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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Freitag,
der 18. Oktober 2019






Lübeck:

Ehrenamt in Not: Lübecker Linke hofft auf Ministerpräsidenten

"Die Linke" Lübeck beklagt die geplante Beendigung der Fördergelder für ehrenamtliches Engagement. In Lübeck ist das Projekt ePunkt, eine Koordinierungsstelle für das Ehrenamt von der Schließung bedroht. Seit zehn Jahren gehört der Verein fest zur Engagementlandschaft in Lübeck. Menschen, die gerne ehrenamtlich tätig werden möchten, können sich hier kostenlos und unverbindlich über die vielzähligen Möglichkeiten des Ehrenamtes beraten lassen.

Katjana Zunft, Lübecker Bürgerschaftsabgeordnete der Linken schrieb den Ministerpräsidenten von Schleswig Holstein, Daniel Günther diesbezüglich in einen offenen Brief. "Ich habe Herrn Günther als einen offenherzigen Menschen erlebt, der das Engagement seiner Bürgerinnen und Bürger kennt und als einen wichtigen Teil des gesellschaftlichen Lebens wirklich wertschätzt. Auch deshalb verstehe ich nicht, warum gerade hier gespart werden soll. Es handelt sich bei diesem Projekt nicht einfach nur um eine Unterstützung der Ehrenamtlichen, sondern um die Koordinierung eines unabhängigen Ehrenamtes und macht es zudem noch effizienter. Diese Sparmaßnahme würde das Ehrenamt in Lübeck verringern", so Katjana Zunft, Vorsitzende der Lübecker Linken.

Dieses Projekt gibt es schon seit 10 Jahren und hat sich als fester Bestandteil des Lübecker Ehrenamtes etabliert. Durch die Gelder der Landesregierung konnte der ePunkt sein Engagement ausweiten und professionell durch hauptamtliche Mitarbeiter eine unabhängige und trägerlose Vermittlung von Ehrenamtlichen schaffen. Diese Ehrenamtsvermittlung gehe weit über die Flüchtlingshilfe hinaus und sei in fast jedem gesellschaftlichen Thema präsent.

Es gehe um Hilfen für Frauenhäuser, Senioren, Sport, Ökologie, Trauerbegleitung, Lübecker Tafel, Bastelgruppen, Resohilfe und vieles mehr. "Der ePunkt muss gerettet werden", fordert Katjana Zunft. "In der Bürgerschaft haben wir einen Antrag eingebracht, der fordert, dass die Stadt Lübeck die Kosten übernimmt. Ich habe allerdings nur wenig Hoffnung, dass die Groko sich erweichen lassen wird. Aber vielleicht können wir wenigstens bewirken, dass Verhandlungen mit dem Land geführt werden. Ein Weg, der eine gemeinsame Finanzierung von Stadt, Land und Dritten zur Grundlage hätte, wäre auch denkbar. Ohne die Unterstützung des Ministerpräsidenten gelingt es allerdings nicht. Ich hoffe mit dem Brief eine Tür geöffnet zu haben", so Katjana Zunft abschließend.

Katjana Zunft, Lübecker Bürgerschaftsabgeordnete der Linken, appelliert an den Ministerpräsidenten Daniel Günther in einem offenen Brief.

Katjana Zunft, Lübecker Bürgerschaftsabgeordnete der Linken, appelliert an den Ministerpräsidenten Daniel Günther in einem offenen Brief.


Text-Nummer: 133139   Autor: Linke/Red.   vom 23.09.2019 12.20

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