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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Mittwoch,
der 23. Oktober 2019






Lübeck:

SHMF: Zum Sundowner ins Radisson Blu Senator Hotel

Kein musikalischer Begriff, sondern das Stichwort "Sundowner" stand am Freitagabend über einem Konzert des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF). Das Getränk zum Sonnenuntergang sollten die Besucher des Radisson Blu Senator Hotels in den Foyers oder auch an der Wasserseite davor bei Sinti-Swing von Giovanni Weiss und seinen Freunden erleben. Jazz vom Feinsten wurde geboten. Das Glas zum Anstoßen gab es zur Begrüßung dazu.

Giovanni Weiss, geboren 1980 in Hamburg, stammt aus einer Familie, der die Musik seit Generationen quasi im Blut liegt. Vorfahren und Verwandte haben Gipsy-Jazzgeschichte geschrieben. Giovanni Weiss fand zu seinem Instrument über eine alte Schallplatte des legendären Gitarristen George Benson, die er auf dem Dachboden fand. Giovanni übte auf seiner Gitarre solange, bis er die gehörten Titel auswendig spielen konnte.

Sein professionelles Handwerkszeug holte sich Giovanni Weiss unter anderem an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg; auch mit Hilfe eines Stipendiums. Die CDs, die er 2013 und 2015 veröffentlichte, wurden mit Preisen ausgezeichnet, Giovanni selbst als "bester Instrumentalist national Gitarre" geehrt. Zum Auftritt in Lübeck kam er mit neuer Besetzung. Nach wie vor nennt er seine Gruppe "Django Deluxe", um an ein weiteres Vorbild, Django Reinhardt, zu erinnern. Von ihm stammten mehrere Titel im Radisson.

Faszinierend und verblüffend ist es immer wieder, dem Gitarrenspiel von Giovanni Weiss zuzuhören und zuzusehen. Seine Finger wirbeln über die Saiten, denen er glutvolle Melodien entlockt. Dabei bleibt er völlig natürlich, spielt ohne Stargehabe. Die Melodieteile wurden immer wieder von Trompeter Jan Kaiser übernommen, variiert, improvisiert oder zum Solo ausgebaut. Auch Pianist Buggy Braune wurde zum Melodieträger. Axel Burckhardt am Bass und Tobias Backhaus am Schlagzeug bildeten ein gutes Fundament, bekamen ebenfalls Gelegenheit, sich mit Soli zu beweisen. Immer wieder rauschte Beifall auf.

Die Zuhörer füllten beide Etagen des Foyers. Längst nicht alle fanden Sitzplätze. Aber das erzeugt eine besonders dichte Jazzclub-Atmosphäre. Wem es bei aufkommendem Wind nicht zu kühl wurde, konnte die Musik bei geöffneten Türen auch mit Blick auf die Marienkirche im Freien genießen. Von 21 bis 23 Uhr dauerte die musikalische Reise in Sachen Sinti-Jazz.

Natürlich konnte man sich weiter über die Musik unterhalten. Übrigens spielt Giovanni Weiss die gleiche Gitarre wie sein einstiges Vorbild George Benson, eine Gibson L-5. Das ist so etwas wie eine Stradivari oder eine Guarneri für klassische Geiger; natürlich längst nicht so alt. Das Modell wird seit 1923 gebaut.

Giovanni Weiss (Bildmitte) tritt in unterschiedlichen Besetzungen auf. Foto: SHMF, Niculai Constantinescu

Giovanni Weiss (Bildmitte) tritt in unterschiedlichen Besetzungen auf. Foto: SHMF, Niculai Constantinescu


Text-Nummer: 131850   Autor: TD   vom 27.07.2019 09.32

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