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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Freitag,
der 23. August 2019






Lübeck:

Uraufführung zum Silberjubiläum der Sommeroperette

Ungewöhnliche Ideen wurden zum 25jährigen Bestehen der Lübecker Sommeroperette realisiert. Nach langen Vorgesprächen schrieb der Lübecker Komponist Michael Töpel für Michael P. Schulz eine "Komödie mit Musik". Ein "deutsches Singspiel" hätte Wolfgang Amadeus Mozart vielleicht gesagt, denn schon er hat sich mit dem Stoff beschäftigt. Im Jugendstilsaal des Johanneums erlebte "Der Diener zweier Herren" erfolgreich seine Uraufführung.

Mehrere Stiftungen und Kulturinstitutionen halfen bei der Finanzierung. Dem neuen Werk zugrunde liegt die gleichnamige Komödie des Italieners Carlo Goldoni aus dem Jahre 1745. Michael Töpel schrieb ein eigenes Libretto, instrumentierte für ein kleines Ensemble. Klaus Meyers, Kirchenmusikdirektor im Ruhestand, leitete die Gruppe aus Streichern (Jan Baruschke, Angelika Zastrow-Kelm, Hilla Krüger, Paulina Babelek, Tomasz Cerbe), Flöte (Doris Geller), Klarinette (Alexander Russanow), Klavier (Annette Töpel) und Schlagwerk (Frederik Papulski).

Goldonis und Töpels Komödie leben vom Spaß, von Verwechslungen, von der fast tollkühnen Idee eines Tausendsassas, der teils aus Not, teils aus Aberwitz gleich zwei Arbeitsverhältnisse eingeht. Da er nicht lesen kann – anno 1745 gab es keinen Schulunterricht für die unteren Schichten – verwechselt Diener Truffaldino Botschaften, Briefe, Bilder, stiftet heillose Verwirrung, treibt Liebende fast zum Selbstmord.

Michael P. Schulz hat eine sehr gut austarierte Inszenierung aufs Podium gebracht. Manche Szene spielt vor dem Hintergrund der Piazza San Marco in Venedig. Urlaubserinnerungen werden wach. Sarah Schneider ließ sich für ihr Ballett – vier Damen, zwei Herren – zur Ouvertüre und den Zwischenaktmusiken viel Schönes einfallen.


Er spielt oft die Hauptrolle, Truffaldino, der Diener zweier Herren. Foto: L. Sommeroperette.

Natürlich ist die Musik von heute. Michael Töpel aber ist nicht darauf aus, sein Publikum zu schocken oder zu überfordern. Die Klänge bleiben der Tonalität verhaftet, erfreuen durch zahlreiche Rhythmuswechsel. Da durfte Klaus Meyers auch mal einen Dreiertakt dirigieren, und ein Mozart-Zitat bringt Musikfreunde zum Schmunzeln. Gute Stimmen und überzeugende schauspielerische Leistungen sind weitere Pluspunkte der Aufführung.

"Was bin ich doch für ein Teufelskerl!" ruft Truffaldino, der Doppel(ver)diener gegen Ende des Stückes. Ja, das ist Johannes Pietruska, der mit seiner Zofe (Jana Thomas) ein stimmlich und darstellerisch tolles Paar abgibt. Natürlich können sich auch die Herrschaften hören und sehen lassen: Vater Pantalone (Simon Rudoff), der in Schwierigkeiten kommt, weil er seine Tochter gleich zweimal als Braut versprochen hat. Das will sich Advokat Lombardi (Tom Kessler) als Schwiegervater in spe nicht gefallen lassen.

Durch glückliche Fügung kriegen die Kinder sich doch, die reizende Clarice (Sonja Pitsker) und ihr treuer Silvio (Stefan Schmitz). Eine besondere Rolle spielt Juliia Tarasova, die über längere Zeit als ihr eigener Bruder auftritt. Und Joscha Blatzheim als verzweifelter Lover braucht sich auch nicht umzubringen, weil Teufelskerl Truffaldino ja fast ungewollt alles wieder hinbekommt.

Immer wieder gab es Beifall fürs Ballett. Britta Hadeler, Sarah Schneider, Antje Tolkmitt, Clara Volk, Guido Breidenbach und Kay Bretschneider holten aus einer Wunderkiste zum Auftakt ihre Kostüme hervor und hatten auch das Outfit für die Herrschaften in Händen. Munter ging es zu. So bereitet modernes Musiktheater Vergnügen.

Weitere Aufführungen im Johanneum sind am 25. Juli (18 Uhr), am 27. Juli (14.30 Uhr), am 31. Juli (19.30 Uhr) sowie am 2. und 3. August jeweils 19.30 Uhr.

Mit großem Ensemble wird die musikalische Komödie auf die Bühme gebracht. Foto Lübecker Sommeroperette.

Mit großem Ensemble wird die musikalische Komödie auf die Bühme gebracht. Foto Lübecker Sommeroperette.


Text-Nummer: 131721   Autor: TD   vom 22.07.2019 08.52

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