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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonntag,
der 22. September 2019






Ostholstein:

Gustav Peter Wöhler: Flotte Sprüche, freche Songs

Behind Blue Eyes – Die 22-Jahre Jubiläumstour: So ist die derzeitige Tournee der Gustav Peter Wöhler Band überschrieben. Beim Schleswig-Holstein Musik Festival gastierte die Gruppe auf der Freilichtbühne in Eutin. Die Temperaturen waren noch angenehm, und so verbreiteten die vier Musiker mit Gustav Peter Wöhler als Frontman am Donnerstagabend schnell gute Laune und ein wohliges "Wir-Gefühl".

Sie waren noch nie in Eutin, verriet Festivalchef Christian Kuhnt und bat um einen Begrüßungsapplaus voller Eutiner Euphorie. "Wir kommen wieder", rief Wöhler dem Publikum zu. Er sprach sicher im Namen seiner Musiker Kai Fischer (Klavier), Olaf Casimir (Kontrabass) und Mirko Michalzik (Gitarren). Er sei sonst gern dicht beim Publikum, sagte Wöhler. Zwischen der Naturbühne und den Zuschauerrängen liegt hier der mit Planen verdeckte Orchestergraben. Man habe ihm gesagt, dass er die Abdeckung nicht betreten dürfe, dass die Musik jedoch den Graben spielend überbrücke.

So turnt er ein paar Stufen vom Podest seiner Mitstreiter nach unten, spielt auf die Gebrechen des Alters und seine Arthritis an. Die aber scheint er vergessen zu haben, wenn er zu den Songs oder zwischendurch hüpft, springt, tänzelt. Still steht er jedenfalls höchst selten. Man weiß bei ihm ohnehin kaum, wo er besser ist, als Sänger oder Conferencier. Mit flotten Sprüchen, mit einem Humor, bei dem er sich selber nicht schont, kommt er bestens an.

Mit einer einschmeichelnden Ballade aus den Siebzigern beginnt der Abend, mit "From the Morning" von Nick Drake. Zum Schmuse-Sound wippen etliche weibliche Fans beseligt mit. Dann bekennt Gustav Peter Wöhler, dass er gern Pastor geworden wäre und singt, frei nach Joan Osborne "One of us", seine beziehungsweise ihre Vorstellung von einem Gott, der wie "Einer von uns" anwesend wäre. Randy Newman und dessen Titel "Short People" gibt ihm Gelegenheit, zu konstatieren: "Ich bin nicht der Einzige unter Eins siebzig!"

Die Tour wird als Jubiläumstournee angekündigt. Man feiert das 22-jährige Bestehen der Band. Die 20 habe er verschwitzt, die 25 sei noch in weiter Ferne. Warum nicht 22? Das sei auch eine schöne Zahl, meint der 63-Jährige. Als Jugendlicher sei er Beatles-Fan gewesen und in Konflikte geraten, weil sein Vater ihm zu Weihnachten eine Platte von den Rolling Stones schenkte. Dazwischen lagen damals Welten, auch wenn Vater Wöhler feststellte: Lange Haare sind lange Haare.

Als er von seiner Herkunft erzählt, schüttelt es ihn. Bielefeld. Wenn die Stadt eine Image-Kampagne nötig habe, sei es nicht mehr sein Heimatort. Nun komme er aus Herford. Die Eltern hatten dort eine Kneipe. Auch in Köln scheint er gewesen zu sein. Auf Kölsch kündigt er "These Days" an, einen Hit des amerikanischen Singers und Songwriters Jackson Browne.

Der Stones-Song "Mothers little Helpers" wird schon aus der Abteilung "Rentnerbands" angesagt. Begab die stressgeplagte Mutter sich schon vor einem halben Jahrhundert per Pille ins Reich der Träume? Auch das wird eine Überleitung, zum deutschen Erfolg "Nur geträumt". Natürlich erhält er für seine launigen Zwischentexte immer wieder Applaus auf offener Szene. Aber auch seine exzellenten Instrumentalisten bekommen Gelegenheit zu kleinen Soli und dürfen sich separat verbeugen.

Behind Blue Eyes. Ob Gustav Peter Wöhler wirklich blaue Augen hat, kann das Publikum auf die Entfernung nicht sehen. Aber vielleicht meint der Titel auch gar nicht die Farbe Blau. Das in vielen englischsprachigen Songs angebetete Baby Blue ist oft eine traurige Geschichte. Aber traurig, nein, das passt nicht zu dem sich zweieinhalb Stunden unermüdlich abstrampelnden kleinen rundlichen Herrn mit dem Mikrofon in der Hand. Am Freitag gastiert das Ensemble in Rendsburg-Büdelsdorf.

Die Gustav Peter Wöhler Band gastierte in Eutin. Foto: SHMF, Irene Zandel

Die Gustav Peter Wöhler Band gastierte in Eutin. Foto: SHMF, Irene Zandel


Text-Nummer: 132558   Autor: TD   vom 30.08.2019 10.22

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