Please enable JavaScript!
Bitte aktiviere JavaScript!
S'il vous plaît activer JavaScript!
Por favor,activa el JavaScript!
antiblock.org

Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Freitag,
der 23. August 2019






Lübeck:

Stiftung Naturschutz übernimmt Wildtier-Monitoring an Autobahnen

Grünbrücken sind sichere Wege für Tiere und Pflanzen und vernetzen als Knotenpunkte ihre Lebensräume rund um die Autobahnen im echten Norden: Für die A 21, die A 24 und die A 20 übernimmt künftig die "Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein" das gesetzlich vorgeschriebene, bislang aber weitgehend ehrenamtlich organisierte Wildtiermonitoring an Grünbrücken und Wildunterführungen.

Dazu übergab Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz am Montag, dem 22. Juli, zusammen mit dem Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH), Torsten Conradt, einen Förderbescheid über 222.000 Euro an Stiftungs-Geschäftsführer Dr. Walter Hemmerling und dessen Projektleiter Dr. Björn Schulz.

In Schleswig-Holstein gibt es momentan Autobahn-Grünbrücken bei Brokenlande und Clashorn (A 7), Strukdorf (A 20), Kiebitzholm (A 21) und Segrahn (A 24) sowie zahlreiche größere Wildtier-Tunnel oder kleinere Durchlässe. Neben einer bereits eingewachsenen Unterführung bei Stolpe entstehen im Kreis Plön im Zuge des Ausbaus der B 404 zur A 21 zudem Querungstunnel bei Nettelsee und Warnau.

"Nur eine lückenlose und professionelle Kontrolle der Querungen stellt sicher, dass die bislang nachgewiesene hohe Wirksamkeit unserer Grünbrücken und Durchlässe für die Vernetzung von Tier- und Pflanzenlebensräumen auch dauerhaft erhalten bleibt", sagte Buchholz. Da das ehrenamtliche Monitoring mittlerweile aber das Zeitbudget vieler Beteiligter und Helfer überschreite, sei es an der Zeit, die Aufgabe durch finanzielle wie fachliche Hilfe – auch für die Zukunft abzusichern. In einem ersten Schritt übernehme die Stiftung Naturschutz das Monitoring für die Bauwerke in der Obhut des LBV.SH, später sollen auch die Grünbrücken an der A 7 folgen, die im Verantwortungsbereich der Projektgesellschaft DEGES liegen.

"Wir müssen sicherstellen, dass die Grünbrücken ihre Funktion für alle heimischen Arten erfüllen – vom majestätischen Rothirsch bis hin zum flugunfähigen Heidegrashüpfer, kurzum: vom Wildtier bis zum Winzling", erklärte Hemmerling. Zwischen der A 7 und der A 21- im Herzen Schleswig-Holsteins - haben Straßenbau, Stiftung Naturschutz und zahlreiche Landeigentümer seit 2013 eine funktionierende Biotopvernetzung geschaffen.

"Am Beispiel der Grünbrücke Kiebitzholm bei Bad Segeberg haben wir viel gelernt, auch durch das wissenschaftliche Monitoring der Christian Albrechts Universität. Heute breiten sich sogar seltene und bedrohte Arten über Autobahnen hinweg wieder aus", freute sich Schulz und Hemmerling ergänzte: "Der Ausbau der Straßen ist wichtig, aber wir müssen gleichzeitig auch am Ausbau einer grünen Infrastruktur festhalten. Nur wenn wir die Biotope der Tiere und Pflanzen miteinander vernetzen, die genau wie wir in Schleswig-Holstein zu Hause sind, können wir die Artenvielfalt erhalten."

LBV.SH-Chef Conradt erinnert sich noch sehr gut an die Zeit, als die Grünbrücke Kiebitzholm vom LBV.SH errichtet wurde: "Dafür wurden wir heftig in den Medien gescholten. Letztlich ist unser Beitrag für die Biodiversität aber mehr als belohnt worden. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir diese erfolgreiche Projektarbeit jetzt beim Monitoring aller Grünbrücken und Tierunterführungen in Schleswig-Holstein im Sinne des Naturschutzes und der Verkehrssicherheit erfolgreich fortsetzen können."

Auch Buchholz ist überzeugt: "Mit dem neuen Monitoringkonzept sind wir auf dem richtigen Weg. Die Vielfaltsexperten der Stiftung werden mit ihren Partnern zukünftig die Querungshilfen genau unter die Lupe nehmen und Wildtiere fotografieren, aber auch Reptilien suchen, Insekten bestimmen und Pflanzen zählen." Zugleich appellierte er mit Blick auf zahlreiche ungebetene Besucher in und auf den Wildtier-Querungen: "Wir hoffen sehr, dass die Neugier der Menschen bald ein Ende hat und die Brücke zukünftig der Natur vorbehalten bleibt", sagte Buchholz mit Verweis auf die bisherigen Fotofallenbilder, "die oft mehr Menschen als Tiere zeigen".

Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz übergab am Montag einen Förderbescheid über 222.000 Euro. Archivfoto: JW.

Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz übergab am Montag einen Förderbescheid über 222.000 Euro. Archivfoto: JW.


Text-Nummer: 131735   Autor: Wirtschaftsministerium    vom 22.07.2019 14.05

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über Kontaktformular

Text ausdrucken. +++ Text ohne Bilder ausdrucken.


HL-live.de Flohmarkt

Nachrichten:
Polizei & Feuerwehr
Stadtgeschehen
Politik
Kultur & Theater
Wirtschaft
Sport
Veranstaltungskalender

Service:
Flohmarkt
Wetter
Notdienste
Stadtplan
Archiv
RSS und App
Newsletter

Werbung

Kontakt:
Meldung schicken
Veranstaltungs-Tipp
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz








Zur Ansicht für Mobiltelefone wechseln.