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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Dienstag,
der 22. Oktober 2019






Lübeck:

Die Niederdeutschen feiern: 100 Jahre und kein bisschen leise

Ihr hundertjähriges Bestehen feiert die Niederdeutsche Bühne Lübeck mit einer musikalischen Revue. "Wi sünd wedder wer – vun Petticoat un Weertschopswunner" heißt der musikalische Spaß, den Philip Lüsebrink nicht nur erdachte, sondern in den Kammerspielen selber einstudierte. Bei der Premiere am Dienstag ging das Publikum begeistert mit, sang auch mal die eine oder andere Zeile. Mitklatschen und Applaus nach jedem Song waren ohnehin angesagt.

Der Untertitel des ersten Stückes der Spielzeit 2019/20 sagt aus, worum es geht, um "eine niederdeutsche Musikrevue der 1950er Jahre". Viele Zuschauer kannten die Lieder, hatten sie selbst schon bei ihrer Entstehung mitgesungen. Vorgetragen wurden sie oft von allen 20 Mitwirkenden, und immer wieder kam die Choreografie gut an, die Bestandteil der Show war.

Den Mittelpunkt des Bühnenbildes bildete ein überdimensionierter TV-Bildschirm. Wie bei einem Puppentheater hatte der sogar einen Vorhang, der sich für die Akteure, später für die Ansagerinnen öffnete. Da wurde dann eine frühe Kochshow präsentiert, in der erklärt wurde, wie man einen Toast Hawaii zubereitet. Robert Lembkes Ratespiel "Was bin ich" erlebte eine Neuauflage, und die Werbesprüche von damals kommen einem heute banal vor. Aber so war die Zeit.

Anhand von Schlagern lässt sich Zeitgeschichte schreiben. Die Revue der Niederdeutschen tat dies nicht, spielte aber mit dem Karnevalshit von 1949 darauf an: "Wir sind die Eingeborenen von Trizonesien". Trizonesien, das war der Westen Deutschlands, geteilt in eine amerikanische, eine britische, eine französische Zone. Angesichts des anbrechenden Baubooms sang man kurz darauf "Wer soll das bezahlen?" und fand die Antwort "Wir versaufen unser Oma ihr klein Häuschen..."

Auf die Fress- und Wohnwelle folgte die Reisewelle. Hier fuhren die Niederdeutschen und ihr Publikum nach Italien, träumten mit den Caprifischern oder in Paris von der Liebe. Mit Augenzwinkern wurden die Titel umgesetzt. Selbst Gestik und Mimik stimmten und immer wieder auch die Requisiten. Frau Antje kam mit holländischem Käse so groß wie ein Wagenrad, und in Italien feierten die Gäste den Gelati-Verkäufer.

Nicht selten wurde mehrstimmig gesungen, oder in geteilten Gruppen. Gegen Ende rockte das Publikum mit Peter Kraus oder schmachtete mit Elvis: "Love me tender...". Mancher erinnerte sich an den Theodor im Fußballtor. Oder an Friedel Hensch und ihren Seufzer: Egon, ich hab ja nur aus Liebe zu dir ein Glas zuviel getrunken.

Zuviel wurde es dem Publikum keinesfalls, und nach dem "La Le Lu, nur der Mann im Mond schaut zu" mochte noch niemand aufbrechen. Herrlich war die Tanzstunde bei Nelli, die den Herren erstmal Manieren beibrachte. Das Publikum war jedenfalls voll dabei. Weitere Vorstellungen in den Kammerspielen sind am 10. 13. und 15. Oktober um 20.00 Uhr sowie am 11. Dezember. Zwischendurch gibt die Niederdeutsche Bühne Gastspiele in mehreren Stadtteilen.

Mit einer Revue über die 50er Jahre eröffnete die Niederdeutsche Bühne das Jubiläumsjahr. Foto Niederdeutsche Bühne

Mit einer Revue über die 50er Jahre eröffnete die Niederdeutsche Bühne das Jubiläumsjahr. Foto Niederdeutsche Bühne


Text-Nummer: 133514   Autor: AE   vom 09.10.2019 10.06

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