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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Dienstag,
der 17. September 2019






Lübeck:

Glänzender Einstand des neuen Lübecker GMD

Das hat es lange nicht mehr gegeben. Vor der MuK standen die Menschen am Sonntagmittag Schlange an der Tageskasse. Offenbar waren sie neugierig auf das erste Sinfoniekonzert mit Lübecks neuem Generalmusikdirektor und hatten sich kurz entschlossen auf den Weg gemacht. Der aus Österreich stammende Stefan Vladar eröffnete die Saison mit ein Großwerk, der zweiten Sinfonie von Gustav Mahler. Es wurde ein glänzender Einstand.

Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 2, die sogenannten Auferstehungs-Sinfonie, ist ein gewaltiges Werk von eineinhalb Stunden Dauer. Nicht nur ein groß besetztes Orchester wird benötigt. Hinzu kommen Gesangssolisten und der Chor. Mahler schrieb die Sinfonie in den Jahren 1888 bis 1894. Die Uraufführung leitete er selbst im Dezember 1895 in Berlin. Von ihm selber stammen einige Hinweise zu den fünf Sätzen, aus denen das Werk besteht.

Danach ist der erste, besonders lange Satz die Totenfeier nach dem Verlust eines geliebten Menschen. Der Kampf um Leben und Tod, der Kampf gegen die Angst und das Schicksal bestimmen das musikalische Geschehen. Zumindest kann man es so deuten.

Stefan Vladar wählte zügige Tempi, veranstaltete ein Gipfelstürmen, das jedoch immer wieder von lyrischen Seitengedanken unterbrochen wurde. Großartig gelangen den hochkonzentriert mitgehenden Lübecker Philharmonikern gerade diese Wechsel zwischen aufgeregten Orchesterfluten und sensiblen, im zweiten Satz auch durchaus heiteren Gedanken.

Packend wurde die Auseinandersetzung mit Sterben und Auferstehen im Schlusssatz, in den auch der große Chor einstimmte. Eine Hundertschaft von Sängerinnen und Sängern war hierfür aufgeboten. Den Theaterchor verstärkte nicht nur der Extrachor, sondern auch der Carl Philipp Emanuel Bach-Chor aus Hamburg. Beeindruckend waren die Leistungen der Solistinnen, zunächst der schön fließende Mezzo von Laura Mayer. Die Sopranistin Evmorfia Metaxaki setzte dem Chor mit strahlender Stimme die Krone auf.

Am Schluss Jubel und Bravorufe für die Mitwirkenden und ihren neuen Chef Stefan Vladar. Der Beifall galt zu großen Teilen auch dem Orchester, das in allen Stimmen hervorragend musizierte. Wie üblich wird das Konzert zweimal gegeben. Am Montag um 19.30 Uhr wird wieder in den Konzertsaal der MuK eingeladen. Wer eine Karte an der Abendkasse erstehen möchte, sollte genügend Zeit einkalkulieren. Das Sonntagskonzert wurde vom NDR aufgezeichnet. Es soll am 31. Oktober auf NDR Kultur gesendet werden.

Stefan Vladar gab am Sonntag seinen Einstand in der MuK. Foto: Olaf Malzahn

Stefan Vladar gab am Sonntag seinen Einstand in der MuK. Foto: Olaf Malzahn


Text-Nummer: 132767   Autor: TD   vom 08.09.2019 17.16

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