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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 22. August 2019






Lübeck:

NDR-Doku: Stockelsdorfer wird vom Vorzeigekind zum Extremisten

Am Dienstag, dem 13. August, zeigt der NDR von 23.25 bis 00.10 Uhr die Dokumentation "Gegen den Hass", die sich mit dem Leben von Philip Schlaffer aus Lübeck-Stockelsdorf beschäftigt. Dieser wurde von einem Vorzeigekind einer Akademikerfamilie durch Rückschläge und Verluste in seiner Jugend zu einem Gewalttäter, Drogenhändler und Zuhälter.

Es ist die Geschichte eines Mannes, der zu einem der bekanntesten und gefährlichsten Extremisten ganz Deutschlands wurde. Er war Chef eines "Outlaw-Motorradclubs" Kopf einer rechtsextremen Kameradschaft, die für einen Mord verantwortlich ist und einer der erfolgreichsten Händler von verbotener, rechtsextremer Musik.

Als er zehn Jahre alt war, zog seine Familie nach Newcastle in England um, berufsbedingt. Dort wurde Philip Schlaffer als Nazi beschimpft, einfach weil er aus Deutschland kam. Damals wusste er noch nicht einmal, was genau ein Nazi ist. Und trotzdem: Er strengte sich an und schaffte es, sich in England zu integrieren und wieder zu dem guten Schüler und erfolgreichen Sportler wie in Lübeck zu werden.

Als er aber nach gut vier Jahren wieder zurück in die Hansestadt musste, hatte er die deutsche Sprache fast verlernt, seine Freunde hatten kein Interesse mehr an ihm und die Schule schaffte er kaum. Dieser weitere Bruch in seinem Leben führte dazu, dass er sich schließlich zweifelhafte Freunde suchte.

Lübeck, Hamburg, Wismar und Berlin wurden die kriminellen Stationen des heute 40-Jährigen. Er baute einen der ersten rechtsextremen Onlineshops für verbotene Musik auf, gründete die Kameradschaft Werwölfe Wismar und wurde am Ende Chef des gewalttätigen Rockerclubs Schwarze Schar Wismar. Höhepunkt seiner kriminellen Karriere war ein Mord, für den sich später mehrere seiner Anhänger verantworten mussten. Mehr als 30 Hausdurchsuchungen fanden in den knapp 20 Jahren seiner kriminellen Zeit bei Schlaffer statt, zweimal versuchte der Verfassungsschutz, ihn als V-Mann zu werben. Seine Häuser und Telefone waren verwanzt und wurden abgehört. Am Ende war es der Fahndungsdruck, der ihn dazu bewogen hat, aufzugeben und ein neues Leben beginnen zu wollen.

Während seiner zweijährigen Haft machte er eine Therapie und löste sich von der Szene. Heute arbeitet Schlaffer in der Prävention, gegen rechts. Er will Jugendlichen helfen, den Hass, den auch er früher viele Jahre jeden Tag gespürt hat, in den Griff zu bekommen.

Mehr als 30 Hausdurchsuchungen fanden in den knapp 20 Jahren seiner kriminellen Zeit bei Schlaffer statt.

Mehr als 30 Hausdurchsuchungen fanden in den knapp 20 Jahren seiner kriminellen Zeit bei Schlaffer statt.


Text-Nummer: 132207   Autor: NDR   vom 13.08.2019 12.47

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