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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 23. Mai 2019






Zahl der Straftaten landesweit rückläufig

Die Zahl der registrierten Straftaten ist in Schleswig-Holstein erneut gesunken. Sie liegt mit 186.894 registrierten Taten auf dem niedrigsten Stand seit 1979 (175.759). Zugleich ist die Aufklärungsquote auf 54,5 Prozent gestiegen. Einen höheren Wert gab es zuletzt 1963.

Das gab Innenminister Hans-Joachim Grote am Donnerstag gemeinsam mit dem Leitenden Kriminaldirektor Peter Fritzsche bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2018 bekannt. Mit etwa 74.000 Taten erreiche man den niedrigsten Stand bei Diebstahlsdelikten seit 1969, im Jahr 1993 waren fast 100.000 Diebstahlsdelikte mehr registriert worden.

"Natürlich sind diese Zahlen eine Bestätigung der Arbeit unserer Sicherheitsbehörden. Weiterhin gibt es aus kriminologischer Sicht folgende Erklärungsansätze: Rückgänge sind vor allem bei der Kriminalität durch junge Menschen, die im Vergleich zu anderen Altersgruppen eine höheren Tatverdächtigenbelastung haben, zu verzeichnen. Maßgeblich dafür dürften ein verändertes Freizeitverhalten und bessere Ausbildungs- und Berufsperspektiven sein", so der Minister.

Der demographische Wandel – unsere älter werdende Gesellschaft – habe nach Ansicht von Experten einen eher geringfügigen Einfluss. "Letztlich befinden wir uns in Zeiten wirtschaftlichen Wachstums und geringer Arbeitslosigkeit, was erfahrungsgemäß mit einer geringeren Ausprägung von Kriminalität einhergeht", sagte Grote. Auch sei eine Veränderung der Kriminalität und ihrer Zusammensetzung insgesamt festzustellen. Während der Anteil registrierter Diebstahlsdelikte im Laufe der Jahre gesunken sei, steige der Anteil von Taten im Zusammenhang mit dem Internet.

Grote: "Unsere Polizei nimmt diese Entwicklungen sehr genau in den Fokus. Um einen umfassenderen Blick zu erhalten, führt sie neben der eingehenden Analyse des durch die Polizeiliche Kriminalstatistik abgebildeten Hellfelds wie bereits in den Jahren 2015 und 2017 eine Dunkelfeldstudie durch. Ziel ist, die Kriminalitätsentwicklung besser erkennen zu können und zudem mehr über das subjektive Sicherheitsgefühl und die Bewertung der polizeilichen Arbeit durch die Bevölkerung zu erfahren."

Mit ihrer Schwerpunktsetzung im Bereich des Einbruchsschutzes sind Landespolizei und Landesregierung auch 2018 erfolgreich gewesen. Mit 4.891 (5403) Fällen ging die Zahl der Einbrüche um noch einmal fast zehn Prozent zurück. Dies entspricht dem Stand von 2002 (4.813). Zugleich ist die Aufklärungsquote auf 12,6 Prozent (12,2) angestiegen.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Arbeit der Landespolizei ist der Kampf gegen betrügerische Anrufe zum Nachteil älterer Menschen. In der Polizeilichen Kriminalstatistik lässt sich dieses Deliktsfeld nicht direkt ablesen, allerdings ist auf Grundlage der in dem Vorgangsbearbeitungssystem der Landespolizei enthaltenen Daten festzustellen, dass die die Zahl dieser Fälle erheblich angestiegen ist. "Mit 2002 hat sich die Zahl der gemeldeten Fälle im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht", so Grote. 31 Fälle konnten leider vollendet werden – mit einem Gesamtschaden von 1.539.540 Euro.

2018 wurden insgesamt 1.572 Tatverdächtige weniger als im Vorjahr ermittelt, insgesamt handelte es sich um 71.169 Personen. Leicht gestiegen ist der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen an allen Tatverdächtigen – er stieg um 0,4 Prozentpunkte auf 29,3 Prozent. Bei einer Betrachtung ohne ausländerrechtliche Delikte beträgt der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger 23,7 Prozent an allen Tatverdächtigen.

Grote: "Wie bereits im Vorjahr warne ich davor, aus den Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik allein voreilige Schlüsse zum Vergleich der Kriminalität zwischen Deutschen und Nichtdeutschen zu ziehen. Die Zusammensetzungen beider Gruppen sind hinsichtlich der Eigenschaften, die für das Zustandekommen von Kriminalität relevant sind, einfach zu unterschiedlich. Deshalb wird die 2018 vorgestellte Studie 'Analyse der Entwicklung der Kriminalität von Zuwanderern in Schleswig-Holstein' in diesem Jahr erneut durchgeführt."

Der vollständige Bericht ist unter www.polizei.schleswig-holstein.de veröffentlicht. Die regionale Kriminalitätsstatistik für Lübeck wird am 2. April veröffentlicht.

Der Innenminister meldet eine rückläufige Zahl von Straftaten in Schleswig-Holstein. Foto: Archiv

Der Innenminister meldet eine rückläufige Zahl von Straftaten in Schleswig-Holstein. Foto: Archiv


Text-Nummer: 128693   Autor: InnenMi/red.   vom 14.03.2019 10.22

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