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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 17. Oktober 2019






Lübeck:

Stadtwald warnt: Keine Milliarden versenken!

Zwei trockene Sommer: Viele Waldbesitzer fordern jetzt Steuergeld, um ihre Wälder aufzuräumen. Knut Sturm, Bereichsleiter des Lübecker Stadtwaldes, warnt vor einer gigantischen Verschwendung von Steuergeldern. Ein natürlicher Mischwald wie in Lübeck kommt auch mit Klimaänderungen zurecht.



Seit 1994 wird der 4600 Hektar große Stadtwald naturnah bewirtschaftet. Viel totes Holz bleibt im Wald liegen, die Samen der Bäume sorgen für Nachwuchs, der an der jeweiligen Stelle geeignet ist. "Unsere Eschen leben alle", sagt Knut Sturm zu den Meldungen eines großen Sterbens dieser Baumart. Und die Mischung aus zehn Arten, überwiegend Laubbäumen, macht das Ökosystem nicht nur stabil, sondern es erhöht auch den Ertrag. In den meistern Wäldern nimmt die Dicke einer Eiche um zwei bis drei Millimeter pro Jahr zu, in Lübeck sind es fünf bis sechs Millimeter. Und je dicker ein Baum ist, je mehr Geld bringt er. Mit einer einzigen großen Eiche hat der Stadtwald über 20.000 Euro verdient.

Der Rat von Knut Sturm an die Waldbesitzer: "Kein Geld in den Wald stecken!" Auch das "Aufräumen" sei sinnlos. Vor einigen Jahren sei eine Monokultur mit Nadelbäumen durch Käfer zerstört worden. Die Bäume blieben stehen. Inzwischen bildet sich dort ein Mischwald.

Der einzige Nachteil des Lübecker Konzeptes: Es wird weniger Holz geerntet. Im Bundesschnitt werden 9,4 Kubikmeter Holz pro Hektar geerntet, in Lübeck sind es 3,7 Kubikmeter. Dafür sind die großen Bäume wesentlich wertvoller.

Mit einem 60.000 Euro teuren Laserscanner wird der Stadtwald genau vermessen. Holzzuwachs und CO2-Speicherung sind höher als in anderen Wäldern. Fotos: JW

Mit einem 60.000 Euro teuren Laserscanner wird der Stadtwald genau vermessen. Holzzuwachs und CO2-Speicherung sind höher als in anderen Wäldern. Fotos: JW


Text-Nummer: 132038   Autor: VG   vom 05.08.2019 17.14

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