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HL-live.de

Donnerstag,
der 18. April 2019






Nach Reizgasbildung: Hausmeister kontrollieren Gebäude

Alle Räume der Stadtschule Travemünde können ab sofort wieder genutzt werden. Die Reinigungsarbeiten sowie präventiven Maßnahmen, die nach dem unvorhersehbaren Austritt von Dämpfen notwendig waren, sind abgeschlossen. Es besteht keinerlei Gefahr mehr für die Schulgemeinschaft, teilt die Stadtverwaltung mit.

Bereits am Mittwochabend hat der Schadstoffgutachter des Büro Mücke die Räumlichkeiten untersucht. In einem nicht zugänglichen Hohlraum unter einer Treppe, der mit einer Holzwand verschlossen und somit nicht als Raum erkennbar war, wurden Rohrreiniger in Pulverform gefunden. Es wird davon ausgegangen, dass diese seit Jahren dort lagerten, die Gebinde sich mit der Zeit aufgelöst und das Pulver mit der Feuchtigkeit des Bodens, der aus einem Kies-Sand-Gemisch besteht, reagiert hat. Es kam zur Bildung von Reizdämpfen. Weitere Funde gab es nicht.

Nachdem die Firma Remondis die Gebinde entsorgt hatte, fanden noch am Mittwoch Raumluftmessungen statt, die keine auffälligen Werte mehr ergaben. Präventiv wurde dennoch das gesamte Gebäude durch Firma Possehl Umweltschutz unter Einsatz eines Unterdruckgerätes über Nacht belüftet.

Die Firma Possehl Umweltschutz wurde auch mit der Reinigung des Hohlraums beauftragt. Vorsorglich wurde in diesem Zuge am Donnerstag die oberste Schicht des Bodens, rund zehn Zentimeter des Kies-Sand-Gemischs, abgetragen, um eine Verunreinigung des Erdreichs auszuschließen. Die Arbeiten wurden um 10 Uhr abgeschlossen. Es erfolgte anschließend nochmals eine sensorische Prüfung durch den Sachverständigen und mit dem Ergebnis konnten unmittelbar im Anschluss alle Räume der Stadtschule Travemünde wieder freigegeben werden.

Der gefundene Rohrreiniger wird vom Gebäudemanagement Lübeck (GMHL) weder bestellt noch gebraucht. Es handelt sich nach aktuellem Kenntnisstand um nicht entsorgte, Jahre alte Restbestände. Aufgrund des Vorfalls wird der Hausmeisterdienst im Speziellen den Fokus auf nicht oder nur selten begangene Gebäudeflächen richten und diese überprüfen. Gerade in historischen Gebäuden ist der Fund von Hohlräumen durchaus keine Seltenheit. Oftmals entstehen diese im Laufe Zeit durch Umbauten und werden erst bei neuerlichen Baumaßnahmen freigelegt.

"Auch im aktuellen Fall war nicht erkennbar, dass sich unter der Treppe, hinter einer Holzwand ein Hohlraum verbirgt, der in früheren Zeiten als Ablagestelle für Gebinde genutzt wurde", so die Stadt. Es handelt sich um einen Kriechkeller mit einer Raumhöhe von etwa 1,4 Metern. Zu dieser Fläche gibt es keinen offenen Zugang wie üblich über eine verschlossene Tür sondern nur durch das Aufschrauben einer verschraubten Holzplatte. Alle im Dienst befindlichen Hausmeister hatten keine Kenntnis über diese Lagerflächen. In den Räumlichkeiten hat man noch eine Zeitung von 1968 gefunden.

Grundsätzlich gibt es eine tägliche Verkehrssicherheitsbegehung in allen Objekten der Hansestadt Lübeck durch den Hausmeisterdienst des Gebäudemanagements. Der betroffene Hohlraum gehörte nicht dazu, da er nicht frei zugänglich war. Auf die Verwendung von Gefahrstoffen wird nach dem Substitutionsprinzip in der Bewirtschaftung der Immobilien der Hansestadt Lübeck verzichtet. Dennoch angetroffene Altbestände werden im Rahmen der Verkehrssicherheitsbegehungen gesammelt und einer fach- und umweltgerechten Entsorgung zugeführt.

Unseren Bericht über den Vorfall am Mittwoch mit sieben Verletzten finden Sie hier.

Nach dem Vorfall in der Alten Stadtschule Travemünde kontrollieren die städtischen Hausmeister alle Gebäude auf versteckte Lagerräume. Foto: JW/Archiv

Nach dem Vorfall in der Alten Stadtschule Travemünde kontrollieren die städtischen Hausmeister alle Gebäude auf versteckte Lagerräume. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 128902   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 21.03.2019 17.32

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