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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Freitag,
der 6. Dezember 2019






Lübeck:

Weißer Ring: Freispruch für Detlef H.

Am Donnerstag wurde das Urteil gegen Detlef H., dem ehemaligen Leiter des Weißen Rings in Lübeck, gefällt. Das Amtsgericht sprach ihn frei. Jetzt geht es in die nächste Runde: Die Staatsanwaltschaft kündigte gleich nach dem Urteil an, in Berufung zu gehen.

In dem dreimonatigen Prozess war es immer wieder um Glaubwürdigkeit gegangen. Nachdem eine Reihe von Vorwürfen in der Öffentlichkeit bekannt wurden, leitete die Staatsanwaltschaft einen Verfahren gegen Detlef H. ein. Er soll in seiner Funktion als Opferbetreuer immer wieder "sexuell übergriffig", so die Staatsanwaltschaft, geworden sein. Ein Fall kam zur Anklage. Detlef H. soll eine "exhibitionistische Handlung" vollzogen haben.

Das Gericht hat an insgesamt neun Hauptverhandlungstagen 16 Zeugen und eine Sachverständige vernommen. Nach Durchführung der Beweisaufnahme hat das Gericht den Tatvorwurf als nicht für erwiesen erachtet und den Angeklagten daher aus tatsächlichen Gründen freigesprochen. Zur Überzeugung des Gerichts verblieben nach Vernehmung der Zeugen und der Sachverständigen vernünftige und "nicht nur fernliegende Zweifel" an der Täterschaft des Angeklagten.

Von der Vertreterin der Staatsanwaltschaft war eine Freiheitsstrafe von drei Monaten beantragt worden, die zur Bewährung ausgesetzt werden könne. Der Vertreter der Nebenklägerin hatte sich diesem Antrag angeschlossen. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.

Hier können Sie Interview mit Dr. Ulla Hingst, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, hören:

Und hier mit Verteidiger Oliver Dedow:

Und so kommentiert der ehemalige Leitende Oberstaatsanwalt Heinrich Wille den Prozess:


Gerichtssprecher Dr. Oliver Moosmann: "Das Gericht hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Es hat am Ende einer aufwändigen Beweisaufnahme nach dem fundamentalen Rechtsstaatsprinzip 'Im Zweifel für den Angeklagten' entschieden. Ein Angeklagter darf danach nicht verurteilt werden, sondern ist freizusprechen, wenn vernünftige Zweifel an seiner Schuld hinsichtlich des ihm gemachten Tatvorwurfs verbleiben. Das war hier der Fall. Dass ein Tatvorwurf auch bei Ausschöpfung aller Beweismittel gelegentlich nicht zweifelsfrei aufgeklärt werden kann, ist sicherlich unbefriedigend, aber nicht zu ändern. Auch eine Richterin kann schließlich nicht in die Köpfe der Beteiligten blicken."

Die Staatsanwaltschaft hat eine Berufung angekündigt. Dann wird vor dem Landgericht verhandelt.

Auch die Hauptzeugin kam zur Urteilsverkündung. Foto/O-Töne: Harald Denckmann

Auch die Hauptzeugin kam zur Urteilsverkündung. Foto/O-Töne: Harald Denckmann



Hier hören Sie den Originalton:  

Text-Nummer: 133243   Autor: AG/red.   vom 26.09.2019 14.36

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