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HL-live.de

Sonnabend,
der 20. April 2019






Gastspiel im Theater Combinale: Solo mit Bravour

Dass die Solistin des Abends drei Rollen spielen würde, verriet schon der Stück-Titel. "Die Blonde, die Brünette und die Rache der Rothaarigen" nannte der Australier Robert Hewett seine tiefsinnige Komödie. Mit dem Trio der Damen aber ist es nicht getan. Sieben sehr unterschiedliche Charaktere stellt Mignon Remé im Theater Combinale in der Hüxstraße auf die Szene, und jede Figur sitzt! Rauschender Beifall am Freitagabend.

In der ersten Szene der One-Woman-Show denkt man vielleicht noch, da beginne eine ziemlich banale Geschichte: Ronda, eine rothaarige Frau mittleren Alters, erhält von ihrem Mann Graham am Telefon die schlichte Mitteilung: "Ich bin ausgezogen!" Siebzehneinhalb Ehejahre zum Teufel! In den folgenden Szenen treten nicht nur neue Personen auf. Man merkt, dass sie alle irgendwie zusammengehören. In Szene Nr. Vier oder Fünf brauchen sie sich gar nicht mehr vorzustellen; Da grüßen bereits Bekannte. Jede und jeder sieht die gleiche Geschichte mit anderen Augen.

Und in jeder Szene liefert Mignon Remé eine großartige Leistung. Nicht nur die Perücke oder Kleidungsstücke werden gewechselt, sondern auch die Stimmfarbe, die Gestik, das Spiel der Hände oder des Gesichts. Man lernt sie verstehen, fast lieben: Rondas Freundin Lenette, Frau Doktor Alex, den kleinen Jungen mit grüner Wollmütze und Eidechse Lilli.

Ein Kabinettstückchen liefert die Darstellerin, wenn sie in die Rolle des untreuen Ehemannes schlüpft, mit Bierflasche, dunkler Brille und Bärtchen. Auch Nachbarin Carlile ist als Oma mit Lockenwicklern, Schoßhündchen und Zitronenbonbons beim Warten auf den Sozialdienst genau skizziert. Und die junge Russin Tanja trifft den Ton der Leute aus Minsk; jedenfalls in unserer Vorstellung. Zum Schluss wird es noch einmal ernst. Das aber zieht das intelligent gebaute Stück nicht nach unten, wie der lange Schlussbeifall am ersten Abend des Gastspiels zeigte.

Regisseur Erik Schäffler hat nicht nur mit der Darstellerin die Monologe geschickt gegliedert. Er setzt zusammen mit Musik (Markus Voigt) und Geräuschen zusätzlich Akzente. Mignon Remé, eigentlich in Hamburg zuhause, aber auch häufig im Theater Combinale zu erleben, bietet ihren Soloabend noch dreimal: Heute sowie am Freitag/Sonnabend nach Ostern (26./27. April). Beginn ist jeweils 20 Uhr. Wer Solo-Theater liebt, sollte den Auftritt keineswegs verpassen.

Mignon Remé ist in sieben Rollen zu erleben. Foto: Schminky, Theater Combinale

Mignon Remé ist in sieben Rollen zu erleben. Foto: Schminky, Theater Combinale


Text-Nummer: 129458   Autor: TD   vom 13.04.2019 09.06

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