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HL-live.de

Donnerstag,
der 18. April 2019






LHG-Chef fordert politische Unterstützung für Landstrom

Der Gesamtverband Schleswig-Holsteinischer Häfen (GvSH) lud am Donnerstag zum zehnten Mal zum Parlamentarischen Frühstück in der Bundeshauptstadt ein. Der Vorsitzende des Verbandes und Geschäftsführer der LHG Sebastian Jürgens forderte unter anderem eine politische Unterstützung für Landstrom und eine Beseitigung von Engpässen auf den Schienen.

In der Berliner Landesvertretung Schleswig-Holsteins versammelten sich Mitglieder des Verkehrsausschusses des Deutschen Bundestages, Bundestagsabgeordnete aus Schleswig-Holstein und Hamburg sowie Abgesandte von Verbänden und Häfen. Im Mittelpunkt standen Themen, die eines gemeinsam haben: die Umweltverträglichkeit. Staatssekretär Ingbert Liebing begrüßte in seiner Funktion als Hausherr die Gäste zur morgendlichen Stunde. Es folgten Beiträge des GvSH-Vorsitzenden Sebastian Jürgens und des Koordinators der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann. Abschließend meldete sich Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz zu Wort.

GvSH-Vorsitzender Sebastian Jürgens hob in seinem Vortrag hervor, dass die Häfen die Luftreinhaltepolitik des Bundes und der Länder voll unterstützten. Landstromanlagen seien ein wichtiger Bestandteil dieser Politik. Er wies aber darauf hin, dass diese Anlagen nicht rentabel zu bewirtschaften seien. Ein Dieselgenerator an Bord sei schlicht günstiger.

"Auch wir Häfen haben die Chance, einen Beitrag zu leisten, den Klimawandel aufzuhalten. Solange bei Landstromanlagen aber neben den hohen Investitionskosten für jede Kilowattstunde auch noch die EEG-Umlage zu Buche schlägt, kommen die Betreiber auf keinen grünen Zweig. Landstrom ist populär, weil er die Luft nicht verpestet, aber kein Reeder will mehr dafür zahlen als für andere Energiequellen!" Jürgens appellierte daher an die anwesenden Politiker, den Knoten endlich zu lösen. Die Umlage abzuschaffen oder zumindest zu senken würde sich fiskalisch kaum auswirken, da de facto der Großteil der Schiffe in den Häfen ihren Strom per Dieselgenerator erzeugten; die Steuereinnahmen aus der Umlage seien gering.

Abschließend kam Jürgens auf die Schieneninfrastruktur im Norden zu sprechen. Mehr Verkehr auf die Schiene bringen, damit könnten einerseits Klimaziele im Verkehrssektor erreicht werden. Zusätzlich könne damit auch der Wunsch der Häfen berücksichtigt werden, Hinterlandanbindungen attraktiver zu gestalten. In diesem Zusammenhang begrüße der GvSH die Investitionen in Höhe von 10,7 Milliarden und die Zusage der Deutschen Bahn, ein Engpassmanagement einzuführen.

Denn um die Schieneninfrastruktur zu verbessern, seien nicht nur Neubauten notwendig, sondern es müssten in erster Linie Engpässe beseitigt werden. Die geplante Feste Fehmarn-Belt-Querung (FFBQ) würde den Schienenverkehr auf der Achse Kopenhagen – Hamburg erhöhen und den Großraum Hamburg damit weiter belasten. Es brauche Alternativen, damit Passagier- und Güterverkehr sich nicht gegenseitig behindern. Darüber hinaus bräuchten große Umschlagplätze wie Kiel und Lübeck eine starke Anbindung an die Schiene: So müsse im Zuge der FFBQ der Lübecker Skandinavienkai (100.000 Intermodal-Trailer und -Container jährlich) an das nordgehende Schienennetz angebunden werden, um Verkehre attraktiv gestalten zu können.

Auch Bernd Buchholz machte in seinem anschließenden Statement deutlich, dass eine gute Straßen- und Schienenanbindung unerlässliche Voraussetzungen für erfolgreiche Häfen seien. Darum arbeite das Land unter anderem mit Hochdruck am Ausbau der Bundesstraße 404 zur A 21 bis nach Kiel hinein. Zudem habe das Land die Erstellung eines Hafen- und Logistikkonzepts in Auftrag gegeben, um gegenseitige Abhängigkeiten und Potenziale der Häfen beleuchten zu lassen. Hierbei werde es auch um die Häfen an der Westküste und um die Frage gehen, wie sich in den nächsten Jahrzehnten Verkehre und Märkte entwickeln werden.

Björn Ipsen (IHK Schleswig-Holstein), Ingbert Liebing, Bernd Buchholz, Norbert Brackmann und Sebastian Jürgens. Foto: GvSH

Björn Ipsen (IHK Schleswig-Holstein), Ingbert Liebing, Bernd Buchholz, Norbert Brackmann und Sebastian Jürgens. Foto: GvSH


Text-Nummer: 128901   Autor: GvSH/red.   vom 21.03.2019 16.12

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