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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Freitag,
der 23. August 2019






Stormarn:

SHMF: Aus Lübecker Studenten wurden Welt-Meister

Es ist ausgesprochen spannend zu verfolgen, was aus ehemaligen Studenten der Musikhochschule Lübeck geworden ist. Zwar nicht in der Hansestadt, aber in der näheren Umgebung konnten aus Lübeck angereiste Musikfreunde das am Donnerstag bei einem Konzert des Pianisten Jacques Ammon und des Cellisten Eckart Runge erleben. Das Duo Runge und Ammon gestaltete einen überaus unterhaltsamen Abend in Bad Oldesloe.

Mit "Baroque Blues" war der Abend in der Peter-Paul Kirche überschrieben. In der Tat begegneten sich zwei musikalische Welten, die trotz des Grabens mehrerer Jahrhunderte verbindende Elemente aufweisen. Jacques Ammon und Eckart Runge kombinierten sie meistens im Doppelpack, stellten einem Barockmeister einen Komponisten des 20. oder 21. Jahrhunderts gegenüber.

Das begann mit einem Satz aus einer Gambensonate von Georg Friedrich Händel, gefolgt von einem Hit aus der Oper "Porgy and Bess" von George Gershwin. Natürlich musste dieses Stück, wie viele an diesem Abend, für die beiden Instrumente Cello und Klavier umgeschrieben werden. Bei Gershwin hört man Sänger. Hier sang das Cello "It Ain't Necessarily So". Christoph Willibald Glucks "Reigen seliger Geister" - ebenfalls eine Opernmelodie – wurde mit einem Zeitgenossen aus Frankreich gekoppelt. Biréli Lagrène, Jahrgang 1966, nannte seinen vom Gipsy-Jazz geprägten Schlager zur Heimat passend "Made in France". Geradezu edel klang Chick Corea, der sich bei dem gewählten Beispiel mit dem bekannten Thema aus "Concierto de Aranjuez" des Spaniers Joaquin Rodrigo auseinandergesetzt hat.

Von Spanien ging die musikalische Reise nach Südamerika, zu Astor Piazzolla. Der hat, wie Eckart Runge als Moderator erzählte, die Musik Johann Sebastian Bachs studiert. Mit Bach endete denn auch der erste Teil des Abends. Für Cello und Klavier bearbeitet, erklang aus dem Orgelbüchlein der Choral "Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ".

Bach durchzog den zweiten Teil des Programms. Die drei Sätze seiner zweiten Gambensonate (BWV 1029) wurden einzeln gespielt, gepaart mit Heitor Villa-Lobos und einem bei uns unbekannten Russen, der alle möglichen Stil- und Spielarten von Jazz und Pop in seine Stücke aufgenommen hat. Ammon und Runge haben Nikolai Kapustin in Moskau besucht. Ganz merkwürdig: Nach den Ausflügen zu Nikolai Kapustin klang der dritte Satz der Bach-Sonate besonders modern.

Astor Piazzolla setzte den Schlusspunkt, und zwar mit seiner rhythmisch äußerst prägnanten Haifischjagd, Originaltitel "Escualo". Natürlich erhielt das begeisterte Publikum Zugaben, noch einmal Piazzolla (Libertango) und Miles Davis (Blue in Green).

Eckart Runge und Jacques Ammon hatten Klassik und Jazz im Gepäck. Foto: SHMF/Nikolaj Lund

Eckart Runge und Jacques Ammon hatten Klassik und Jazz im Gepäck. Foto: SHMF/Nikolaj Lund


Text-Nummer: 132282   Autor: TD   vom 16.08.2019 09.14

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