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Donnerstag,
der 18. April 2019






FDP fordert klares Bekenntnis zu Lübecker Wochenmärkten

Die FDP sieht die Lübecker Wochenmärkten nicht ausreichend gewürdigt und fordert ein klares Bekenntnis der Bürgerschaft. Der von der FDP in die Bürgerschaftssitzung eingebrachte Antrag umfasse Mindeststandards für die Wochenmärkte sowie eine Liberalisierung der Marktzeiten.

Eine von den Freien Demokraten im Februar und März durchgeführte Befragung auf verschiedenen Lübecker Wochenmärkten habe ergeben, dass sich die Händler insbesondere eine stärkere Wertschätzung von der Politik und eine gute Infrastruktur für die Wochenmarktplätze wünschen würden. Das Kostendefizit zwischen den Standgebühren der Martktbeschicker und den städtischen Ausgaben für den Wochenmarkt sei insbesondere auch auf einen Mangel an Attraktivität der Wochenmärkte zurückzuführen.

Die FDP setze sich zudem dafür ein, die städtischen Marktplätze als Multifunktionsflächen auszuweisen, damit die Flächen auch außerhalb der Markttage einnahmenorientiert, beispielsweise für andere Veranstaltungen oder als gebührenpflichtige Parkplätze, genutzt werden könnten.

Die wirtschaftspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Kim Carolin Nehrhoff:

(")Fehlende Attraktivität führt zu einer Verringerung der Kunden und letztlich ebenfalls zu einem Fernbleiben von Händlern. Dies bedeutet nicht nur weniger Gebührenzahler, sondern insbesondere auch eine abnehmende Angebotsvielfalt für die Kunden. Ein Teufelskreis!

Der richtige Weg ist aus unserer Sicht, die Anziehungskraft der Wochenmärkte zu steigern. Denn Wochenmärkte haben nicht nur eine lange, zu bewahrende Tradition, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Nahversorgung vor Ort in den verschiedenen Stadtteilen sowie zum verpackungsarmen Einkaufen! Wir fordern daher Mindeststandards für die Marktflächen und deren Umgebung.

Dazu zählen beispielsweise eine gute Bodenbeschaffenheit der Marktplätze mit einem tragfähigen Untergrund und einer Oberfläche frei von Unebenheiten, Toiletten in akzeptablem Zustand für Händler und Kunden, ausreichende Fahrradstellplätze und ein kreatives Parkkonzept, um zusätzliche Kfz-Parkplätze für die Kunden zu schaffen. Darüber hinaus soll eine Willkommensatmosphäre ausgestrahlt werden. Überfüllte Mülleimer in unmittelbarer Nähe der Marktplätze und auf dem Boden verteilte Abfälle sind alles andere als einladend!

Mit der Ausweitung der Marktzeiten auf 6-22 Uhr wollen wir den Händlern ermöglichen, zusätzliche Kunden zu akquirieren. Durch die Schaffung des Rahmens für verlängerte Öffnungszeiten und für Feierabendmärkte kann speziell die Gruppe der Berufstätigen angesprochen werden. Inwieweit die Markthändler von dem eingeräumten Zeitfenster Gebrauch machen wollen, liegt selbstverständlich in deren Hand. Die Stärkung der Attraktivität der Wochenmärkte soll mehr Kunden und Händler anlocken. Die Stadt kann durch das Vorhalten einer ansprechenden Infrastruktur ihren Beitrag dazu leisten. Eine wieder steigende Anzahl der Marktstände bringt auch eine Einnahmensteigerung für die Stadt mit sich. Das ist ein Schritt in Richtung Kostendeckung.

Eine anderweitige Nutzung und die damit verbundenen Einnahmen tragen dazu bei, dass die Kosten für die Instandhaltung der städtischen Marktflächen nicht allein auf den Schultern der Marktbeschicker durch die zu entrichtenden Standgebühren lasten.(")

Kim Carolin Nehrhoff, wirtschaftspolitische Sprecherin der FDP-Bürgerschaftsfraktion, fordert ein klares Bekenntnis zu den Lübecker Wochenmärkten.

Kim Carolin Nehrhoff, wirtschaftspolitische Sprecherin der FDP-Bürgerschaftsfraktion, fordert ein klares Bekenntnis zu den Lübecker Wochenmärkten.


Text-Nummer: 128915   Autor: FDP Lübeck/Red.   vom 22.03.2019 10.50

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