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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 17. Oktober 2019






Lübeck - Travemünde:

Menschenkette gegen Bebauung des Kohlenhofs

Die Bürgerinitiative für Nachhaltigkeit in Travemünde und Priwall (BIN) ruft alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, am Samstag, 12. Oktober, um 16 Uhr bei der Aktion Menschenkette mitzumachen. "Mit vielen gemeinsam wollen wir uns um den Wald am Kohlenhof stellen, um ein Zeichen für Natur- und Klimaschutz zu setzen", so Ulrike Westphal von der BIN.

"Der Bau eines Hotels und mehrerer Betonklötze, genannt Strandvillen, am Kohlenhof ist nach wie vor Teil der Planungen des Investors Sven Hollesen", so die Bürgerinitiative. Derzeit befindet sich die Unterschutzstellung des nördlichen Priwalls im Verfahren bei der Stadtverwaltung. Die Befürchtung der BI ist, dass nur Teile des landschaftsprägenden Küstenwalds unter Schutz gestellt werden, jedoch nicht der gesamte Baumbestand, so dass Kommunalpolitik zumindest einer Teilbebauung zustimmen könnte.

"Mit Priwall Waterfront hat der Investor bereits einen massiven Eingriff in die natürliche Landschaft am Passathafen vorgenommen. Über 200 hundert Bäume wurden für den Bau der Betonklötze gefällt", so Katja Mentz, Mitglied der BIN. "Inzwischen lehnt ein großer Teil der Bevölkerung die weiteren Pläne des Investors ab. In Zeiten der Klimakrise mit zunehmendem Hochwasser, Starkregen und Stürmen ist der Erhalt und Schutz des Küstenwalds existenziell wichtig."

Dies bestätige auch ein Fachgutachten, das im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde. Aufgrund der erfolgten Verdichtung der Bebauung, des damit einhergehenden Verlustes bisher unverbauter Küstenabschnitte sei es bereits zu einer Beeinträchtigung der bisherigen Qualität des Landschaftsbildes und damit der Erholungseignung gekommen. "Steigende Tourismuszahlen bedeuten eine zunehmende Vermüllung der Landschaft, die Störung von Wildtieren durch Erholungssuchende und ein wesentlich höheres Verkehrsaufkommen", so die BI.

"Deshalb", so Jörg Lambrecht, Mitglied der BIN und Vorsitzender der Naturfreunde Lübeck e.V., "ist es höchste Zeit, die weiteren Bebauungspläne und die Ausweitung des Massentourismus zu stoppen!"

"Am Samstag, 12. Oktober, wollen wir der Kommunalpolitik deutlich machen, dass wir den Küstenwald erhalten und schützen müssen und keine weitere Bebauung verträglich mit den Klimazielen ist. Es reicht nicht, neue Bäume für den Klimaschutz zu pflanzen. Denn diese werden erst in 20 bis 30 Jahren ihre Wirkung entfalten. Wir müssen uns vor allem heute für den Schutz und die Pflege des bestehenden Baumbestands einsetzen", so die BIN. "Deshalb kommt alle, Jung und Alt am Samstag um 16 Uhr zum Priwall Fährplatz und macht mit bei der Menschenkette! Die Aktion findet bei jedem Wetter statt - auch bei Regen."

Die Bürgerinitiative ruft zu einer Menschenkette gegen die weitere Bebauung des Priwalls auf. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv

Die Bürgerinitiative ruft zu einer Menschenkette gegen die weitere Bebauung des Priwalls auf. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv


Text-Nummer: 133461   Autor: BIN   vom 07.10.2019 12.10

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Kommentare zu diesem Text:

Dirk Schulz schrieb am 07.10.2019 um 13.36 Uhr:
Diese Salami-Taktik ist unsäglich. Die Parten sollen hierzu eindeutige Beschlüsse fassen, es reicht, der Hollesen macht nur schnell Kasse und läuft dann weiter zum nächsten Immobilienkonzept... Architektonische ist der neue Priwall eine Pleite, in 20 Jahren sieht alles nicht mehr schön aus... da hat Lübeck eine Riesenchance vertan... es muss endlich mal benannt werden, wer die Unterstützer in Politik und Wirtschaft sind und (...)....

Karl Uljanov schrieb am 07.10.2019 um 19.40 Uhr:
Es wäre fehlerhaft die Aktionen der BIN als minderheitspolitische Lästigkeit abzutun. In Travemünde ist das Image der lokalen MdBüs von CDU und FDP wegen der „Kohlenhof-Causa“ stark angeschlagen!Der letzte „Liberale Stammtisch“ wurde auch von treuen Teilnehmern kaum mehr besucht. Manche gingen anstatt zum gleichzeitigen Treffen der BIN.Auch der zwanghafte Versuch der „Prieur-Gärtnerei“ wird als plakative Heuchelei empfunden.Nun mag man auf die kürzlich statt gehabte Versammlung und Umfrage zum Thema „Tourismus“ verweisen, bei der angeblich nur ein Drittel der Travemünder sich gegen eine weitere Expansion des Tourismus/„overtourismus“ ausgesprochen haben.Doch wer wurde befragt, und wer nahm an der Veranstaltung teil?Es darf bezweifelt werden, dass diese Statistik einer kritischen Prüfung standhält.Nur mal so: der Eigentümer von Mietferienwohnungen, der in der Saison Leerstand hat, wird selbstverständlich sagen, dass die touristischen Kapazitäten Travemündes noch nicht ausgeschöpft sind!

Peter Schöttler schrieb am 08.10.2019 um 02.10 Uhr:
Karl Uljanov schreibt:
"Es wäre fehlerhaft die Aktionen der BIN als minderheitspolitische Lästigkeit abzutun."
Tja, Herr Uljanov; genau mit ihrer Behauptung haben Sie diese "minderheitspolitische Lästigkeit" als solche enttarnt.

Rainer Müller schrieb am 08.10.2019 um 15.46 Uhr:
@Peter Schöttler
wenn eine zu einer kommunalen Wahl lediglich 34,3 % der Bürger*innen beteiligen, dann wird Lübeck sind die Bürgerschaftsmitglieder lediglich durch eine Minderheit der Bürger*innen an die Macht gekommen. Von 1/3 aller Wahlberechtigten in Lübeck haben die Parteien dann auch nur maximal ein Drittel Stimmen bekommen.

Die Hansestadt Lübeck wird also auch durch eine minderheitspolitische Lästigkeit vertreten, wie sie es auszudrücken pflegen.

Wenn sich also die Wahlberechtigten nicht mehr durch Parteien vertreten fühlen und für die Durchsetzung ihrer Interessen Bürgerinitiativen gründen, damit sie eine Stimme haben, die auch gehört wird, dann ist das keine minderpolitische Lästigkeit sondern ein demokratisches Recht.

Wenn es in Travemünde keinen Ortsrat von der Gemeinde anerkannten gibt, dieser aber trotzdem tagt und auch Beschlüsse fasst, die auch veröffentlicht werden, dann ist es völlig legitim, dass sich die Bewohner des Priwall, die sich ansonsten politisch nicht vertreten fühlen, zu einer Bürgerinitiative zusammen schließen.

Dass der Priwall derzeit im Stile des Betonzeitalters bebaut wird, ist meiner Meinung nach von einer politischen Minderheitsregierung so beschlossen worden. Die CDU sammelt Geld für Baumpflanzungen. Hier stehen Bäume, die nicht abgeholzt werden müssen. Dafür muss nicht einmal Geld in die Hand genommen werden.

B.David schrieb am 11.10.2019 um 12.40 Uhr:
In der Ortsratssitzung am 9.10.19 haben sich die lübschen Vertreter der CDU und FDP Fraktionen klar für die Bebauung,sofern eine Verordnung über das LSG das zulässt,ausgesprochen.Die SPD zierte sich(kein Hotel und keine Ferienwohnungen im LSG,..aber..Wohnungen im Bereich außerhalb des LSG eventuell.Und bitte,immer dran Denken,es gibt eine GROKo,und beide Parteien wollen je 2 Senatorenposten behalten bzw.erhalten.Deshalb ein klares Signal an Verwaltung und Bürgerschaft..keinerlei Bebauung im gesamten Bereich des Kohlenhofes...am 12.10.Flagge zeigen..Mitmachen bei der Menschenkette.


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