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Donnerstag,
der 18. April 2019






Unabhängige: Verkehrsberuhigung endlich angehen

Der Prozess zur Aufstellung des Rahmenplanes mit Verkehrskonzept für die Innenstadt wurde im März mit der Vorstellung der Ergebnisse abgeschlossen. Die Fraktion Die Unabhängigen fordert eine schnelle Umsetzung der Zielsetzungen des Rahmenplanes und erwartet, dass laufende Straßenplanungen in der Innenstadt konsequent den neuen Zielsetzungen angepasst werden.

Unterstützung erhielten sie dabei auf ihrer öffentlichen Fraktionssitzung am Mittwoch, 10. April, von Anwohnern der Mengstraße, die sich für den mittelalterlichen Bereich ihrer Straße mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer wünschen und den geplanten Parkstreifen ablehnen.

Dazu erklärt Fraktionsvorsitzender Detlev Stolzenberg: "Die vom Bauausschuss beschlossene Ausbauvariante der Mengstraße mit dem Parkstreifen für Fahrzeuge wird dem engen historischen Stadtgrundriss nicht gerecht. Die Menschen, die dort leben, wollen mehr Platz zum Flanieren und zum Erleben des mittelalterlichen Flairs. Dieser Straßenabschnitt ist aufgrund seines Erhaltungszustandes und der dortigen Nutzungen etwas Besonderes."

Frank Müller-Horn, der für die Unabhängigen im Bauausschuss mitarbeitet, sieht deshalb Korrekturbedarf: "Das Thema Ausbau der unteren Mengstraße muss noch einmal auf die Tagesordnung. Die Prioritäten des neuen Rahmenplanes, zuerst Fußgänger, dann Radfahrer und danach Busverkehr und zum Schluss erst der Autoverkehr müssen hier bei der Entscheidung zum Ausbau der Mengstraße beachtet werden. Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Verwaltung die konkrete Ausbauplanung den Anwohnern vor der Entscheidung nicht vorgestellt hat. Und dann müssen wir grundlegend über die Gestaltung aller Rippenstraßen im Gründerviertel beraten."

Die Unabhängigen bedauern das abwartende und zögerliche Vorgehen der Stadtverwaltung in Sachen Verkehrsberuhigung. Stolzenberg wünscht sich mehr Mut der Verwaltungsspitze: "Bei den Veranstaltungen zu Lübeck überMorgen kamen so viele gute Anregungen, die einfach umgesetzt werden könnten. Lange Wartezeiten an Fußgängerampeln könnten sofort verkürzt werden. Nach Einschätzung der Verkehrsfachleute sind die Ampeln am Kohlmarkt gar nicht notwendig. Hier könnte der verkehrsberuhigte Geschäftsbereich der Sandstraße mit Tempo 10 km/h fortgeführt werden. Der Durchgangsverkehr durch das Burgtor kann einfach durch Zufahrtsbeschränkungen unterbunden werden. Dazu reichen Verkehrsschilder. Nach Aussagen der Verkehrsplaner sind Straßenumbaumaßnahmen dafür nicht notwendig. Es wurde lange genug diskutiert. Jetzt muss gehandelt werden."

Detlev Stolzenberg fordert die zügige Umsetzung der Verkehrsberuhigung in der Innenstadt.

Detlev Stolzenberg fordert die zügige Umsetzung der Verkehrsberuhigung in der Innenstadt.


Text-Nummer: 129455   Autor: Unabh.   vom 12.04.2019 14.48

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Kommentare zu diesem Text:

Rolf R. Spekt schrieb am 12.04.2019 um 17.52 Uhr:
Die Umbaupläne sind reines Wunsch- und Hoffnungsdenken. Bewohner Lübecks sind nicht nur die Altstadtbewohner. Wer den Diskurs mit den Bewohnern ausserhalb der Altstadt führt, erfährt gänzlich andere Ziele. Dazu zählt auch individueller motorisierter Verkehr nit dazu gehörigen Parkplätzen auch innerhalb der Altstadt. Dazu gehören Verkehrsverbindungen in die Altstadt und in die Aussenbezirke. Schlutup-Moisling ist nicht für jeden mit dem Rad zu bewältigen, Kücknitz-Hochschulstadtteil genauso wenig. Das auch im Angesicht einer älter werdenden Becölkerungsstruktur. Gerade unter diesem Gesichtspunkt den Busverkehr in die Altstadt auszudünnen, Wege von der Kanalstrasse in die Breite Strasse mit Rollator oder Rollstuhl zurücklegen zu müssen, erscheint diese Planung nur für einen Teil der Bevölkerung gedacht. Lübeck schafft sich seine Museumsinsel.

Werner Hansen schrieb am 17.04.2019 um 11.42 Uhr:
@Rolf R. Spekt:

Nur mal so, schon mal in den Niederlanden gewesen und mal ueber den Tellerrand geschaut? Alles Museumsinseln dort?? Keine alten Leute auf der Strasse???
Es fehlt in ihrem Kommentar eigenlich nur noch "Das keiner an die Kinder denkt...."




Gruss
Werner


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