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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Montag,
der 20. Mai 2019






Schlag nach bei Shakespeare – Neues im Theater Combinale

Natürlich erzählt jeder Schauspieler im Interview, dass es ein ausgesprochenes Vergnügen sei, gerade an diesem Haus und in diesem Ensemble zu arbeiten. Kein Zwist untereinander, kein Kollegenneid, alles harmonisch. Ob es immer so ist, darf bezweifelt werden. Zumindest, wenn man die jüngste Produktion im Theater Combinale erlebt. "Ich Romeo, Du Julia" heißt das Stück, das am Freitag Premiere hatte.

Ausgangspunkt ist also nicht "Der Widerspenstigen Zähmung", das es auch in heiterer Musical-Fassung gibt. Ausgangspunkt ist das bekannteste Liebespaar der Weltliteratur, Romeo und Julia. Shakespeares Tragödie hat Generationen zu Tränen gerührt, tut es noch und immer wieder. Im Theater Combinale sind es allerdings überwiegend Lachtränen, und nicht nur Shakespeare muss als Autor genannt werden.

Natürlich geht es um den Streit zwischen den Häusern Montague (Romeo) und Capulet (Julia) bei Shakespeare in Verona. Aber als Co-Autoren treten im Combinale Stephanie Kunz, Wolfgang Benninghoven und Ulli Haussmann hinzu. Schon einmal, vor 18 Jahren, gab es das Stück "Ich Romeo, Du Julia" im Combinale Theater. Die neue Inszenierung von Stephanie Kunz ist keine Kopie der Show von 2001. 18 Jahre verändern doch einiges.

Der Spielort ist geblieben, die Kantine eines Stadttheaters, ein in der Regel recht trister Raum im Keller. Da es Darsteller mit wenig Text und viel Zeit zwischendurch gibt, zieht man sich dorthin zurück. Damit die Mitwirkenden wissen, wie weit die Handlung auf der Bühne fortgeschritten ist, wird das Geschehen oben per Lautsprecher in die Kantine übertragen. Auch Ein- und Ansagen der Abendspielleiterin sind hier zu hören.

Der Kantinenwirt feiert seinen 60. Geburtstag, und Kleindarsteller Heidtmeyer, der nur am Anfang und am Ende einen Satz im Chor zu rufen hat, gratuliert. Dann wagt der Wirt einen Geburtstagswunsch: Ob Heidtmeyer, der Schauspieler, der eigentlich der bessere Romeo wäre, nicht hier unten mit ihm, dem Pächter, das Stück spielen könne. Nach der 50. Vorstellung kann das Geburtstagskind die Texte auswendig.

Absurde Idee. Aber nicht absurd genug, als dass ein Möchte-gern-Star nicht darauf eingehen könnte. Und so spielen die Beiden Szenen, sehr frei nach Shakespeare. Das geschieht nicht streng nach der Chronologie des Meisters aus Stradford-upon-Avon. Aber das macht nichts. Oberstes Prinzip ist gute Unterhaltung; bis hin zu blühendem Blödsinn.

Mit zwei Figuren kommt man natürlich nicht aus. Und so schlüpft Rodolphe Bonnin, der neue Romeo, auch in weitere Rollen, zum Beispiel in die der Amme oder der Mutter Julias. Bei "seiner" Julia kann Wolfgang Benninghoven auftrumpfen und dem Affen Zucker geben.

Wie man aus wenigen Möbelstücken eine Balkonszene im Mondschein hinbekommt, muss man gesehen haben. Es setzt ebenso sportliche Fähigkeiten der Akteure voraus wie die ausgeklügelten Fechtszenen. Das Publikum erlebt zwei turbulente Stunden zwischen Bier und Korn und natürlich zwischen Shakespeare und Co.

Weitere Vorstellungen: am heutigen Sonnabend, ferner 10./11. Mai, 17./18. Mai, 24./25. Mai und weiter im Juni. Beginn ist jeweils 20 Uhr.

Wolfgang Benninghoven und Rodolphe Bonnin sorgen für zwei turbulente Stunden. Foto: Combinale

Wolfgang Benninghoven und Rodolphe Bonnin sorgen für zwei turbulente Stunden. Foto: Combinale


Text-Nummer: 129840   Autor: TD   vom 04.05.2019 09.02

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