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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Dienstag,
der 17. September 2019






Lübeck:

JVA Lübeck: Täter war mit Küchenmesser bewaffnet

An vielen Ecken im Stadtteil Marli standen Polizeistreifen, das SEK und weitere Spezialkräfte waren mit Blaulicht unterwegs: Am Montag kam es gegen 14 Uhr in der JVA Lübeck zu einer Geiselnahme. Der Täter konnte gegen 20 Uhr überwältigt werden. Zwei Döner wurden ihm zum Verhängnis. Am Dienstag teilte die Polizei Details mit.



Die Polizei war mit massiven Kräften vor Ort. Auch Rettungswagen waren in Bereitschaft gegangen und standen vor der JVA und auf dem geschützten Hofbereich. Auch ein Zug der Feuerwehr war eingetroffen.



Der 36-jährige Rumäne hatte sich mit einer 32-jährigen Psychologin in ihrem Büro verschanzt und das Türschloss manipuliert. Er bedrohte sie mit einem Küchenmesser mit einer zwölf Zentimeter langen Klinge. "Ich wollte, dass die Situation stationär bleibt", sagt Lübecks Polizeidirektor Norbert Trabs. Eine Flucht kam nicht in Frage. Die Polizei stand durchgängig in Verbindung mit dem Täter.

Der Geiselnehmer forderte bis Dienstag, 14 Uhr, ein Dokument, dass er nach Rumänien überstellt werden möchte. Unterschreiben sollten unter anderem die Anstaltsleitung und Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau.



Gegen 18.30 Uhr forderte der Mann etwas zu essen. Er wollte durch das Fenster einen Korb mit zwei Dönern und seinem Schreiben hochziehen. Als er am Fenster stand, nutzte die Polizei die Gelegenheit. Gegen 20.07 Uhr erfolgte der Zugriff. Dafür nutzte die Polizei Knallkörper, um den Mann abzulenken. Schusswaffen wurden nicht eingesetzt.

Der Geiselnehmer trug dabei leichte Verletzungen davon. Die Geisel sowie die beteiligten Polizeibeamten blieben aber unverletzt. Der Täter ist ein Sexualstraftäter, der zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren und zehn Monaten verurteilt worden war.



Mit Entsetzen hat die Regionalgruppe Justizvollzug der Gewerkschaft der Polizei (GdP) auf die Nachricht der erneuten Geiselnahme in der JVA Lübeck reagiert. "Es ist sehr tragisch und zeigt aber auch immer wieder auf, mit welchen unberechenbaren Gefahren die Tätigkeit im Justizvollzug verbunden ist", sagte der GdP Regionalgruppenvorsitzende Thorsten Schwarzstock. "Die psychischen Folgewirkungen für das Opfer sind immens und seelisch kaum zu bewältigen. Wir wünschen der Kollegin, die sich zzt. in ärztlicher Behandlung befindet, dass sie die Erlebnisse gut und schnell verarbeiten kann." Um mit einer solchen enormen Belastung zu leben, bedarf es zumeist einer psychologischen Begleitung. Hierbei sollte der Dienstherr größtmögliche Unterstützung zuteilwerden lassen.

Im Bereich der JVA hatte die Polizei massiv Kräfte zusammen gezogen. Fotos: Oliver Klink/VG, Video: Oliver Klink, VG

Im Bereich der JVA hatte die Polizei massiv Kräfte zusammen gezogen. Fotos: Oliver Klink/VG, Video: Oliver Klink, VG


Text-Nummer: 130979   Autor: VG   vom 18.06.2019 14.40

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