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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonnabend,
der 15. Juni 2019






2,4 Millionen Euro für Herz-Kreislauf-Forschung

Ein Förderprogramm, das durch das DZHK und die BHF initiiert wurde, erhält 2,4 Millionen Euro. Die Mitglieder des Verbundes verfolgen das Ziel, die klinische Diagnose, Prävention und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verbessern. Auch die Uni Lübeck ist an dem Projekt maßgeblich beteiligt.

Das Projekt trägt den Titel "Genetic discovery-based targeting of the vascular interface in atherosclerosis". Es wird dabei untersucht, wie sich die menschlichen Gene auf das Risiko, an einer Herzerkrankung zu leiden, auswirken. Studien mit großen Gruppen von Menschen - mit und ohne Herzerkrankungen - haben Veränderungen im DNA-Code identifiziert, die bei Patienten häufiger auftreten und somit das Erkrankungsrisiko erhöhen. Insbesondere genetische Veränderungen, die einen Einfluss auf die Blutgefäße und die Gefäßwände haben, werden untersucht.

Die Wissenschaftler werden innovative, computergestützte und laborexperimentelle Methoden kombinieren, um einige dieser Gene detailliert zu untersuchen. Anschließend wollen sie verstehen, wie genau das Krankheitsrisiko beeinflusst wird. Dieses Wissen soll dann langfristig bei neuen Behandlungsmethoden eingesetzt werden.

Folgende Forscherinnen und Forscher sind an dem Programm beteiligt: Prof. Heribert Schunkert (Deutsches Herzzentrum München), Prof. Christian Weber (Ludwig-Maximilians-Universität München), Prof. Shu Ye (University of Leicester), Prof. John Danesh (University of Cambridge), Prof. Hugh Watkins (University of Oxford) und Prof. Jeanette Erdmann (Institut für Kardiogenetik der Universität zu Lübeck). An der Uni Lübeck ist neben dem Institut für Kardiogenetik auch das Institut für Neurogenetik mit der Plattform für Angewandte Stammzellbiologie, die durch Prof. Philip Seibler geleitet wird, an diesem Projekt beteiligt. Direktorin des Instituts ist Prof. Christine Klein.

"Mit sehr großer Freude haben wir den Förderbescheid erhalten", sagt Prof. Jeanette Erdmann, die die Forschung auf der deutschen Seite koordiniert. "Das jetzt geförderte Projekt baut auf mehr als zehn Jahre sehr erfolgreiche Kooperation zwischen Lübeck, München, Oxford und Leicester auf. Vor allem durch die beiden EU-Konsortien "Cardiogenics" und "CVgenes@target", die von der Universität zu Lübeck koordiniert wurden, wurde das Fundament für das Projekt gelegt."

Prof. Christine Klein (von links), Prof. Philip Seibler, Prof. Jeanette Erdmann und Dr. Zouhair Aherrahrou freuen sich über die Förderung. Foto: Uni Lübeck.

Prof. Christine Klein (von links), Prof. Philip Seibler, Prof. Jeanette Erdmann und Dr. Zouhair Aherrahrou freuen sich über die Förderung. Foto: Uni Lübeck.


Text-Nummer: 129244   Autor: Uni Lübeck/Red.   vom 04.04.2019 09.40

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