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HL-live.de

Freitag,
der 19. April 2019






Priwall: Hilfe bei Überschwemmungen

Alleingelassen fühlen sie sich, wenn das Wasser bei Sturmfluten während der Wintersaison einmal steigt. Die Priwallbewohner warten seit Jahren darauf, dass sich die Lübecker Behörden ihrer Sache einmal annehmen, und die Erreichbarkeit des Priwalls auch bei prekären Wasserständen sicherstellen.

"Wir stoßen auf taube Ohren, alle sachdienlichen Vorschläge, die wir bisher gemacht haben, werden von den Lübecker Dienststellen schlichtweg ignoriert", hört man immer wieder aus Kreisen der Priwall Bewohner. Insbesondere eine leichte Deichabsicherung, die eine Verbindung nach Mecklenburg auch im Überschwemmungsfall sicherstellen würde, wird trotz zahlreicher Ortstermine an dieser Stelle einfach nicht in Angriff genommen.

Währenddessen war der Lübecker Innen- und Umweltbereich aber offenbar doch nicht untätig. "Wir haben immer nach einer Lösung gesucht, die die einzigartigen ökologisch wertvollen Flächen des Priwalls nicht beeinträchtig", heißt es dazu aus der Behörde.

Eher zufällig zeichnet sich dann aber doch noch eine praktikable Lösung ab. Nach einer Fahrt mit dem Lübecker Schwimmbus, der in der Hansestadt im touristischen Bereich eingesetzt wird, trat ein Mitarbeiter der Behörde an den Senator heran mit der Idee, für Krisenfälle ein schwimmfähiges Fahrzeug bereitzuhalten, damit die Verbindung zum Festland in jedem Falle aufrechterhalten werden kann. Nach Informationen von HL-live.de wird zurzeit in der Behörde geprüft, wie ein solches Fahrzeug kostengünstig beschafft und vor allem unterhalten werden kann. Dazu hat man sich auch mit dem Stadtverkehr in Verbindung gesetzt, der zuletzt mit der neuen Priwall-Personenfähre an der Nordermole ziemliche Schwierigkeiten hatte. "High-Tech wollen wir auf jeden Fall vermeiden", heißt es dazu aus Kreisen der Lübecker Behörde. "Wir setzen eher auf bewährte Technologie, die dann im Bedarfsfall auch funktioniert."

Angedacht wird beispielsweise, ausgemusterte Amphibienfahrzeuge aus Bundeswehrbeständen, die perfekt funktionieren, aber im Rahmen der Neuausstattung der Truppe ausgemustert werden sollen, für derartige sporadische Krisenfälle zu übernehmen. "Man könnte sie in einer Bootswerft stationieren, und die Auszubildenden könnten sie technisch Instand halten und gelegentliche Übungen zusammen mit Feuerwehr und THW abhalten", heißt es dazu. Die Überführung in den Wasserbetrieb ist bei vorhandenen Slip-Anlagen auch kein Problem. Die Überlegungen wo die Auflandung am Priwall stattfinden sollte, sind nach unseren Informationen noch nicht abgeschlossen. Eine Voranfrage beim Wasserstraßen- und Schiffahrtsamt hat es dazu aber offenbar bereits gegeben.

Nach den Erfahrungen beim letzten Hochwasser sind viele Priwall-Bewohner allerdings skeptisch, wenn man sie nach der neuen Lösung befragt. "Beim letzten Hochwasser habe ich geschlagene fünf Stunden in Travemünde festgesessen und bin nicht zum Priwall herübergekommen", sagte ein frustrierter Bürger. "Wenn es denn organisatorisch klappt, dass die Verbindung gleich sichergestellt werden kann, soll es mir aber Recht sein." Ein Bewohner des Rosenhofs ergänzte: "Ich war im Krieg als Soldat schon im Landungsboot, ankommen tun die Dinger."

Mit einem neuen Fahrzeug soll der Priwall bei Hochwasser erreichbar bleiben. Foto: THW OV Germersheim

Mit einem neuen Fahrzeug soll der Priwall bei Hochwasser erreichbar bleiben. Foto: THW OV Germersheim


Text-Nummer: 129124   Autor: Harald Denckmann   vom 01.04.2019 08.53

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