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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Freitag,
der 18. Oktober 2019






Lübeck:

Weiße Rose: Kammeroper mit jungen Gesangssolisten

In der Reihe "Junges Musiktheater" bringen Studierende der Musikhochschule Lübeck (MHL) vom 14. bis 16. Juni im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) Bad Oldesloe sowie am 23. Juni in der MHL Udo Zimmermanns Kammeroper "Weiße Rose" auf die Bühne. Unter der musikalischen Leitung von Robert Roche und der Regie von Selcuk Cara präsentieren neun Gesangsstudierende und ein Kammerorchester der MHL das verstörende Bühnenstück über die letzten Stunden im Leben von Sophie und Hans Scholl.

In der 1986 uraufgeführten Fassung seiner Kammeroper "Weiße Rose" zeichnet der zeitgenössische Komponist Udo Zimmermann die letzten Stunden im Leben von Sophie und Hans Scholl nach. Die Geschwister gehörten zur Widerstandsgruppe "Weiße Rose" und wurden vom nationalsozialistischen Terrorregime 1943 ermordet. In sechzehn Szenen erhält der Zuschauer Einblick in die letzten Stunden der Geschwister, die ihre Todesangst in Visionen, Selbstgesprächen und reflektierten Monologen verarbeiten.

Den Operntext setzte Librettist Wolfgang Willaschek aus Briefen und Tagebuchaufzeichnungen der Geschwister, aus Bibelversen und eigenen Texten zusammen. Der Dresdner Komponist Udo Zimmermann, geboren im gleichen Jahr, in dem die Geschwister ermordet wurden, hat die "Weiße Rose" für eine Sängerin und einen Sänger geschrieben. Regisseur Selcuk Cara macht eine neue Dimension auf: Im Kontrast zur Originalfassung verkörpern in seiner Inszenierung neun junge MHL-Interpreten die Geschwister.

"Wir sind Viele. Wir sind Sophie Scholl und wir sind Hans Scholl. Wenn Sophie Scholl fällt, dann wird eine andere Sophie Scholl ihren Platz einnehmen, wenn Hans Scholl fällt, dann wird ein anderer Hans Scholl seinen Platz einnehmen", erläutert Cara seine Beweggründe. Ganz ohne Bühnenausstattung, nur in eindrucksvolle Lichtsäulen getaucht, agieren die jungen Sängerinnen und Sänger parallel auf der Bühne, leihen den Geschwistern abwechselnd ihre Stimme und springen teilweise improvisierend in ihre Rolle ein.

Eine große Herausforderung für die Studierenden, die Cara über ein halbes Jahr mit intensiven Übungen auch zu Darstellung und Improvisation vorbereitet hat. Ein Kammerensemble mit sechs Instrumentalisten an Blas- und Streichinstrumenten, Klavier und Schlagzeug begleitet das bewegende Geschehen auf der Bühne, mal mit harten Klängen, mal mit sphärisch weicher Melodieführung.

"Hier werden Schreie, Träume, Bosheit und Angst klangliche Gestalt", schreibt Zimmermann über seine Komposition. Die Geschwister wussten, dass ihr "Kampf gegen eines der unmenschlichsten Systeme mit ihrem Tod enden konnte. Aber ihr Glaube an eine bessere, gerechte Welt war so stark, dass der Gedanke an den Tod sie nicht zurückhielt."

Die eindrückliche Inszenierung sieht im KuB keinerlei Sitzplätze vor, vielmehr sind die Zuschauerinnen und Zuschauer eingeladen, sich frei um die mittige Spielfläche im abgedunkelten Saal zu bewegen und ihre Perspektive auf das Geschehen selbst zu bestimmen.

Der türkischstämmige Film-, Theater- und Opernregisseur Regisseur Selcuk Cara studierte zunächst Philosophie und Gesang und arbeitete als Opernsänger unter anderem mit Werner Schroeter, Frank Castorf, Stefan Ruzowitzky und Vincenzo Cerami zusammen. Es folgte ein Regiestudium im Masterstudiengang Szenografie mit Schwerpunkt Film. In seinen Werken setzt Cara sich immer wieder mit dem Völkermord an den Juden auseinander.

Die Aufführungen der Kammeroper "Weiße Rose" dauern rund 70 Minuten ohne Pause. Sie finden in der Reihe "Junges Musiktheater" am Freitag 14. Juni und Samstag 15. Juni jeweils um 20 Uhr sowie am Sonntag, 16. Juni um 19.30 Uhr im Kultur- und Bildungszentrum (KuB) Bad Oldesloe statt. Am Sonntag, 23. Juni um 17 Uhr ist das Stück im Großen Saal der MHL zu sehen. Karten sind in der Stadtinfo Bad Oldesloe sowie in allen dem Lübeck-Ticket angeschlossenen Vorverkaufsstellen erhältlich. Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse.

Das Stück ist auch im Großen Saal der MHL zu sehen.

Das Stück ist auch im Großen Saal der MHL zu sehen.


Text-Nummer: 130913   Autor: MHL   vom 14.06.2019 14.46

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