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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Mittwoch,
der 24. Juli 2019






Jugendliche suchen im Jungen Studio nach dem Glück

Findet mich das Glück? Diese Frage steht über einem Theaterabend, zu dem die Mitglieder des Jugendclub 3 ins Junge Studio der Kammerspiele einladen. Sieben junge Damen und Herren haben sich mit der Frage beschäftigt, was denn das Glück im Menschenleben ausmacht. Bei der Premiere am Mittwoch gab es nach einer knappen, flott durchgespielten Stunde viel Schlussapplaus für die Jugendlichen und ihre Regisseurin Catrin Mosler.



Die Jugendlichen entwickelten das Stück in zehnmonatiger Arbeit selber. Was ist Glück? Der Volksmund hat sich der Frage angenommen und antwortet im Sprichwort: "Jeder ist seines Glückes Schmied". Oder in der Warnung: "Glück und Glas, wie leicht bricht das." Findet mich das Glück? Kann man zuhause sitzen, die Hände in den Schoß legen und darauf warten, dass das Glück plötzlich vor der Tür steht? Den Jugendlichen des Spielclubs ist offenbar aufgegangen, dass es so nicht geht. Man muss sich schon selber bemühen.

Viele Erkenntnisse sind in die Studio-Aufführung eingeflossen. Allerdings muss man genau hinhören. Dann bleiben Sätze hängen wie "Das Glück ist in dir selbst". Oder "Glück ist temporär". Das heißt doch wohl, dass man es nicht als Besitz betrachten und in den Safe sperren kann. "Frage dich selbst, ob du glücklich bist, und du wirst aufhören, es zu sein" warnt der britische Philosoph John Stuart Mill. Denn wer über die Frage lange nachdenkt, findet Gründe, warum ihm oder ihr doch etwas zum Glück fehlt.

Viele Varianten werden von Maya Michelsen, Tim Neumann, Maja Berenike Nolte, Julius Petersohn, André Schneider, Ella Steffen und Emma Vesper durchgespielt, mit Bewegungen und fast choreographischen Einschüben. Von Zeit zu Zeit zieht sich einer der Mitwirkenden eine rote Jacke über das weiße T-Shirt und setzt einen steifen schwarzen Zylinder auf. Das erinnert ein bisschen an den Zirkusdirektor oder den Moderator einer TV-Show.

Immer neue Kapitel werden aufgeschlagen. Das Publikum soll und muss seine eigene Antwort finden. Hinweise darauf werden gemacht, dass das Glück nicht in den Sternen zu suchen ist, sondern unter Umständen vor unseren Füßen liegt. Zu Beginn und am Schluss werden glückliche Moment angesprochen: Toller Genuss einer schönen Musik oder mit Freunden, auf einer Party oder im Urlaub oder die heile Familie. Aber ist die so heil wie sie in diesem Stück tut? Festhalten kann man das Glück offenbar nicht. Das wusste schon ein alter, längst vergessener Schlagertext: "Denn im Grund wünscht sich jeder, vor Glück laut zu schrei'n. Doch das Glück ist kein Zustand; das muss wohl so sein." Die nächste Aufführung ist am Donnerstag, 18. April, um 20 Uhr.

Bei der Premiere am Mittwochabend gab es viel Beifall. Fotos: Lutz Roeßler

Bei der Premiere am Mittwochabend gab es viel Beifall. Fotos: Lutz Roeßler


Text-Nummer: 129522   Autor: JW   vom 18.04.2019 10.28

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