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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Montag,
der 26. August 2019






Lübeck:

Englands renommiertestes Orchester beim SHMF

Eines der besten Orchester Europas, dazu ein Dirigent von Weltrang und die bei ihren Auftritten umjubelte Porträtkünstlerin des Schleswig-Holstein Musik Festivals (SHMF) – das Publikum in der MuK kam am Dienstag voll auf seine Kosten. Zu Gast waren das London Symphony Orchestra, Sir Simon Rattle am Dirigentenpult und als Solistin des Abends Janine Jansen. Das ergab zweieinhalb Stunden Musik auf höchstem Niveau.

Zum Auftakt brachten die Gäste aus Großbritannien einen musikalischen Spaß von Benjamin Britten mit. Seine Komposition aus dem Jahre 1945 hat den etwas umständlich klingenden Titel "The Young Person's Guide to the Orchestra". Aber er sagt genau, was den Konzerthörer erwartet, nämlich eine Einführung in die Klangvielfalt eines großen Orchesters. Britten wollte junge Menschen ans Orchester heranführen, und landauf, landab wird das Stück bei Jugendkonzerten erläutert und aufgeführt.

Ausgangspunkt ist ein Thema von Henry Purcell. Dieses Thema wandert dann in rund einem Dutzend Variationen durch alle Orchestergruppen, von der Piccoloflöte bis zum Fagott, von den Geigen bis zu den Kontrabässen, vom Horn bis zur Tuba, Harfe und Schlagwerk nicht zu vergessen. Das britische Orchester setzte das alles delikat und nuancenreich um.

Danach glänzte Janine Jansen als Solistin im e-Moll-Violinkonzert von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Glasklar und doch ohne jede Schärfe füllte der Ton ihrer Stradivari den Saal. Immer wieder warfen sich Orchester und Solistin die Bälle zu. Denn Simon Rattle begleitete nicht nur, er machte das Orchester zum echten Partner. Gern ging er ins Forte, wenn die Geige schwieg, trug sie andererseits beim einfühlsamen Miteinander wie auf Händen.

Nach der Pause stand die zweite Sinfonie von Johannes Brahms auf dem Programm. Manche Musikexegeten sehen in ihr so etwas wie des Meisters Pastorale. Sir Simon Rattle achtete zwar auch sorgfältig auf die Zartheit mancher Themen, ließ das riesige Orchester über weite Strecken in Melodien schwelgen, scheute sich aber auch nicht, mächtige Klanggemälde aufzubauen.

Im zweiten Satz arbeitete Rattle besonders viele Einzelheiten heraus. Aus dem Finale machte er stellenweise einen Triumph des Lebens, betonte dadurch die glücklichen Tage eines Sommeraufenthalts vom Jahre 1877 am Wörther See, wo Brahms diese Sinfonie vollendete. Janine Jansen hatte am Ende ihres Auftritts keine Zugabe gewährt. Rattle holte das mit dem Orchester nach. Er hängte den Slawischen Tanz Nr. 7 von Antonin Dvorak an, den das Orchester glänzend umsetzte. Der Beifall war nach allen Stücken riesig. Das London Symphony Orchestra tritt heute, Mittwoch, mit teilweise anderem Programm in der Holstenhalle von Neumünster auf.

Janine Jansen glänzte als Solistin im e-Moll-Violinkonzert von  Felix Mendelssohn-Bartholdy. Archivfoto: JW

Janine Jansen glänzte als Solistin im e-Moll-Violinkonzert von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Archivfoto: JW


Text-Nummer: 132227   Autor: TD   vom 14.08.2019 09.08

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