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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 23. Mai 2019






Lübecks Theater diskutiert Fragen der Gegenwart

Greift nur hinein ins volle Menschenleben... und wo Ihr's packt, da ist's interessant! So heißt es im Vorspiel zu Goethes großer Faust-Dichtung. Ins volle Leben der Gegenwart greift der Spielplan des Theaters Lübeck für die Saison 2019/20. Die verantwortlichen Direktoren erläuterten am Freitag Einzelheiten auf einer Pressekonferenz.

Die Gegenwart scheint eine Zeit, die aus den Fugen geraten ist, eine Zeit der Übergange, Umbrüche, Krisen, meinte Schauspieldirektor Pit Holzwarth. Das Theater könne keine fertigen Antworten parat halten, aber Stücke anbieten, die zum Nachdenken anregen und womöglich bei der Standortbestimmung helfen. Das gelte fürs Schauspiel ebenso wie für das Musiktheater. Neue und alte Stücke des Musiktheaters stellte Operndirektorin Katharina Kost-Tolmein vor. Spannende Werke aus Vergangenheit und Gegenwart sollen realisiert werden. Nicht nur Werke, die das Publikum kennt. Kost-Tolmein: Das Repertoire der großen Opernhäuser stützt sich immer wieder auf ungefähr 30 bekannte Werke. Wenn man nur dieses Repertoire pflegt, drehe man sich irgendwann im Kreise.

An Opernhits bleiben im Programm Verdis "La Traviata" und Mozarts "Don Giovanni". Neu hinzu kommen "Rusalka" von Antonin Dvorak und Verdis "Simon Boccanegra". Daneben aber dürfe man sich auf spannende Entdeckungen freuen. Dazu zählt zum Saisonauftakt am 25. August die Tango-Operita "Maria de Buenos Aires" von Astor Piazzolla oder ein Werk von Darius Milhaud, das den Amerika-Entecker Kolumbus auf die Bühne stelle. Mit "Montezuma" von Carl Heinrich Graun wird eine Barockoper zu erleben sein. Auch Alexander Zemlinskys Oper "Der Kreidekreis" ist weitgehend unbekannt.

Im Schauspiel dürften zwei Shakespeare-Projekte auf Interesse stoßen. Aus den Königsdramen steigen die unterschiedlichsten Herrscher heraus und zeigen ihr Verhältnis zur Macht. In "Game of Crowns 1" geht um es um vier Herrscher des Hauses Lancaster (ab 6. September 2019). "Game of Crowns 2" befasst sich später mit den sogenannten Rosenkriegen, den Machtkämpfen zwischen Vertretern der Häuser Lancaster (rote Rose) und York (weiße Rose).

Andreas Nathusius inszeniert fürs Große Haus Schillers "Räuber". In dem Stück, in dem ausschließlich Männer die Macht ausüben, soll untersucht werden, ob sich etwas ändert, wenn Frauen die Rollen spielen. Ein weiterer bekannter Autor ist der Schlesier Gerhart Hauptmann. Seinem Stück "Vor Sonnenaufgang" hat Ewald Palmetshofer ein neues sprachliches Gewand geschneidert.

Ödön von Horvath, ein sprachlicher Minimalist, ist mit dem Stück "Zur schönen Aussicht" vertreten. Neu bei uns ist ein Stück aus den USA zur Zeit der Reagan-Administration. Der Titel: "Engel in Amerika". Als Märchen für die Vorweihnachtszeit wird eine Bearbeitung von Cornelia Funkes "Tintenherz" vorbereitet. Ganz aktuell dürfte es in dem Stück "Vögel" von Waidi Mouawad werden. Personen mit israelischem und palästinensischem Hintergrund begegnen sich. Kann Liebe Brücken bauen?

Gezählt und abgerechnet wird jetzt nach Kalenderjahren, sagte Direktor Christian Schwandt. Mit dem Jahr 2018 sei er sehr zufrieden. 183.789 Besucher seien ein neuer Rekord. Zu dem Ergebnis haben allerdings Sonderprogramme im Jubiläumsjahr beigetragen. Die Besucherzahlen stiegen, die Einnahmen nicht. Ein Grund: Lübeck hat einen großen Anteil jugendlicher Besucher – insgesamt waren es 45.000 – die natürlich ermäßigte Preise in Anspruch nehmen. Bedauert wurde von mehreren Sprechern, dass das Land sich nicht an gestiegenen Personalkosten beteilige. 86 Prozent des Theateretats bestehen aus Personalkosten.

Der Haushalt des Theaters umfasste 2018 insgesamt 24,34 Millionen Euro. Hiervon zahlte die Stadt zehn Millionen, das Land 10,54 Millionen Euro. Die Eigeneinnahmen aus Ticketerlösen lagen bei 3,8 Millionen Euro.

Schauspieldirektor Pit Holzwarth, Operndirektorin Kost-Tolmein, Aufsichtsratschef Peter Petereit, Kultursenatorin Kathrin Weiher und Direktor Christian Schwandt stellten das neue Programm vor. Foto: TD

Schauspieldirektor Pit Holzwarth, Operndirektorin Kost-Tolmein, Aufsichtsratschef Peter Petereit, Kultursenatorin Kathrin Weiher und Direktor Christian Schwandt stellten das neue Programm vor. Foto: TD


Text-Nummer: 129695   vom 26.04.2019 15.23

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