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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonntag,
der 22. September 2019






Lübeck:

Das 28. Brahms-Festival geht Sonntagabend zu Ende

Kontraste am Abend erlebten die Besucher des Brahms-Festivals in den vergangenen Tagen. Am Sonntag, 12. Mai, geht das 28. Festival der Musikhochschule Lübeck zu Ende, und zwar mit einem Gedenkkonzert für den im vergangenen Jahr gestorbenen Mitbegründer des Brahms-Festivals, den früherer Rektor Friedhelm Döhl. Beginn ist um 19.30 Uhr im Konzertsaal der Hochschule.

Ein volles Haus gab es am Sonnabend. Wahrscheinlich lag es am Programm, das nach vielen Neuheiten und Experimenten zwei bekannte Werke der Kammermusik bescherte, das Horntrio Es-Dur op. 40 von Johannes Brahms und das Oktett für Klarinette, Horn, Fagott, Streichquartett und Kontrabass D 803 von Franz Schubert.

Brahms hat das Horn gern an prominenter Stelle eingesetzt. Aber wenn es derart stark gefordert ist wie in seinem Trio, braucht man einen exzellenten Könner. Mit Professor Christoph Eß hat die Hochschule einen solchen "Star". Gemeinsam mit Daniel Sepec (Violine) und Konstanze Eickhorst (Klavier) wurde das Werk klangschön ausmusiziert. Nach der Pause stand das längste Kammermusikwerk im Programm, Schuberts Oktett F-Dur, D 803. Von den sechs Sätzen wurden in der Vergangenheit oft nur vier gespielt, der Länge wegen. Das ist heute natürlich nicht mehr möglich. 65 Minuten dauerte die Wiedergabe, voller Elan und Witz vorgetragen. Schuberts "himmlische Längen" verfehlten ihre Wirkung nicht.

Wesentlich kontrastreicher war es Donnerstagabend. Manfred Aust begann mit Robert Schumanns "Kreisleriana", acht Sätzen für Klavier solo. Dann der hier kaum bekannte Franzose André Caplet mit "Erzählungen für Harfe und Streichquartett nach Edgar Allan Poes Schauergeschichte Die Maske des roten Todes". Das Stück wurde allerdings wenig schaurig von Gesine Dreyer (Harfe), Amelie Gehweiler und Ada Maria Schwengebecher (Geigen), Lena Eckels (Bratsche) und Ulf Tischbirek (Cello) vorgetragen.

Besonders außergewöhnlich war der Freitagabend. Das Besondere: Studierende durften ihn selber gestalten, von der Programmplanung bis zur Aufführung. Auf dem Hintergrund der Klimaveränderungen habe man sich für einen Leitgedanken entschieden, sagte einer von 30 Mitwirkenden, Lukas Stubenrauch als Moderator. Alle Stücke beschäftigten sich mit dem Wasser. Das begann mit sogenannter Alter Musik, der Wasser-Ouvertüre "Hamburger Ebb' und Fluth" von Georg Philipp Telemann. Anschließend erklang ein Werk aus dem Jahre 2009, das Streichsextett "The last Island" von Peter Maxwell Davies, modernste Klänge, intelligent verknüpft. Mert Yesilmenderes setzte sich an den Flügel und besang musikalisch das Schicksal einer im Meer versunkenen Kathedrale, ein Prélude von Claude Debussy.

Ein Film von Lilja Waehneldt "Fragilität des Verlaufs" schloss sich an; stumme Bilder über Umweltgefahren im Wasser, im Feuer und bei anderen Katastrophen. Dazu improvisierten im Dunkel der Bühne mehrere Studierende auf ihren Instrumenten. Im Foyer ging es weiter, und zwar mit Träumereien auf zwei Vibraphonen nach Steve Reich. An alle erging dann die Einladung, in der Mensa zu diskutieren, zu feiern und auch zu tanzen. Wie gesagt: Heute Abend heißt es zum letzten Mal beim Brahms-Festival "Kontraste", zu Ehren von Friedhelm Döhl.

Die Musikhochschule steht im Zentrum des Brahms-Festivals. Foto: TD

Die Musikhochschule steht im Zentrum des Brahms-Festivals. Foto: TD


Text-Nummer: 130051   Autor: TD   vom 12.05.2019 09.04

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