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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonntag,
der 15. September 2019





Bündnis90 / Die Grünen

Lübeck:

Kommunalwahl Lüdersdorf: Neue Wählergemeinschaft gegründet

In der Gemeinde Lüdersdorf hat sich rechtzeitig vor der Kommunalwahl am 26. Mai eine neue Wählergemeinschaft gegründet. Ihr Name soll Programm sein: "Die Initiative für eine ökologische und soziale Politik in der Gemeinde Lüdersdorf", kurz die "Initiative", setzt sich für eine stärkere Gewichtung von Umweltthemen, für soziale Gerechtigkeit und gegen "Hinterzimmer-Politik" in der Gemeinde ein.

Sieben Frauen und drei Männer bewerben sich auf der Liste der "Initiative" für einen Sitz in der Gemeindevertretung. Sie üben unterschiedlichste Berufe aus und wollen sich vielfältig in die Gemeindearbeit einbringen. Unterstützer und Gründungsmitglieder der "Initiative" kommen aus fast allen Ortsteilen der Gemeinde und decken ein Altersspektrum von 14, 17, 18 über die 30er, 40er, und 50er bis hin zu den 65, 66, 67 jährigen ab.

Innerhalb von nur 4 Wochen wuchs die Mitgliederzahl auf über 20, bei einer ebenso großen Menge an Unterstützern an. Auf Listenplatz 1 und als Bürgermeisterkandidatin wählten die Mitglieder Petra Zacharias. Die 56--Jährige aus Herrnburg gehört seit 2014 der Gemeindevertretung an. Als parteilose Bürgermeisterkandidatin erhielt sie bei der Wahl vor fünf Jahren knapp 45 Prozent der abgegebenen Stimmen.

Am 26. Mai stellt sie sich nun ein zweites Mal zur Wahl. Ein wichtiges Ziel der von ihr mitgegründeten "Initiative" formuliert sie so: "Die politischen Entscheidungen, die auf kommunaler Ebene getroffen werden, betreffen die Bürgerinnen und Bürger direkt. Deshalb wollen wir, dass diese Entscheidungen transparent und nachvollziehbar zustande kommen."

Zacharias und ihre Mitstreiter wollen in der Gemeindevertretung über Partei- und Fraktionsgrenzen hinweg sachlich und konstruktiv arbeiten. "Auch für interessierte Bürgerinnen und Bürger muss es möglich sein, an den Sitzungen der Gemeindevertretung teilzunehmen und bei Themen, die ihnen wichtig sind, mitzureden und sich einzubringen. Deshalb wird eine Änderung der Hauptsatzung angestrebt, mit der die Bürgerinnen und Bürger Rede- und Fragerecht, auch zu Punkten auf der Tagesordnung bekommen." Ein weiterer Schwerpunkt ist der Erhalt und die Förderung der Umwelt und der dörflichen Strukturen.

Kandidatin Nina Strugalla dazu: "Es ist nicht richtig, die Politik des Wachstums ohne Augenmaß weiter voranzutreiben. Die Gemeinde ist in den letzten 30 Jahren erheblich gewachsen. Jetzt müssen Maßnahmen ergriffen werden, die unsere Gemeinde als lebendigen und lebenswerten Ort erhalten und gestalten." Dazu gehört laut "Initiative" unter anderem eine vernünftige Radwegeanbindung aller Ortsteile, Nahverkehrslösungen, Carsharing, zu dem es in Palingen bereits durch die Kandidatin Alexandra Stauvermann zu einer Bedarfserhebung mit konkreten Ideen der Umsetzung kam. Petra Zacharias: "Mit einer modernen städtebaulichen Planung können wir ohne gigantisches Industriegebiet (wie in Wahrsow geplant) und ohne millionenschwere Verschuldung einen stabilen Haushalt erstellen. Statt Versiegelung unseres besten Ackerlands wollen wir den ökologischen Landbau stärken und attraktiver machen."

Ein zentraler Punkt, der viele Eltern in der Gemeinde schon zur Verzweiflung trieb, ist die Schaffung eines Gastschulabkommens zwischen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Das derzeitige Verfahren ist unzumutbar und bedarf dringend einer Änderung. Petra Zacharias hat als Gemeindevertreterin bereits zu beiden Staatskanzleien Kontakt aufgenommen und erreicht, dass die Bildungsministerinnen noch in diesem Jahr Beratungen zu dem Thema aufnehmen.

Von links nach rechts: Nils Dümcke, Sabine Spatzek, Alexandra Stauvermann, Claudia Müller-Teyerl, Catharina Cordts, Silke Bücking, Petra Zacharias, Martin Bünger, Nina Strugalle-D'Costa. 
Foto: Nina Strugalle.

Von links nach rechts: Nils Dümcke, Sabine Spatzek, Alexandra Stauvermann, Claudia Müller-Teyerl, Catharina Cordts, Silke Bücking, Petra Zacharias, Martin Bünger, Nina Strugalle-D'Costa. Foto: Nina Strugalle.


Text-Nummer: 128813   Autor: Die Initiative   vom 19.03.2019 17.54

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