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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 23. Mai 2019






Jesus verhindert das Ende der Welt

HL-live.de Pastor Heinz Rußmann geht in seinen Gedanken zum Wochenende noch einmal auf die Bedeutung des Osterfestes und die Bedeutung von Jesus Christus ein.

Wäre Jesus nicht auferstanden, so wäre die Welt vergangen. So singen die Christen zu Ostern (EG 91,2). Im Predigttext vom letzten Sonntag aus dem 1. Petrusbrief 1 heißt es dazu: Jesus ist nicht nur auferstanden von den Toten, sondern ist jetzt im Himmel. Bei Gott hält er einen göttlichen Besitz und Platz bereit für uns in Ewigkeit und beschützt uns lebenlang und ist bei uns. Er führt alles als kosmischer Christus zur Vollendung der Heilsgeschichte bis zum ewigen Leben bei Gott.

In diesen Jahrzehnten leben wir leider in einer Zeit einer gewissen Christus-Vergessenheit und Christus-Ferne. Früher stand im Vordergrund der Christus zur Rechten Gottes als der Allherrscher, der mit Gottvater zusammen die Welt regiert. Er bringt die Heilsgeschichte zum ewigen Ziel: zum Gottesreich des Friedens. Zur Zeit der Studentenbewegung war das Symbol von Jesus wichtig, der ein Gewehr über dem Knie zerbrach. Paul Tillich sprach vom Christus, der überall das neue Sein der Nächstenliebe und Gottverbundenheit brachte und endgültig bringen wird. Auch gab es begeisternde Musicals wie Jesus Christ Superstar und Godspell.

Heute ist Jesus für viele Menschen ein Vorbild an Nächstenliebe und ein guter Mensch, ein Seelsorger und Visionär. Die Osterzeit sollten wir nutzen, um die Begeisterung und die Liebe für unseren Christus, unseren göttlichen Freund und Bruder, neu zu feiern. Im Predigt-Text heißt es "Ihn liebt ihr, ohne ihn zu sehen". Als erstes sollten wir die Bedeutung von Jesus als auferstandenen Sohn Gottes zur Rechten Gottes loben und lieben. Gott sewi Dank führt er Gottes ganze Heilsgeschichte zum endgültigen Ziel.

Alle Wissenschaften, aber auch die Theologie und besonders der frühere Papst Benedikt sind im Zentrum heute verbunden durch die Lehre von der kosmischen Evolution, dann auf der Erde biologischen und jetzt kulturellen Evolution. Vom Urknall aus haben sich die Gestirne und die Erde etwickelt. Auf der Erde gab es zuerst Einzeller und dann Pflanzen und immer intelligentere Tiere bis zum Menschen. Im Mutterleib haben wir alle zuerst auch mal aus einer einzigen, befruchteten Zelle bestanden, die sich teilte, verdoppelte und nach vererbten Plan vervielfachte. Durch die Menschen gibt es bis heute die kulturelle und technische Evolution. In unserer Computer-Internet-Welt rast sie täglich zu immer neuen Fortschritten und Erfindungen. Wer will, kann auch Fortschritte an Humanität und christlicher Nächstenliebe sehen.

Was hat das alles mit Ostern und der Auferstehung Jesu zu Gott zu tun? Wäre Christus nicht auferstanden, so wär die Welt vergangen. Die Naturwissenschaft verkündet heute aus ihrer Sicht, dass unsere Welt vergehen wird. Am Ende steht für sie der Wärmetod unseres Erdballs und der Tod aller Lebewesen und Menschen. Am Ende gäbe es ohne Jesus Christus gewiss keine Hoffnung für uns und nur Tod und Untergang.

Weil Gott schon ein Mal einen Toten zum Leben erweckt hat, Jesus Christus, wird er das Wunder auch an uns vollbringen, um uns in unvergänglicher Gestalt neu zu schaffen. Heute ist plausibel, dass er von jedem Menschen das Erbgut kennt, und uns als Personen fehlerlos neu schafft und in sein ewiges Reich bringt. (Siehe Tipler: Physik der Unsterblichkeit.)

Wäre Christus nicht erstanden, so würde die Welt gewiss vergehen. Weil er auferstanden ist, haben wir die Gewissheit auf das ewige Leben und "loben den Herren Christ" (EG 99), den kosmischen Christus. (Siehe dazu Wikipedia: Die Stufen der Evolution nach Teilhard de Chardin Peter Godzik Heinz Rußmann.)

Der Predigtext lädt uns deswegen ein zur großen Freude zu Ostern und unser Leben lang. Aber er ist kein Schönmaler. Wir haben keine "wellness Religion"- Noch gibt es Leid und das Böse verfolgt uns oft. Wie oft haben wir schon Leid ertragen in allen Stärken! Krankheiten, Unfälle, Schicksalsschläge. Zum Beispiel den Tod des liebsten Menschen. Davon könnten wir alle viel berichten. Manchmal haben wir gefragt, wie Gott das zulassen kann? Wie oft wurden wir aber beim Leid getröstet und ermutigt, auch beim Gespräch mit Kranken und Sterbenden. Davon können wir doch auch viel erzählen. Der Bibeltext will uns trösten, dass die Leiden oft unseren Glauben nur erproben und dann bestärken.

Zwei Jahre bei der Bundeswehr auch in Bayern mit Atomkriegs-Gefahr bei der Kuba-Krise waren für mich ein Leiden auch am Gewissen und ein großer Stress. Aber gerade da habe ich mich entschieden, Pastor zu werden. Dort habe ich als zu gutmütiger Mensch viel für das spätere Lehrerdasein mit Jugendlichen gelernt. Viel gelernt haben wir alle für unseren Glauben durch die Streitgespräche über unseren christlichen Glauben. Nach dreißig Jahren solcher Gespräche mit vielen Lübeckern aber auch mit Primanern habe ich die Erfahrung gemacht: Viele Menschen diskutieren sehr scharf über den Glauben, weil sie auf der echten Suche nach Gott sind. So ähnlich wie Nietzsche. Das ergibt gewöhnlich ergibige Gespräche. Manche aber sind fanatische, sture Gottlose und reden endlos aus Rechthaberei und nehmen Glaubensargumente jahrelang nicht an. Richard Dawkins verhöhnt sogar die Suche nach Gott.

Stark ist die Ermutigung des Glaubens immer wieder durch Kirchenlieder, Gottesdienste und die Worte Jesu in der Bibel und dazu die Psalmen und Gespräche mit gläubigen Christen. Und besonders die Gegenwart Jesu als Freund und Bruder und die Hoffnung auf das ewige Leben bei ihm und Gott, stärken uns in Krisen des Lebens.

Ermutigend ist schließlich auch das moderne Gedicht von Hanns Dieter Hüsch: Was macht, dass ich so furchtlos bin an vielen dunklen Tagen? Es kommt ein Geist in meinen Sinn, will mich durchs Leben tragen. Was macht, dass ich so unbeschwert bin und mich kein Trübsinn hält, weil mich mein Gott das Lachen lehrt, wohl über alle Welt. Amen.

Ihr HL-live.de Pastor Heinz Rußmann,
mit Euch im Glauben verbunden.

Gewisse Parallelen zu diesem Text findet man zur Zeit auch im Heidelberger Predigtforum und im Pfarrerblatt Nr 3.
Fragen an heinzrussmann@web.de

Heinz Rußmann veröffentlicht seine Gedanken zum Wochenende im Wechsel mit Pastorin Ellen Naß.

Heinz Rußmann veröffentlicht seine Gedanken zum Wochenende im Wechsel mit Pastorin Ellen Naß.


Text-Nummer: 129701   Autor: red.   vom 27.04.2019 10.57

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