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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 18. Juli 2019






Mittelkürzung: Migranten-Forum kritisiert Lübecker AfD scharf

Die Lübecker AfD äußerte sich in der Vergangenheit wiederholt zum Themenkomplex Migration und machte zuletzt ihre Position zur Mittelkürzung für Integrationsmassnahmen klar. Dieses Aussagen will das Forum für Migrantinnen und Migranten in der Hansestadt Lübeck so nicht stehen lassen. Das Forum wurde im Jahr 2007 gegründet und ist eine außerhalb der Verwaltung der Hansestadt Lübeck geführte Interessenvertretung.

"Angesichts von sich anhäufenden migrationsfeindlichen Beiträgen und Kommentaren, unter anderem seitens der Fraktionsvertreter der AfD in Lübeck, müssen wir in Schleswig-Holstein viel mehr als weniger in Sachen Integration investieren", so Aslanidis, Vorsitzender des Vorstands des Forums für Migrantinnen und Migranten. "Dabei müssen wir weiterhin systematisch und differenziert vorgehen. Dazu gehört auch die politische Bildung."

Bei etwa 53.000 Menschen mit Migrationsgeschichte in der Hansestadt ergäben sich viele spezifische Handlungsfelder und viele Potenziale. "Spracherwerb ergänzt um Mehrsprachigkeit ist eines von ihnen", so Sonja Klüver, stellvertretende Vorsitzende des Vorstands. "Mehrsprachiges Aufwachsen stellt kein Handicap dar, sondern bedeutet eine Bereicherung für das Kind und die Gesellschaft. Bildungsgerechtigkeit kann deshalb unter anderem durch sprachsensiblen Unterricht und die Anerkennung von Mehrsprachigkeit gefördert werden. Es gibt in Lübeck hierfür bereits viele gute Ansätze, aber auch noch viel zu tun", führt sie weiter aus.

Vieles würde auch nicht mehr funktionieren, wenn Menschen mit Migrationshintergrund nicht mit ihren Fähigkeiten, Wissen und Zugängen in Betrieben eingesetzt wären, "beispielsweise würde mancher Krankenhausbetrieb zusammenbrechen" erläutert Spyridon Aslanidis. "Vielfalt, darunter Mehrsprachigkeit, muss auch in der Arbeitswelt gezielt eingesetzt werden. Wir setzen uns dafür ein, diese Ressourcen bewusst wahrzunehmen."

Der Vorstand des Forums stellt klar: "Wenn kommunale Mittel für das Forum, in Höhe von 1500 Euro jährlich, gegenüber Millionenausgaben von Kommune, Land und Bund in anderen Bereichen gestellt werden, ist dies ein Vergleich, der auf mehreren Ebenen hinkt." Gleiches gilt für die Summe der Integrationsmittel gegenüber dem Gesamthaushalt der Hansestadt Lübeck.

"Es ist nicht verantwortungsvoll, Sachverhalte politisch gegeneinander auszuspielen“, betont der zweite stellvertrende Vorsitzende des Vorstands, Aydin Candan. "Sachlich und nüchtern, sollte man sich über wichtige Themen zuerst schlaumachen, bevor man etwas in die Luft freilässt. Die Politik, die die AfD aktuell in Lübeck praktiziert, führt nicht zu einer friedvollen, solidarischen Gesellschaft. Im Gegenteil, solche Mitteilungen hetzen auf und führen zu Spannungen, die erst wieder aus dem Weg geschafft werden müssen, damit Integration gelingen kann" fügt er abschließend hinzu.

Der Vorstand des Forums für Migrantinnen und Migranten fordert ein systematisches und differenziertes Vorgehen. Archivbild: Forum f. M.

Der Vorstand des Forums für Migrantinnen und Migranten fordert ein systematisches und differenziertes Vorgehen. Archivbild: Forum f. M.


Text-Nummer: 131515   Autor: Vorstand Forum f. M./Red   vom 11.07.2019 10.35

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Kommentare zu diesem Text:

David Jenniches (eMail: david.jenniches@afd-luebeck.de) schrieb am 11.07.2019 um 12.52 Uhr:
Anmerkung:
1) Die Integrationsmittel werden vom Land um jährlich 900 TEUR gekürzt. Diesen Betrag will der Bürgermeister durch städtische Mittel ersetzen. Dann muss er für andere Dinge jedes Jahr 900 TEUR weniger ausgeben, egal wie groß der Gesamthaushalt der Hansestadt ist. Das ist eine Tatsache. Es ist Ausdruck politischer Verantwortung, klar und deutlich auf entweder-oder-Entscheidungen hinzuweisen. Das hat nichts mit Hetze zu tun.

2) Das Forum ist laut Angaben des Vorsitzenden Spyridon Aslanidis mit einer halben Stelle für die Geschäftsführung ausgestattet. Lt. Angaben im Produkthaushaltsplan der Hansestadt Lübeck Produkt 315002 Integration in der HL Ansatz 2019 S. 202f kostet diese halbe Stelle den Steuerzahler jährlich 34 TEUR Personalaufwand (309.500 EUR Personalaufwendungen / 4,5 Vollzeitstellen x 0,5). Das sind kommunale Mittel für das Forum, die der Vorstand des Forums im obigen Artikel nicht erwähnt. Die Zahl der Lübecker Vereine, denen der Steuerzahler die Geschäftsführung bezahlt, dürfte eher überschaubar sein. Es ist legitim, zu fragen, ob das Forum diese finanzielle Privilegierung überhaupt verdient. Auch das gehört zu einer solidarischen, friedlichen Gesellschaft.

3) Im gleichen Produkthaushaltsplan plant die Stadtverwaltung allein für 2020 und 2021 mit jährlich 600 neuen Schutzsuchenden, also 1200 Personen. Hinzu kommt der potentielle Familiennachzug. Wenn die Integration ohnehin klemmt und weniger Geld dafür da ist, dann ist es eine politische Selbstverständlichkeit, hierauf hinzuweisen und die Möglichkeit eines Zuzugsstopps zu bedenken. Auch und gerade, um vorhandene Integrationserfolge nicht zu gefährden.

Die AfD ist in Lübeck nicht gewählt worden, um den etablierten politischen Gruppen und ihren Vorfeldorganisationen zu gefallen. Wir werden auch weiterhin unseren Wählerauftrag erfüllen, dem Interesse aller Bürger, wie wir es verstehen, zu dienen. Wir lassen uns durch gute Argumente gern in der Sache eines Besseren belehren. Inhaltsleere Unterstellungen verbitten wir uns.

David Jenniches, Vorsitzender AfD Fraktion HL

Frauke Hansen (eMail: fraukehansen@airpost.net) schrieb am 11.07.2019 um 15.03 Uhr:
An David Jenniches: Ach lieber Herr Jenniches, kommen Sie uns doch hier nicht mit harten Fakten und Zahlen. Wenn Sie behaupten, dass die Ampelfarbe, die uns zum Halten bringt „Rot“ ist, kommt der Rest um die Ecke und beschließt, dass es „Blau“ ist. Selbst aus 1+1=2 wird noch 3 als Ergebnis. Lassen Sie doch lieber Lübeck sehenden Auges ins offene Messer rennen, dann bleibt Ihnen wenigsten ein gepflegtes „Habe ich doch gesagt!“ Abgerechnet wird immer zum Schluß. Das geht sogar mit einem Zettel, den man alle paar Jahre in einen Schlitz steckt.

Hardin Tenger schrieb am 11.07.2019 um 16.05 Uhr:
@ Frauke Hansen
Sorry Frau Hansen, völliger breitschanauziger Unsinn was Sie hier anbringen.
Etwas Erklärendes oder Widerspruch ist Ihrer unqualifizierten Antwort nicht zu entnehmen.
Und wenn der Herr Jenniches Realitäten aufzeigt, dann hat er eben Recht. Wenn nicht, dann bitte begründen Sie das in sinngerechter Form.
Nebenbei, Sie sollten jetzt nicht versuchen mich in die politisch "Rechte Ecke" zu pöbeln.
Da ist NIX mit "RECHTS oder LINKS oder-oder". klaro ?

Spyridon Aslanidis schrieb am 11.07.2019 um 16.35 Uhr:
In Zeiten, in denen sogar der AfD- Bundesvorstand befürchtet, dass die AfD in Schleswig-Holstein von Rechtsextremisten unterwandert werden könne (*), müssen wir auch in Lübeck viel mehr als weniger in Sachen Integration investieren. Dabei ist das Forum sehr realistisch, dazu gehört auch die politische Bildung. Hierzu wären zwei Stellen zzgl. Sachmittel gut investiert, um zB. mit Schulen Projekte gegen Rechtsextremismus & Rassismus und pro Vielfalt & Teilhabe in Lübeck umzusetzen. Das Dürfte auch einer nicht etablierten Partei nachvollziehbar sein. Ausgenommen die Lübecker AfD steht zur NPD.

Ob etablierte oder nicht etablierte Partei: Bananen, Äpfel, Erdbeeren, Oliven und Avocados in einen Topf zu werfen, das ist weder seriös noch verantwortungsvoll. Die Lübecker AfD versucht die Vielfalt in der Arbeitswelt gegen die Sprachförderung in den Schulen auszuspielen. Des Weiteren, die Integrationsmaßnahmen gegen die Instandhaltung von Brücken und Straßen. Daher hat es was mit Hetze und Volksverdummung zu tun, wenn man (AfD) die Sachverhalte gegenüberstellt, die nicht gegenüberstehen. Und ja, auch in der Politik werden Prioritäten gesetzt, etablierte Partei wissen es. Dafür gibt es auch den "Wählerauftrag".

Ob etablierte oder nicht etablierte Partei: mit Stellen sind Personalkosten verbunden, davon kann man schon ausgehen (mindestens wenn ich es öffentlich ausspreche, gehe ich davon aus). Aber auch wenn zB. gesagt wird, es werden 5 Mio. für die Sanierung der Brücke YX investiert, sind die Kosten der Verwaltung (welche das ganze betreut) nicht inkludiert. Daher, wenn wir sagen, wir haben zB. mit fast 300 Euro den Diversity Tag durchgeführt, sind nicht die Personalkosten (anteilig) drinnen.

Ob etablierte oder nicht etablierte Partei: Wählerauftrag haben immer alle in der Lübecker Bürgerschaft (BüHL). Das FORUM ist auf Basis eines Beschlusses der BüHL gegründet worden und nicht der NSDAP. Wenn das FORUM als eine „Vorfeldorganisation“ bezeichnet wird, dann zeigt das, wie die AfD denkt und ist (und was sie vorhat). Apropos: wie viele Vereine kennt die Lübecker AfD, welche die Interessen von ca. 53.000 Menschen in Lübeck zu vertreten haben? Bitte eine Liste mit den ersten 10 an unsere bekannte Adresse zukommen lassen. Daher, wenn die AfD unsere Demokratie nicht anerkennt, dann sollte die AfD ihre eigene Legitimation nicht mit ihr begründen.

Last but not least:
Auch die AfD in Lübeck, nicht nur die Bundespartei, sollte sich Sorgen um Frau von Sayn-Wittgenstein und Herrn Björn Höcke machen, anstatt Wählerstimmen im rechtsaußen Rand fischen zu gehen und den Zusammenhalt der Gesellschaft zu torpedieren, nur um ein paar Stimmen mehr zu erhalten. Wir sind die Stimme, das Organ, welches sich für die Interessen der Menschen mit Migrationsgeschichte in der Hansestadt Lübeck einsetzt. Diese gehören längst zu Lübeck, zum Wirtschaftsstandort, zum Gesundheitswesen, zur Kunstszene, bringen sich hier ein und bereichern die Stadt. Mehrsprachigkeit und Vielfalt sind kein Handicap!

Die AfD und politisch verwandte Gruppierung motivieren uns,

uns für eine friedvolle und vielseitige Gesellschaft einzustehen und Sprachrohr für mehr 53.000 Menschen in Lübeck zu sein.


S. Aslanidis,
Vorstandsvorsitzender
Forum für Migrantinnen und Migranten


(*) Schreiben des Parteivorstands an das AfD-Bundesschiedsgericht. Im Fokus des Schreibens ist: die AfD-Landeschefin SH, Doris von Sayn-Wittgenstein. Sie sprach u.a. von: „polnischer und russischer Verwaltung stehenden deutschen Ostgebieten“. Diese Auffassung, es gäbe noch anzugliedernde oder fremdverwaltete deutsche Ostgebiete, werde im politischen Raum heute noch von der NPD geteilt, sowie von den „Reichsbürgern“.

Frauke Hansen (eMail: fraukehansen@airpost.net) schrieb am 11.07.2019 um 16.57 Uhr:
An Hardin Tenger: Sorry! Ironie nicht verstanden? Da habe ich wohl Ihren Intellekt leicht überflogen. Nochmal für einfach gestrickte Leser: Egal was die AfD veröffentlicht, auch wenn es 1000 Mal stimmt, wird verteufelt und/oder schlecht geredet. Jetzt verstanden? Bilder kann man hier ja leider nicht malen.

Hardin Tenger schrieb am 11.07.2019 um 17.50 Uhr:
OK Herr S. Aslanidis, "very long letter", aber verständliche Erklärung.
Da Sie die Thematik "Asylanten & Co." stark verinnertlich haben, ja scheinbar sogar ausleben, halte ich mich mit meinem "Halbwissen" zurück.
Noch eine Frage: Warum entwickelt sich der Wähler-Trend in Richtung "Rechts" so extrem ?
Was bitte sind die Gründe ? Die liegen doch nicht in Lübeck !
Unzufriedenheit mit einer implodierenden GroKO ?
Renten/> 100% Steueranteil, Minirenten, Soli, Mieten, Arbeitsplatz/niedrigst Löhner oder die Summe Alters-Ruhegeld gegen Kostenfaktor pro Asylant, oder-oder-oder.
Warum kommen fast ausschließlich junge schwarze Afrikaner über`s Mittelmeer Richtung Deutschland ?
Warum so arg wenige Frauen/Mütter mit Kindern ?
Wenn die GroKo nur noch verbrannte Erde hinterlässt, dann bitte wundern Sie sich nicht über den (teils sehr ungerechten) Widerstand gegen das schwächste Glied, die Asylanten.
Wem hab`ich da jetzt wieder auf die Füße getreten ?

Hardin Tenger schrieb am 11.07.2019 um 20.19 Uhr:
@ Frauke Hansen
.... Ironie ? (...) !!

David Jenniches (eMail: david.jenniches@afd-luebeck.de) schrieb am 11.07.2019 um 20.25 Uhr:
Schlusswort AfD Fraktion:

1)Jeden Euro Steuergeld kann man nur ein einziges Mal ausgeben. Man muss sich deshalb entscheiden, ob man diesen Euro ausgibt für (vor)schulische Sprachförderung oder für Veranstaltungen zu Diversity am Arbeitsplatz oder für Straßensanierung. Es ist einem demokratischen Rechtsstaat völlig in Ordnung, hier unterschiedliche Meinungen über die beste Entscheidung zu haben und davon öffentlich zu sprechen. Vernünftige Leute können vernünftige Differenzen haben. Eine andere Meinung ist kein Mangel an Intelligenz, Charakter oder Bildung und kein Beweis für Rassismus. Und sie muss auch nicht durch als „politische Bildung“ bemäntelte Umerziehung korrigiert werden.

2)Jede Stunde Arbeitszeit einer Verwaltungskraft man nur ein einziges Mal aufbringen. Man muss sich deshalb entscheiden, ob man diese Stunde investiert z.B. in die Geschäftsführung des Forums für Migranten, die Bearbeitung von Bewerbungen für dringend benötigte Mitarbeiter oder die Büroadministration für überlastete Bauplaner. Auch hier muss man sich entscheiden. Und zu dieser Entscheidung gilt natürlich das gleiche wie zu 1)

3)Das Forum erhebt den Anspruch, 53.000 Menschen (also nicht alle Lübecker) zu vertreten. Ob es diesem Anspruch tatsächlich gerecht wird, ist eine interessante Frage. Die AfD Fraktion wird sich hierzu bei der Überarbeitung des Lübecker Integrationskonzeptes ein eigenes Bild machen. Und dazu werden wir selbstverständlich auch mit den Vertretern des Forums sprechen.

4)Der Begriff Vorfeldorganisation ist ein üblicher politischer Begriff. Davon kann sich jedermann mit einer Google-Suche überzeugen. Die AfD Fraktion betrachtet das Forum nicht als Vorfeldorganisation einer Partei. Die Besetzung des Vorstands und Rats mit Vertretern verschiedener Parteien wie Herrn Candan (SPD, Bürgerschaftsmitglied), Herrn Aslanidis (Grüne, z.B. Bundestagskandidat 2013) [1] und Frau Wolter (CDU, Bürgerschaftsmitglied) spricht dagegen. Eine bessere Arbeitshypothese scheint zu sein, dass das Forum eine Lobbyvertretung von Gruppen ist, die aus sog. Integrationsförderung Geld und politisches Kapital schlagen wollen. Dafür spräche, wenn es dem Forum gar nicht um die Integration einzelner Migranten, nach AfD Verständnis also deren Aufgehen in der deutschen Mehrheitsgesellschaft, sondern um den Erwerb von Privilegien für Gruppen ginge, z.B. durch Migrantenquoten in der Verwaltung. Wie es sich tatsächlich verhält, wird die AfD Fraktion ergebnisoffen auch mit Forumsvertretern selbst erörtern. Außerdem erkennen wir an, dass das Forum viele Mitwirkende hat, die auch unterschiedliche Ziele bei der Arbeit des Forums verfolgen können. Da werden sicher auch achtbare, ehrenwerte Ziele dabei sein.

5)Bürgerschaftsbeschlüsse können aufgehoben werden, z.B. um eine durch Beschluss errichtete Institution wieder aufzulösen, wenn diese sich nicht bewährt hat.

[1] https://www.gruene-luebeck.de/newssingle/article/eine_stellungnahme_des_gruenen_bundestagskandidaten_spiridon_aslanidis/

Herzog schrieb am 12.07.2019 um 09.45 Uhr:
Integration von Migranten in Lübeck gescheitert?
Wenn man in Moisling an einer Gesamtschule bzw. Grundschule in den dritten Klassen mehr als 10.000€ pro Jahr von privaten Förderern zur GEWALTPRÄVENTION einsetzen muss, ist bei der Migration (~80% Anteil) etwas gewaltig schief gelaufen.
Was will das Forum in Zukunft besser machen?

Rudolf Steiner schrieb am 12.07.2019 um 10.30 Uhr:
Vielen Dank für ihren Beitrag,Herr Jenniches,mal wieder klar und deutlich,ohne rumgeschwurbel!

Herr Herzog,ihre Frage kann ich direkt beantworten:

Hier soll was gesund gebeten werden,was nicht gesund zu beten ist....

Christian Blix schrieb am 12.07.2019 um 12.14 Uhr:
...es ist einfach nur noch unglaublich für welche fragwürdigen "Foren" horrende Steuermittel zum Fenster hinausgeworfen werden.Vielen Dank an die AfD, dass sie nach und nach diese Geldverschwendung aufdeckt!

Spyridon Aslanidis schrieb am 12.07.2019 um 13.15 Uhr:
Ob etablierte oder nicht etablierte Partei, wer im Politischen Bereich tätig ist, ist politisch tätig.

...Das ist zwar keine große Weisheit aber macht einen großen Unterschied, ob jemand zB. eine Fraktion vertritt oder zB. bei einer Buchführung arbeitet.

Gut ist, vorher sich zu informieren: ich haben mit der Wahl in den Vorstand des Forums mein Parteibuch bei den GRÜNEN abgegeben, so wie ich bei meiner öfftl. Nominierung und vor meiner Wahl auf der Forumswahlversammlung erklärte (das ist ca. 5 Jahre her). Trotzdem schön, wenn mein quasi Abschiedswort vom 2013 heute noch so aktuell ist(*).

Ja, die Politik kann auch das Grundgesetz ändern, sie kann auch „Gleichschaltung“ beschließen: Sollte es eine Mehrheit in der BüHL geben, das Forum abzuschaffen, würde Lübeck ganz andere Probleme haben als ohne das Forum klar zu kommen.

Es freut uns, dass auch die Lübecker AfD jetzt verstanden hat, dass ihr Bezug mit „etablierten politischen Gruppen und ihren Vorfeldorganisationen“ (in ihrem ersten Kommentar) aufs Forum fehl am Platz war: Wieso denkt aber die Lübecker AfD so? Die Nazis haben Organisationen in ihre NS-Verbände eingegliedert. Weder die GRÜNEN, noch die CDU oder die SPD haben dies mit dem Forum gemacht.

Das nach der „AfD-Gesinnung“ kein Euro für Integration auszugeben ist, überrascht uns nicht. Ebenso nicht, dass der seit jeher vorhandene wirtschaftliche Nutzen der Migration bewusst ignoriert wird.

Die Kommunalwahl 2018 hat gezeigt, dass die Lübecker AfD ca. 5% der Wählerstimmen bekommen hat (das sind ca. 3.000 Wählerstimmen), also die Lübecker AfD vertritt nicht wirklich die Lübeckerinnen und Lübecker.

Und klar, die Politik sollte Daten, Zahlen, Fakten wahrnehmen. Und, es gibt auch das Beteiligungs- Controlling. Nur, das reicht nicht, es geht um was Andere: Es sind die politische Einstellung, die politische Einschätzung und die politischen Ziele, welche am Ende maßgebend sind.

...Deswegen haben wir in Deutschland auch … „Die Politik“, sonst würden es ja ein „Beamten-Apparat“ alles regeln und entscheiden. Übrigens, es ist auch in den Betrieben so: Der Aufsichtsrat, Der Vorstand, Die Geschäftsführung schätzen ein und treffen Entscheidung, nicht die Buchführung (oder das Controlling).

Daher,.. um auch die Lübecker AfD richtig einschätzen zu können (wer, wann und warum was sagt, was wird kombiniert, um welchen Eindruck zu generieren etc.):

1. Steht die Lübecker AfD zu Ihrer Landeschefin (Doris von Sayn-Wittgenstein) oder nicht?

2. Distanzieren sich die Lübecker AfD von der Identitären Bewegung oder nicht?

3. Findet die Lübecker AfD Björn Höcke toll? Ist er ein Vorbild für die Lübecker AfD?

4. Trauert die Lübecker AfD den „guten alten Zeiten“ der NSDAP nach?

5. Hat die Lübecker AfD Kontakte, Verbindungen o.ä. zum …„Nordkreuz“?

6. Soll „alle Jahre mal wieder“ jemand wie Walter Lübcke ermordet werden?

7. Soll Deutschland die „unter polnischer und russischer Verwaltung stehenden deutschen Ostgebieten“… „zurückerobern“? Durch einen Dritten Weltkrieg? (Anm.: Dabei sollte Mann nicht vergessen, dass Lübeck ursprünglich ….Liubice genannt wurde)

Diese Fragen sind (a) nicht sekundär und (b) innerhalb der AfD nicht eindeutig geklärt (um es hanseatisch zu formulieren).

Last but not least:

1. Das FORUM ist eine Interessenvertretung. Was so alles das Forum zu tun hat, steht in seinen öfftl. Richtlinien drinnen, dabei ist das Integrationskonzept sein wichtigster Schwerpunkt. Beides sollte Mann mal durchlesen.

2. Wer denkt, dass es bei uns um Privilegien für bestimmte Gruppen geht, der hat etwas Grundlegendes nicht verstanden: Es geht um Chancengerechtigkeit, Abbau von Defiziten, gleichberechtigte Teilhabe in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, Zugänge zu ermöglichen und und und... Es geht darum, Benachteiligung zu erkennen und Mechanismen zu entwickelt, dieser entgegen zu wirken, um einen gesamtgesellschaftlichen Nutzen daraus zu ziehen. Ja, „Integration“ ist keine Brille, die gibt es eben nicht zum Nulltarif.

Der Vorstand des Forums ist gegen homophonen, menschenverachtenden, rassistischen oder extremistischen Gruppen. Die AfD und politisch verwandte Gruppierung motivieren uns,

uns für eine friedvolle und vielseitige Gesellschaft einzustehen und Sprachrohr für mehr 53.000 Menschen in Lübeck zu sein.


S. Aslanidis,
Vorstandsvorsitzender
Forum für Migrantinnen und Migranten


(*) Von der Lübecker AfD drauf hingewiesen:

https://www.gruene-luebeck.de/newssingle/article/eine_stellungnahme_des_gruenen_bundestagskandidaten_spiridon_aslanidis/

Rudolf Steiner schrieb am 12.07.2019 um 13.37 Uhr:
Bei solchen Äusserungen wie durch herrn aslanadis,wundert es nicht,daß die AfD sogut wie keine Werbung braucht das erledigt sich von selbst.Die ständigen Diffamierungen durch ewiges und immer gleiches Ges..... ala "Nazikeule" machen die Sache nur noch runder.Da kann man nur noch vielen Dank sagen....


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