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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonntag,
der 21. Juli 2019






Das Wasser des Lebens

Ellen Naß greift in ihren Gedanken zum Wochenende ein Thema auf, das bei dem aktuell heißen Wetter bei vielen Menschen im Mittelpunkt steht: der Durst. Neben dem Durst nach Wasser gibt es auch den Durst nach Leben, der gestillt werden muss.

In den letzten zwei Wochen war es teilweise extrem heiß. Zwar wurde bei den Wetterberichten gejubelt, welch ein schönes Wetter wir endlich haben würden, aber für viele – selbst für die, die sich freuen – ist dieses Wetter außerordentlich belastend.

Wer irgendwie konnte, der blieb zu Hause oder fuhr an den Strand, und mein Mitgefühl gilt allen, die während dieser Zeit arbeiten mussten – im Fernsehen zeigten sie Aufnahmen von Straßenbauarbeitern, die dann auch noch mit der Abwärme der Motoren und mit der Hitze des flüssigen Asphalts zu kämpfen hatten.

Allen, die das durchgehalten haben, gilt mein voller Respekt.

Überalls gab es Gesundheitstipps. Der häufigste lautete: trinken, trinken, trinken, trinken, am besten Wasser trinken und nicht Süßes oder Alkoholisches. Letztes Jahr wurde bei uns das Mineralwasser knapp – glücklicher weise nicht das Wasser, sondern nur die Pfandflaschen, um es abzufüllen.

Denn auch ohne diesen Rat hat man bei solcher Hitze einfach Durst – will trinken, selbst wenn man es sonst vielleicht nicht tut, und Durst ist quälend, tut richtig im Hals, in der Kehle weh.

Im Hebräischen bedeutet das Wort für "Seele" ursprünglich "Kehle". "Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so schreit meine Seele, Gott, zu dir", so heißt es in Psalm 42. Wir sprechen ja auch vom Durst nach Leben, vom Durst nach Sinn, reden davon, dass wir uns ausgebrannt und ausgetrocknet fühlen, dass wir uns erfrischen wollen.

Solch einen Lebensdurst haben wir alle schon einmal erlebt. Es gibt Zeiten, da ist er wenig da, wenn wir verliebt sind, endlich den Job gefunden haben, nach dem wir schon immer gesucht haben. Aber erlebt haben wir es schon alle, dass wir denken, es müsste doch mehr im Leben sein, dass das nicht alles gewesen sein kann, dass wir etwas machen wollen, was uns wirklich erfüllt.

Man kann auf verschiedene Arten und Weisen damit umgehen. Man kann versuchen, immer wieder den idealen Partner/ die ideale Partnerin zu finden, immer neue Jobs zu finden, neue Nervenkitzel für die Freizeit zu suchen. Mann kann sich ein Hobby suchen, das einen wirklich ausfüllt, gleichgültig, ob es der Garten ist, Computerspielen, Kochen, Stricken oder Campen.

Man kann auf Sinnsuche gehen. Es gibt ein riesiges Angebot, Bücher, Gruppen, Menschen, die behaupten, SIE könnten diesen Durst nach Leben stillen, wenn man nur genug dieses oder jenes tut, genug von etwas Bestimmten kauft, dann ginge es einem besser.

Oft geht es einem damit, als wenn man zu viel Limonade oder süße Säfte getrunken hat, wenn man Durst hat. Der Durst ist nicht vorbei, er ist eher schlimmer geworden. Am Ende steht man mit leeren Händen da, hat vielleicht viel Geld ausgegeben, viel Zeit investiert, aber die Sehnsucht ist geblieben.

Morgen wird in den Gottesdiensten meistens über Worte Jesajas gepredigt. Gott spricht: "Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser! Und die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch!"

Schon damals suchten die Menschen, hatten Durst nach Leben – und suchten an den falschen Stellen. Sie investierten Zeit und Geld, dabei wollte Gott es ihnen schenken.

Wenn wir mit Gott durchs Leben gehen, ihm vertrauen, auf ihn hören, dann schenkt er uns alles, was wir brauchen, löscht unseren Durst. Er gibt Kraft und Hilfe, wenn wir ihn daraum bitten, vergrößert Freude, wenn wir sie erleben.

Damit will ich die anderen Dinge nicht abwerten. Eine glückliche Familie, ein interessantes Hobby, sich für andere Menschen einsetzen, selbst Nervenkitzel wie Bungeespringen oder Ähnliches machen unser Leben reicher, erfüllen es.

Aber sie erfüllen es eben nicht ganz, die Sehnsucht bleibt. Gott will diese Sehnsucht stillen, Wasser des Lebens geben. Wenn wir in diesen heißen Sommertagen Durst haben, dann kann das uns daran erinnern, dass es auch einen anderen Durst gibt – und dass Gott ihn für uns löschen will, nicht nur im Sommer.

Ellen Naß predigt am Sonntag in der Versöhnungskriche in Travemünde.

Ellen Naß predigt am Sonntag in der Versöhnungskriche in Travemünde.


Text-Nummer: 131271   Autor: red.   vom 29.06.2019 10.45

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