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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Dienstag,
der 22. Oktober 2019






Lübeck:

La Sylphide, ein Ballett für Auge, Ohr und Herz

Endlich wieder richtiges Ballett, sagte nach der Premiere am Sonnabend im Großen Haus des Lübecker Theaters eine begeisterte Dame. Für etliche Vorstellungen kommt das Kieler Ballett nach Lübeck. Zu erleben ist "La Sylphide", und zwar in einer Choreographie, die auf die Uraufführung im Jahre 1836 in Kopenhagen zurückgeht. Der Ballettchef des dortigen Tivoli Theaters, Peter Bo Bendixen, ist nach Kiel gekommen, um die alte Version auf Hochglanz zu polieren.



"La Sylphide" ist ein altes Handlungsballett, das anno 1836 vom Dänen August Bournonville zur Musik seines Landsmannes Hermann Lövenskiold geschaffen wurde. Eine mustergültige Choreographie mit damals neuen Ausdrucksmitteln wie dem Spitzentanz. Dass sich eine Einstudierung über die Jahrhunderte hält, ist schon eine Seltenheit.

Das Ballett erzählt eine bittersüße, traurig-tragische Liebesgeschichte. Es soll Hochzeit gefeiert werden. James heißt der Bräutigam, Effy die Braut. James hat eine Erscheinung. Halb träumend, halb wachend sieht eine zauberhafte Sylphide, ein engelgleiches Feenwesen, in das er sich auf der Stelle verliebt. Aber sie lässt sich nicht halten, entwindet sich seinem Zugriff.

Die Realität holt den Träumer ein. Die Hochzeitsgäste sind eingetroffen. Effy hat sich für James entschieden, obwohl ein zweiter junger Edelmann, Gurn, um sie geworben hat. Für den Freund tritt Gurn zurück. Während der Hochzeitstänze erscheint immer wieder die lockende Sylphide. Nur James kann sie sehen. Er folgt ihr, verlässt Braut und Familie. In einem Wald sehen sie sich wieder, wo gleich acht weitere Sylphiden tanzen.

Die alte Madge mischt sich ein. Da James sie schlecht behandelt, sinnt sie auf Rache. James kann seine Sylphide nicht erobern, auch nicht mit dem Zaubertuch der Hexe Madge. Als James der Angebeteten aus der Feenwelt das Tuch überwirft, stirbt sie, wird von den Schwestern zu Grabe getragen.

Das Kieler Ballett bietet viel für Auge, Ohr und Herz. Prächtig anzusehen ist schon das Bühnenbild von Heiko Mönnich. Für den ersten Akt baute er einen rustikalen Rittersaal mit Kamin, hohen gotischen Fenstern und seitlicher Treppe zum Obergeschoss. Der zweite Akt beginnt mit einer Szene in der Hexenküche. Sie verschwindet in der Tiefe und gibt den Blick frei für den romantischen Wald.

Dass wir uns in Schottland befinden, zeigen von Anfang an die Kostüme. In allen möglichen Farben und Mustern werden Schottenröcke, die Kilts, vorgeführt. Die Röcke der Mädchen sind aus dem gleichen Stoff. In schönen Bildern wird die Geschichte erzählt. Immer wieder begeistern die eleganten Damen, fröhliche Kinder, sprungkräftige Burschen.

Im zweiten Bild gibt es viele romantische Szenen im Feenwald. Aus manchem Solo der Sylphide oder des James wird ein Pas de deux. Die Hauptpartien sind mehrfach besetzt. In der Lübecker Premiere tanzten Emma Francesca Lucibello die Sylphide, Didar Sarsembayev den James. Hannah Sofo war die Braut, Jean Marc Cordero der glückliche Gurn, Christopher Carduck die agile Madge.

Die musikalische Leitung hatte Jan-Michael Krüger. Schon die Ouvertüre zeigte, was die Besucher erwartete: Wuchtige Schläge deuteten die Dramatik an, romantische Melodiebögen sangen von Liebe, fröhliche Tanztakte verströmten Lebensfreude. Es gab rauschenden Beifall, viele Bravos. Blumensträuße wurden auf die Bühne geworfen. Die nächsten Vorstellungen sind am 6. und 19. Oktober.

In Lübeck gab es für die Inszenierung rauschenden Beifall. Fotos: Olaf Struck

In Lübeck gab es für die Inszenierung rauschenden Beifall. Fotos: Olaf Struck


Text-Nummer: 133118   Autor: TD   vom 22.09.2019 12.46

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