Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonnabend,
der 20. Juli 2019






Museen zeigen Ankäufe aus der NS-Zeit

Von 1933 bis 1945 leitete Hans Schröder die Museen für Kunst und Kulturgeschichte. Er kaufte viele Kunstgegenstände ein. Einige Teile wurde jüdischen Mitbürgern billig "abgekauft", viele Teile wurden in anderen Ländern im Krieg geraubt. Das St. Annen Museum und das Behnhaus zeigen gemeinsam die Stücke und die Aufarbeitung der Raub- und Beutekunst.


Der Kerckring-Altar aus dem Jahr 1520 wurde 1940 in Riga beschlagnahmt. Erst 1992 bekamen die Erben den Altar zurück. Sie stifteten ihn dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Lübeck.

Im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojektes, gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, wurden auch die Sammlungen der Lübecker Museen untersucht. Alle Ankäufe, Schenkungen, Überweisungen und Tausche zwischen 1933 und 1945 wurden überprüft, um die Herkunft der Objekte zu ermitteln. 170 Kunstgegenstände hat Provenienzforscherin Steffi Grapenthin untersucht. Das Ergebnis: drei Gegenstände müssen zurück gegeben werden, fünf weitere sind bedenklich. Bei 97 Objekten konnte die Herkunft nicht geklärt werden. "Provenienzforschung ist ein Thema, das die Museumswelt noch lange beschäftigen wird", so die Wissenschaftlerin.


Die Glassammlung wurde zur NS-Zeit angekauft. Unterlagen gibt es nicht mehr.

Von Gotthardt Kuehls "Braudiele" über Silberlöffel und Tabaksteller bis hin zu Glasfragmenten reichte die rege Ankaufs- und Sammelpolitik des damaligen Museumsdirektors Hans Schröder. Er leitete die Museen für Kunst und Kulturgeschichte von 1933 bis 1946 und kaufte im gesamten Deutschen Reich bis nach Wien für die Lübecker Museen ein. Nach der für die Lübecker Museen verheerenden Palmarum-Nacht im März 1942 erhielt er eine hohe Entschädigungssumme, mit der er in den besetzten Niederlanden und in Belgien zum Ausgleich der Verluste niederländische Gemälde und Möbel einkaufte. Die Suche nach unrechtmäßig erworbenen Objekten aus seiner Amtszeit und deren Erforschung bietet auch interessante Einblicke in die Lübecker Sammlungs- und Museumsgeschichte der NS-Zeit.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, 5. Mai, um 11 Uhr mit einem Grußwort der Senatorin für Kultur, Bildung, Jugend und Sport, Kathrin Weiher und einer Begrüßung von Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein, im Behnhaus statt. Die Ausstellung läuft in beiden Häusern bis zum 25. August.

Steffi Grapenthin untersucht die Herkunft der Kunstwerke in Lübecks Museen. Fotos: JW

Steffi Grapenthin untersucht die Herkunft der Kunstwerke in Lübecks Museen. Fotos: JW


Text-Nummer: 129832   Autor: Museen/JW   vom 03.05.2019 13.08

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über Kontaktformular

Text ausdrucken. +++ Text ohne Bilder ausdrucken.


Kommentare sind am Wochenende leider nicht möglich.

HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.