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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 23. Mai 2019






Singen und musizieren verbindet!

Am Sonntag gibt es zahlreiche musikalische Gottesdienste. Pastorin Ellen Naß erklärt in ihren Gedanken zum Wochenende den Grund und die Bedeutung, die Musik für uns Menschen hat.

Am 19. Mai feiern die Kirchen den Sonntag "Kantate". Kantate bedeutet: Singt, und so wird in vielen Gemeinden an diesem Tag der Kirchenmusik besonderes Gewicht verliehen. Oft singt der Chor, oder andere Musik wird dargeboten, es werden fröhliche Lieder gesungen, in denen viel vom Singen, Jauchzen und Musizieren die Rede ist.

Ich finde es schön, dass dieser Sonntag ausgerechnet im Mai gefeiert wird. In diesem Monat scheint alles voller Musik zu sein, die Vögel singen, und wir in Schlutup haben zusätzlich einen Kuckuck, der manchmal in drei Tönen Kuckuck ruft. Wenn ich ihn höre, weiß ich, der Frühling ist da, die warme Jahreszeit beginnt.

Musik verbindet – so steht es immer wieder über Veranstaltungen. Das Singen im Chor, das Musizieren im Orchester schweißt zusammen. Wenn ich gemeinsam mit anderen schöne Musik höre, fühle ich mich mit ihnen verbunden, auch wenn ich sie gar nicht kenne.

Dabei ist das so eine Sache mit der Musik. Nicht jeder kann singen – obwohl Musiker das immer wieder behaupten. Wenn ich keine Zeit hatte, dann mein Mann unsere Kinder in den Schlaf gepfiffen, weil er nicht singen kann. Andere haben kein Ohr für Musik, machen sich nichts daraus.

Und nicht jeder mag jeden Musikstil. Es gibt Geschäfte, die ich nicht betrete, weil mich die Musik dort so stört. Anderen muss es ja dort gefallen, sonst würden die Musik dort nicht gespielt.Und selbst schöne Musik kann stören – ich stelle mir immer vor, dass Einzelhandelskaufmänner und -frauen, die seit November mit "Stille Nacht" und "o du fröhliche" beschallt worden sind, diese Lieder am Heiligen Abend nicht mehr ertragen können. Musik kann nicht nur verbinden, sondern auch trennen, weil wir eben verschieden sind, weil uns unterschiedliches gefällt.

Selbst Kirchenmusik kann ganz unterschiedlich sein. Wenn man an Kirchenmusik denkt, dann denkt man automatisch an Orgelmusik und Lieder mit vielleicht etwas altertümlichen Texten, die man nur schwer versteht. Ältere erinnern sich mit Grausen, dass man viele davon im Konfirmandenunterricht auswendig lernen musste.

Mir persönlich bedeuten diese Lieder sehr viel. Ich singe sie gerne, einfach nur so, oft beim Autofahren oder bei der Hausarbeit. Ich weiß, dass viele von den Dichtern und Komponisten Schweres durchgemacht haben, was man auf den ersten Ton so gar nicht mitbekommt, und dass sie trotzdem diese Lieder gedichtet haben. So helfen sie mir, wenn es mir gut geht, das Glück zu verstärken, wenn ich traurig bin, trösten sie und erinnern mich daran, dass Gott bei mir ist.

Ich weiß, dass viele Menschen mit diesen Lieder nichts anfangen können. Deshalb finde ich es schön, dass sie nicht mehr die einzige Art von Kirchenmusik sind. Es gibt moderne Lieder mit modernen Texten, Lieder, die statt mit Orgelbegleitung zur Gitarre gesungen oder von einer Band begleitet werden. Es gibt Kinderlieder, die wahre Ohrwürmer sind, es gibt Gospelchöre, Jazzgottesdienste und vieles mehr.

So kann jeder und jede seine/ihre Musik finden, die gefällt. Auch ihre Komponisten und Dichter waren Menschen wie wir, die Gutes und Trauriges erlebt haben und diese Erlebnisse in der Musik verarbeitet haben. Auch in dieser Musik ist Gott uns nahe, können wir ihn spüren.

In der Musik können wir die Unterschiedlichkeit Gottes erfahren. So, wie Musik verschieden ist, wie Musikstücke aus vielen einzelnen Stimmen und Instrumenten bestehen, die trotzdem zusammengehören und sich ergänzen, so verschieden kann Gott uns erscheinen. Und so verschieden können wir sein, und trotzdem von Gott akzeptiert. Singen und Musizieren befreit und verbindet, Musik tröstet, stärkt, macht froh, erinnert an und verbindet mit Gott. Deshalb: Versuchen Sie es mit der Musik, nicht nur am Sonntag Kantate!

Ellen Naß rät: Versuchen Sie es mit Musik!

Ellen Naß rät: Versuchen Sie es mit Musik!


Text-Nummer: 130224   Autor: red.   vom 18.05.2019 10.42

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