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Montag,
der 25. März 2019






Hiller-Ohm: SPD kämpft für Lohngerechtigkeit

Trotz einiger Verbesserungen klafft immer noch eine große Lücke zwischen den Löhnen von Frauen und Männern. Der Lohnunterschied wird am Equal Pay Day sichtbar. Frauen müssen in Deutschland bis zum 18. März 2019 arbeiten, um auf den Jahreslohn 2018 von Männern zu kommen. Das ist nicht hinnehmbar und muss endlich geändert werden, sagt die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Hiller-Ohm.

Wir veröffentlichen die Mitteilung von Gabriele Hiller-Ohm im Wortlaut:

(")Wie oft wollen wir den Equal Pay Day eigentlich noch im März begehen? Deutschland zählt in Europa zu den Ländern mit dem größten Unterschied zwischen Löhnen von Frauen und Männern für gleiche und gleichwertige Arbeit. Frauen haben 2018 für eine Stunde Arbeit im Schnitt 17,09 Euro brutto verdient, Männer dagegen durchschnittlich 21,60 Euro.

Die Höhe des Lohnunterschieds hängt auch vom Bundesland ab, in dem Frauen arbeiten. So ist der Gehaltsrückstand in Süddeutschland noch einmal deutlich größer als zum Beispiel in den ostdeutschen Bundesländern. Das ist ein krasser Verstoß gegen unser Grundgesetz, das Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts ausdrücklich verbietet. Die SPD setzt sich für ein wirksames Lohntransparenzgesetz ein, das Löhne und Gehälter endlich aus der Tabuzone herausholt und die Möglichkeit für Vergleiche und faire Lohnverhandlungen eröffnet. Dazu haben SPD und CDU/CSU in der großen Koalition im letzten Jahr mit dem Lohntransparenzgesetz einen ersten Aufschlag gemacht. Bisher hat dieses Gesetz jedoch nicht die nötige Schubkraft entwickelt und muss deshalb nachgebessert werden.

Mit Freiwilligkeit kommen wir nicht weiter, das haben die Erfahrungen der Vergangenheit immer wieder gezeigt wenn es darum geht, Gleichberechtigung nicht im Grundgesetz verstauben zu lassen, sondern sie endlich in unserem Alltag umzusetzen. Dazu gehört auch eine deutliche Aufwertung der typischen Frauenberufe. Warum verdient eine Altenpflegerin viel weniger als ein Automechaniker? Echte Gleichberechtigung wird es erst mit der Verwirklichung von gerechten Löhnen geben. Ich wünsche mir, dass Frauen und auch Männer Flagge zeigen und der Diskriminierung von Frauen endlich kraftvoll die rote Karte zeigen. Vor 100 Jahren erstritten mutige Frauen das Frauenwahlrecht. Jetzt ist es an der Zeit endlich gleiche Löhne für gleiche und gleichwertige Arbeit in Deutschland zwischen den Geschlechtern herzustellen.(")

Gabriele Hiller-Ohm und Ilka Bartsch setzen sich für gleichen Lohn ein. Foto: Büro HO

Gabriele Hiller-Ohm und Ilka Bartsch setzen sich für gleichen Lohn ein. Foto: Büro HO


Text-Nummer: 128775   Autor: Büro HO   vom 17.03.2019 16.46

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Kommentare zu diesem Text:

Bernd Feddern schrieb am 18.03.2019 um 00.11 Uhr:
Frau Hiller-Ohm, würden Sie bitte aufhören, Birnen mit Kürbissen zu vergleichen?
Es mag zwar für Politiker w/m/d üblich sein, doch hat es mit Realität nichts zu tun!
"Warum verdient eine Altenpflegerin viel weniger, als ein Automechaniker?" fragen Sie?
Antwort zum mitschreiben: "Weil das zwei total verschiedene Berufe sind, Frau Hiller-Ohm!!!"
Sollten Sie als langjährige Politikerin schon mal gehört haben!
Und wozu haben Sie Ihre Berater????
Gleicher Lohn für gleiche Leistung ist auch meine Meinung - doch Ihre Gleichung geht überhaupt nicht auf! Mehr Aufmerksamkeit bitte!

Hardin Tenger schrieb am 18.03.2019 um 12.06 Uhr:
Frau Hiller-Ohm, Nahles pushen und nicht in Lübeck auf`s himmlische "Manna" warten.
Schaun`s, wenn Grata mit ihrem "Fridays for Future" durch ist, dann könnte die SPD ja wohl mit dem Slogan "gleiches Geld für gleiche Arbeit" weiter machen und somit öffentlich wirksamen Druck aufbauen.
Hinsichtlich dieser unsäglichen GroKo könnte man eben diese Forderung zum Zünglein an der GroKo Waage machen. Weiter so, oder Schluss mit diesem SPD Lebenselexier GroKo.
Übrigens, die Arbeit einer gestressten unterbezahlten Altenpflegerin mit der eines "Automechatronikers" gleichzusetzen, ist ganz sicher und im Sinne der Altenpflegerin ungerecht.

Walter Boller schrieb am 18.03.2019 um 18.00 Uhr:
Die SPD kämpft für Lohngerechtigkeit?
So ein Unsinn.
Die Gewerkschaften kämpfen dafür, denn es ist deren Aufgabe.
SPD und CDU haben sogar die Festsetzung des Mindestlohns aus der Hand gegeben. Der dürfte besonders für Frauen von Bedeutung sein. Die Höhe sollen Gewerkschaften und Arbeitgeber aushandeln. Nur hierbei haben die Gewerkschaften keine Möglichkeit, Streik als Druckmittel einzusetzen.

Die Gewerkschaften brauchen zur Durchsetzung ihrer Tarifforderung auch die Möglichkeit, Tarife als allgemeinverbindlich zu erklären.Dazu müssen die Arbeitgeber auch zustimmen. Das machen sie aber nicht. Im Gegenteil begehen sie zunehmend Tarifflucht.
Hier kann die Politik (SPD) etwas tun. Das Gesetz ändern.
Ein Unternehmen, das Tarifflucht begeht, aus seinem Verband austritt, dann als tarifloses Unternehmen aber wieder eintritt, spiegelt den modernen Kapitalismus wider.
Sozial, das war ein mal.

Politiker, immer da wirklich etwas tun, wo eure "Befugnisse" sind und dann auch wirkungsvoll. Keine "Alibigesetze" mit geringer oder keiner Wirkung.

andre klar schrieb am 19.03.2019 um 02.09 Uhr:
Und warum verdient eine Bundestagsabgeordnete massiv mehr als eine Automechanikerin oder ein Altenpfleger, und das obwohl letztere im Gegensatz zur Abgeordneten immerhin eine erfolgreich abgeschlossene und qualifizierende Berufsausbildung für ihre Tätigkeit durchlitten haben und täglich Leistung zeigen anstatt wie Abgeordnete einfach nur Stimmvieh zu spielen und dem Fraktionsgockel nachzukrähen?


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