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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 20. Juni 2019






Arbeitsagentur: Technik kann Frauen begeistern

In sogenannten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) ist der Frauenanteil normalerweise recht gering. Im Durchschnitt liegt er bei gerade mal 15,4 Prozent. Im Beruf der Hörakustik sieht es ganz anders aus. 61 Prozent der Auszubildenden sind hier weiblich. Mitarbeiter der Agentur für Arbeit informierten sich bei der zentralen Bildungseinrichtung für Hörakustik in Lübeck.

Bei einem Besuch des "Campus Hörakustik" blickten Berufsberaterinnen, Berufsberater und Vermittlungsfachkräfte der Agentur für Arbeit Lübeck hinter die Kulissen und lernten weitere Besonderheiten dieser dualen Ausbildung live kennen.

Der Berufsschulunterricht für den Beruf Hörakustik wird in länderübergreifenden Fachklassen durchgeführt. Diese bundesoffene Landesberufsschule für Hörakustikerinnen und Hörakustiker (LBS) für alle Länder hat ihren Sitz in Lübeck. 3.200 Auszubildende erlernen zurzeit den Gesundheitsberuf. Die duale Ausbildung dieses Gesundheitsberufes verbindet das Handwerk mit medizinischen, naturwissenschaftlichen, psychologischen, kommunikativen und computertechnischen Kenntnissen. Auf dem Campusgelände können die Nachwuchskräfte nicht nur lernen, sondern auch wohnen und werden voll verpflegt.

Gemeinsam mit der Akademie für Hörakustik (afh) bildet die LBS den "Campus Hörakustik". Beide Einrichtungen sind in einem Haus untergebracht und haben eine Lernortkooperation bei der Durchführung der überbetrieblichen Ausbildung. Der "Campus Hörakustik" ist die weltweit größte Ausbildungs- und Fortbildungsstätte dieses Gesundheitshandwerks. Außerdem ist Lübeck der einzige Standort in Deutschland, an dem das Europa-Diplom der Hörakustik erworben werden kann. Dr. Frederick Hahn von der Akademie für Hörakustik und Peter Vesely von der Landesberufsschule stellten den Beratungsfachkräften die Ausbildung und den Campus vor.

Akademie-Dozent Tobias Albrecht erläuterte die Produktionsschritte einer Otoplastik. Zunächst werden ein Ohrabdruck sowie eine Form im Labor erstellt und im 3-D-Scanner eingelesen. Mit CAD wird diese am Computer designed und anschließend am 3-D-Drucker ausgedruckt. Diese Otoplastik wird gespült, getrocknet und mit UV-Licht nachbehandelt. In der Ausbildung werden den Nachwuchskräften auch die handwerklichen Schritte wie das Fräsen beigebracht, so dass sie ohne 3-D-Technik in der Lage sind Otoplastiken zu erstellen.

Auf dem Campus stehen außerdem Audiometer- und Messanlagen bereit, an denen sich die Nachwuchskräfte mit den Messsystemtypen vertraut machen können, die in den Prüfungen verwendet werden.


Informationen gab es ebenso zu den vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten. Neben zahlreichen Fortbildungen kann nach dem Gesellenbrief der Meisterbrief erlangt und ein eigener Betrieb geführt werden. Mit dem Meisterbrief kann man dann selber Lehrlinge ausbilden. Wen eher die akademische Laufbahn interessiert, der kann mit dem Meisterbrief oder als Geselle mit Fachhochschulreife ein Bachelor-Studium der Hörakustik an der Technischen Hochschule Lübeck absolvieren und anschließend den Masterabschluss "Hörakustik und Audiologische Technik" an der Universität Lübeck machen. In der Hörakustik stehen einem alle Türen offen: von der Selbständigkeit als Meister über das Studium bis hin zum Doktorgrad – alles ist möglich.

Hörakustikerinnen und Hörakustiker finden ihren Einsatz nicht nur im Handwerk. In der Autobranche kreieren sie zum Beispiel Sounds. Ein Ansatz ist auch als Lehrkraft denkbar. Die Akademie für Hörakustik und die Landesberufsschule suchen aktuell Lehrende für die Fachpraxis und Studienräte.

Zunächst werden ein Ohrabdruck sowie eine Form im Labor erstellt und im 3-D-Scanner eingelesen. Foto: biha

Zunächst werden ein Ohrabdruck sowie eine Form im Labor erstellt und im 3-D-Scanner eingelesen. Foto: biha


Text-Nummer: 129477   Autor: Agentur für Arbeit   vom 15.04.2019 10.20

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