Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Freitag,
der 18. Oktober 2019






Lübeck:

Besuch in der Wallstraße: SPD befragte die Bereichsleitung Asyl

Wie hat sich die Wohnsituation von Geflüchteten in Lübeck entwickelt? Wie gut funktioniert die Integration der Menschen? Wo kann die Hansestadt Lübeck nachbessern? Diese und noch viele weitere Fragen stellten Vertreter der Lübecker SPD dem Bereichsleiter Obdach und Asyl der Gemeindediakonie Lübeck, André Weidmann, und dessen Stellvertreter Heiko Praetz.

Gemeinsam mit Diakoniepastorin Dörte Eitel, Geschäftsführerin der Gemeindediakonie, empfingen diese den SPD-Landtagsabgeordneten Thomas Rother, seinen Mitarbeiter im Lübecker Wahlkreisbüro, Jan Schenkenberger, und den Vorsitzenden des Sozialausschusses der Lübecker Bürgerschaft, Ingo Schaffenberg (SPD), in der Gemeinschaftsunterkunft Wallstraße.

In der ehemaligen Seefahrtschule informierten sich die Besucher ausführlich über die aktuelle Situation in den 31 Wohnanlagen für Asylsuchende und verschafften sich einen Eindruck von den Räumlichkeiten einer "klassischen Gemeinschaftsunterkunft mit allen Vor- und Nachteilen" (André Weidmann).
Nach dem Beschluss der Hansestadt von 2017, die beengte Wohnsituation in den Gemeinschaftsunterkünften zu entzerren, interessierte es Rother und Schaffenberg besonders, inwieweit dies gelungen ist.

Ein gutes Beispiel ist die Unterkunft in der Wallstraße: Lebten hier einmal 80 geflüchtete junge Männer, sind es heute nur noch 30. "Früher gab es hier noch Sechserzimmer", berichtete André Weidmann, "heute leben die Bewohner in Einzel- oder Zweierzimmern." Sie teilten sich Gemeinschaftsduschen und eine Gemeinschaftsküche. "Die Entzerrung ist geglückt", so Weidmann, "auch in den Wohncontainern." Die Entzerrung hat dazu beigetragen, dass die Bewohner mehr Privatsphäre erhalten haben und zudem Spannungen in den Unterkünften abgebaut. "Allerdings sind wir durch die Entzerrung an der Grenze unserer Auslastung", so Weidmann.


Die Gemeindediakonie betreut im Auftrag der Hansestadt Lübeck heute noch insgesamt 1300 Bewohnerinnen und Bewohner, die teilweise drei Jahre in den 31 Unterkünften bleiben – trotz des erfolgreichen Probewohn-Modells in Lübeck, das sogar als Vorbild in andere Kommunen getragen werde. Auf die Frage der Besucher, "Was müssen wir als Kommunen tun?" kam unisono auf der anderen Seite zurück: "Wohnungen bauen." Weidmann: "Wir wissen nicht, was wir unseren Bewohnern sagen sollen, wenn sie fragen: „Können Sie mir bitte helfen, eine bezahlbare Wohnung zu finden?"

Ein wichtiges Anliegen ist dem Bereichsleiter auch der Erhalt des Solizentrums, da dort kostenlose Angebote nicht nur für geflüchtete Menschen ehrenamtlich vorgehalten würden. "Diese Angebote dienen dem Zusammenhalt der Menschen in Lübeck und geben ihnen zudem die Möglichkeit, sich sozial zu engagieren und für Andere einzusetzen", so Weidmann.
Die Zusammenarbeit mit den Behörden der Hansestadt, auch mit der städtischen Wohnungsgesellschaft Trave, sei auf allen Ebenen ausgesprochen gut, betonten Weidmann und Praetz immer wieder. "Man muss allen Behörden hier großen Respekt zollen", so Weidmann. "Wir profitieren von den kurzen Wegen und einem konstruktiven Austausch."

Gleiches gelte für die Zusammenarbeit mit anderen sozialen Trägern. Für die eigene Arbeit bilanzierte André Weidmann, nach rund drei Jahren Amtszeit: "Wir haben im Bereich Flüchtlingsunterbringung und Betreuung einen roten Faden drin." Anfeindungen von außen, wie sie die Gemeindediakonie um 2016 herum erlebt habe, gäbe es kaum noch. Nur gelegentlichen Sozialneid bekämen er und seine Mitarbeitenden immer mal wieder zu spüren. "Es gibt Anrufer, die meinen, nur für die Flüchtlinge werde alles getan. Das beruht auf Unwissenheit, denn es gibt für soziale Notlagen entsprechende Hilfsangebote, an die wir dann auch verweisen bzw. zu denen wir vermitteln."

Zum Schluss gaben Weidmann und Praetz den Besuchern noch einen Wunsch mit auf den Weg: "Eine digitale Übersicht über alle lokalen Hilfsangebote für Geflüchtete und sozial Benachteiligte wäre gut. Das würde auch Doppelstrukturen vermeiden und Hilfe schneller ermöglichen."

Informierten sich ausführlich über die Betreuung geflüchteter Menschen: Thomas Rother (vorne rechts) und Ingo Schaffenberg (ganz rechts) im Gespräch mit Dörte Eitel, André Weidmann und Heiko Praetz (von links). Foto: Gemeindediakonie.

Informierten sich ausführlich über die Betreuung geflüchteter Menschen: Thomas Rother (vorne rechts) und Ingo Schaffenberg (ganz rechts) im Gespräch mit Dörte Eitel, André Weidmann und Heiko Praetz (von links). Foto: Gemeindediakonie.


Text-Nummer: 130501   Autor: Gemeindediakonie L.   vom 03.06.2019 10.18

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über Kontaktformular

Text ausdrucken. +++ Text ohne Bilder ausdrucken.


HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.