimmten Kreisen dieser Stadt unbeliebt gemacht. Kreise, die ihn vor Jahren bereits "vernichten" wollten - und jetzt aufgrund des gesellschaftlichen Klimas sicher sind, dass "schon etwas hängen bleiben wird" und somit diese Kampagne als Erfolg bezeichnet werden kann.

Seit 1949 waren wir nie weiter von einem freiheitlichen Rechtsstaat entfernt, als heute.

Andre Kowalski (eMail: anton_kussmaul@web.de) schrieb am 12.03.2019 um 11.05 Uhr:
Weißer Ring: Hauptverhandlung erst im Sommer

Justizbehörden Heiligtum oder heilig tun?
Was tun sprach Zeus.
Kowalski

Micha schrieb am 12.03.2019 um 12.44 Uhr:
...Da frage man sich doch, warum die anderen 28 anzeigen zurück gezogen wurden... Weil es alle Lügner waren, oder wie darf ich das verstehen?

Micha schrieb am 12.03.2019 um 12.48 Uhr:
...Oder ist gar Herr Hintze dass Opfer einer Verschwörung?
Das ist doch wohl ein bißchen weit hergeholt!

Astrid Stadthaus-Panissié schrieb am 12.03.2019 um 13.14 Uhr:
Zunächst ein herzliches Dankeschön an HL-live für die neutrale Berichterstattung. Gegenüber den immer wieder tendenziösen Ausführungen in einigen Printmedien ist das sehr erfrischend. Zu den 29 Fällen ist es doch nur gekommen, weil über einen längeren Zeitraum in den Medien immer wieder dazu ermuntert wurde, "Fälle" zu melden. Fakt ist auch, dass die Verjährung in lediglich 1-2 Fällen zutrifft, die meisten Fälle wurden als nach § 170 (2) Stopp eingestellt wegen Nichtbestehen eines Anfangsverdachtes! Dass Frauen grundsätzlich nur Opfer sind ist genauso naiv wie weltfremd. Seitens der Printmedien wäre eine Entschuldigung beim eigentlichen Opfer überfällig.

Astrid Stadthaus-Panissié schrieb am 12.03.2019 um 15.41 Uhr:
§ 170 (2) Stopp : muss natürlich heißen § 170 (2) StPO (autom. Rechtschreibkorrektur).


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