Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonntag,
der 22. September 2019






Lübeck:

Ortsrat: 50.000 Tonnen Munition in der Lübecker Bucht

Am Mittwochabend tagte der Travemünder Ortsrat. Im Mittelpunkt standen zwei Themen: Die versenkte Munition in der Lübecker Bucht und die Entwicklung der Lübecker Hafengesellschaft (LHG), die eine positive Entwicklung meldet.



Über den Stand Kartierung der Munitionsaltlasten auf dem Grund der Lübecker Bucht und der Entwicklung eines Konzeptes zur Beseitigung der Gefahren, die sich aus der Munition am Meeresgrund ergeben, berichtete Jens Sternheim vom Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung. Bereits in den Jahren 1969/71 gab es einen Untersuchungsbericht zu Versenkungen von chemischer Kampfstoffmunition vom Bundesministerium der Verteidigung (BMVg), dann 1993 den Bericht "Chemische Kampfstoffmunition in der südlichen und westlichen Ostsee" vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie BSH, der im Jahre 2009 erweitert und aktualisiert wurde.

In der Lübecker Bucht gab es zu Kriegszeiten Belastungen der Seefliegerschule Priwall und vom Torpedoschießen, dann Angriffe (Inferno von Staberhuk, englische Fliegerangriffe), weiter durch den letzten Stützpunkt der 25. U-Flottille, Versenkungen der "Wilhelm Gustloff" und des Lazarettschiffes "A“" Berlin sowie Versenkungen vor Sierksdorf und Pelzerhaken.

Die Munitionsbelastungen in den deutschen Ostseegewässern wird auf rund 300.000 Tonnen geschätzt. Einer Neuschätzung in 2019 für das Jahr 1960 zufolge sollen in der Lübecker Bucht 65.000 Tonnen Munition versenkt und davon 15.000 Tonnen geborgen worden sein.

Aus einer Gesamtbewertung, erstellt im Jahre 2011, ist nicht erkennbar, dass eine großräumige Gefährdung der marinen Umwelt über den lokalen Bereich der munitionsbelasteten Flächen hinaus vorhanden oder zukünftig zu erwarten ist. Eine Gefährdung besteht jedoch "punktuell für Personengruppen, die im marinen Bereich der Nord- und Ostsee mit Grundberührung tätig sind", so der Expertenbericht.

Aus der anschließenden Diskussion ergab sich, dass sich der anwesende Senator Ludger Hinsen Unterstützung vom Land für eventuelle Maßnahmen der Stadt, zum Beispiel für eine Öffentlichkeitskampagne, wünscht. Der Referent äußerte sich abschließend darüber, das noch viel zu tun ist, ein Anlaß zur Panik jedoch nicht vorläge und bei Auffinden von Munition und eventuell auch Phosphor (ähnelt Bernstein) und Schießwolle (ähnelt dunklen Steinen) nichts berührt werden darf und sofort die Polizei verständigt werden muss.



Im zweiten Teil gab der Geschäftsführer der LHG Prof. Dr. Sebastian Jürgens einen Überblick über den Stand der Entwicklung des Lübecker Hafens. Der Hafen sei auf positivem Wege mit Zuwächsen im Ladungsgeschäft und auch besonders beim Intermodalen Verkehr Schiff/Bahn. Auf einem 16 Hektar großen Areal werde derzeit eine 25.000 Quadratmeter große Logistikhalle gebaut, in der Waren vom Nordlandkai, insbesondere auch Papier und Verpackungsmaterial gelagert werden. Auch aus Rostock würde Ladung dazu kommen. Am 1. Dezember 2019 soll die Halle fertiggestellt sein. Auch der Skandinavienkai entwickelt sich beachtlich positiv weiter, was zum Teil auch durch die immer größer werdenden Schiffe bedingt sei. Eine Verbesserung der Emissionswerte wäre mit neuen Schiffen zu erwarten, welche mit Flüssiggas fahren oder über einen Hybridantrieb verfügten. Um Lärm zu dämpfen, sollen die Rampen mit einem Flüsterbelag ausgestattet werden.

Das Projekt des Fehmarnbelttunnels würde von der LHG kritisch verfolgt. Es biete Chancen aber auch Risiken mit der Folge von Anpassungs- und Umstrukturierungsprozessen. Im Nachgang der Diskussion wurden Fragen der Erweiterung des Areals gestellt, die aber, so Sebastian Jürgens, Gegenstand eines Hafenentwicklungsplanes seien, den die Stadt aufstellen müsse. Ergänzend wurde in einem Diskussionsbeitrag erwähnt, dass im nunmehr vorliegenden Mobilitätskonzept für Travemünde zusätzliche Abfahrten von der B75 bei der Teutendorfer Siedlung, im Be­reich Rönnauer Weg und südlich des Pommernzentrums sowie die bahnpar­allele Führung am Skandikai vertiefend untersucht würden.

Am Mittwochabend wurde im Travemünder Ortsrat über die Munition in der Lübecker Bucht und die Entwicklung der LHG diskutiert. Fotos: Karl Erhard Vögele

Am Mittwochabend wurde im Travemünder Ortsrat über die Munition in der Lübecker Bucht und die Entwicklung der LHG diskutiert. Fotos: Karl Erhard Vögele


Text-Nummer: 130007   Autor: KEV   vom 09.05.2019 13.35

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über Kontaktformular

Text ausdrucken. +++ Text ohne Bilder ausdrucken.


Kommentare sind am Wochenende leider nicht möglich.

HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.