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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Freitag,
der 18. Oktober 2019






Schleswig-Holstein:

LKA hat jetzt eine Schuh-Datenbank

Spuren sind für die Aufklärung von Straftaten enorm wichtig, sind sie doch oftmals der einzige Beweis dafür, dass zumindest der Schuh eines Verdächtigen am Tatort war. Oft sind es nur Fragmente mit Kringeln, Quadraten oder Zickzacklinien, hinterlassen auf Böden unterschiedlichster Beschaffenheit. Dann ist der Sachverstand der Spurensicherer am Tatort und der Experten des Kriminaltechnischen Instituts (KTI) im Landeskriminalamt Schleswig-Holstein gefragt.

Für den Sohlenvergleich greifen diese seit kurzem auf eine neue, deutlich erweiterte Referenzdatenbank zurück. Die vom KTI erworbene Datenbank ist mit rund 28.000 Schuhmodellen eine der bundesweit größten Sammlungen dieser Art. Sie wird vom LKA Niedersachsen, das die Datenbank ebenfalls nutzt, ständig erweitert.

Es gibt verschiedene Methoden, Schuhspuren zu sichern - vom Folienabzug über Abformung bis hin zur Fotografie. Da die späteren Untersuchungsergebnisse abhängig sind von der Qualität und Quantität der Spuren, ist eine professionelle Sicherung besonders wichtig. In Schleswig-Holstein landen anschließend viele dieser gesicherten Spuren bei den Kriminaltechnikern des LKA 422. Pro Jahr bearbeiten sie zwischen 1200 und 1500 Untersuchungsanträge mit bis zu 4500 Asservaten. Etwa drei Viertel davon sind Schuhspuren. Die restlichen Asservate sind in der Regel Schuhe, die bei tatverdächtigen Personen sichergestellt wurden und zu Vergleichsuntersuchungen ins LKA geschickt werden.

Die Sachverständigen vergleichen zunächst die Musterelemente der am Tatort gesicherten Schuhspuren mit der Referenzmustersammlung, indem sie verschiedene wählbare Grundmuster und eventuelle Besonderheiten eingeben - eine kniffelige Detailarbeit, für die sie die Sohle richtig "lesen" müssen. Es gilt, Marke, Modell oder Plagiate zu identifizieren. Die Fotos in der Datenbank zeigen jeweils eine Abbildung der Sohle und des kompletten Schuhs. Vom Laufschuh über Gummistiefel bis zum Arbeitsschuh ist alles dabei - 28.000 handelsübliche Schuhmodelle.

Gibt es einen Treffer, also ein passendes Referenzmuster, informieren die Schuhspur-Forensiker die Dienstelle, die den Fall bearbeitet.

Sie erstellen außerdem eine Tatortliste, die alle Tatorte in Schleswig-Holstein auflistet, an denen das gleiche Grundmuster gesichert worden ist. Im Idealfall finden sie sogar Besonderheiten, die nur zum Schuh des Täters passen. Und auch bei Durchsuchungen kann das Referenzmuster hilfreich sein, indem es die Ermittler vor Ort auf die richtige Fährte führt.

Das LKA hat jetzt eine Datenbank mit 26.000 Schuhabdrücken. Foto: Karl Erhard Vögele

Das LKA hat jetzt eine Datenbank mit 26.000 Schuhabdrücken. Foto: Karl Erhard Vögele


Text-Nummer: 132069   Autor: LKA SH   vom 07.08.2019 13.15

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