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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 17. Oktober 2019






Lübeck:

Lindenau: Mahnung gegen Gewalt und Ausgrenzung

Ein schwerbewaffneter Mann hat am Mittwoch in Halle (Saale) versucht, in die Synagoge einzudringen und dort unter Dutzenden Gläubigen ein Blutbad anzurichten. Der Versuch scheiterte, woraufhin er vor der Synagoge und danach in einem nahen Döner-Imbiss zwei Menschen erschoss und mindestens zwei weitere verletzte. Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau drückt in einem persönlichen Schreiben an seinen Amtskollegen Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand seine Anteilnahme aus.

Lübecks Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer und Bürgermeister Jan Lindenau erklären gemeinsam:

(")Unendlich betroffen und zutiefst entsetzt haben wir die Nachricht über den Anschlag auf die Synagoge der Jüdischen Gemeinde zu Halle (Saale) verfolgt. Grenzenlose Trauer und Fassungslosigkeit bewegen uns angesichts dieser unvorstellbaren Vorkommnisse, dem Angriff des schwerbewaffneten Täters auf die Synagoge und die daraufhin vom Täter auf offener Straße abgegebenen und teils tödlichen Schüsse.

Es ist uns ein tiefes und inniges Bedürfnis, vor allem den Familien der Opfer, aber auch den Bürgerinnen und den Bürgern der Stadt Halle unsere tief empfundene persönliche Anteilnahme und unser aufrichtiges Mitgefühl – auch im Namen der Lübeckerinnen und Lübecker – auszusprechen.

Dieses abscheuliche Verbrechen führt uns auf schreckliche Weise vor Augen, wozu Hass und Intoleranz fähig sind. Es mahnt uns, gegen Gewalt und Diskriminierung, gegen Antisemitismus und Ausgrenzung einzutreten und alles in unserer Macht stehende zu tun, um die Grundwerte der Demokratie zu bewahren und für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft einzustehen. Wir stehen solidarisch an der Seite der Mitbürgerinnen und Mitbürger jüdischen Glaubens und wollen das friedliche Zusammenleben weiter stärken.

Möge es den Menschen in Halle gelingen, die notwendige Kraft und Stärke zu finden, um die Trauer und den Schmerz zu bewältigen und aus dieser Tragödie gemeinsam gestärkt hervorzugehen.(")

Bürgermeister Jan Lindenau hat seinem Amtskollegen seine Anteilnahme ausgesprochen.

Bürgermeister Jan Lindenau hat seinem Amtskollegen seine Anteilnahme ausgesprochen.


Text-Nummer: 133563   Autor: Presseamt Lübeck   vom 10.10.2019 18.49

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Kommentare zu diesem Text:

Andre Wranka schrieb am 11.10.2019 um 00.17 Uhr:
Zitat:
"Dieses abscheuliche Verbrechen führt uns auf schreckliche Weise vor Augen, wozu Hass und Intoleranz fähig sind. Es mahnt uns, gegen Gewalt und Diskriminierung, gegen Antisemitismus und Ausgrenzung einzutreten und alles in unserer Macht stehende zu tun, um die Grundwerte der Demokratie zu bewahren und für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft einzustehen."
Zustimmung. Aber dies bitte auch bei religiöser Ausgrenzung und Hass auf Andersgläubige so klar formulieren. Siehe Berlin/Mitte, siehe Paris und Limburg. Dies ist ebenso zu verurteilen!Dort waren die Motive eindeutig die Ablehnung einer Religion und der Hass auf Andersgläubige.
Ich möchte nochmals darauf hinweisen,daß deutsche Staatsbürger , nicht etwa Migranten o. ä. vom Täter in Halle getötet wurden. Ich würde mich über eine Erwähnung und eine Anteilnahme daran ebenso freuen.
Herzliches Beileid an die Hinterbliebenen!

Hans-Georg Kloetzen schrieb am 11.10.2019 um 11.59 Uhr:
@Andre Wranka: Die beiden in Halle getöteten Menschen waren Zufallsopfer. Der Täter hatte es ganz eindeutig auf die Synagoge abgesehen. Inzwischen hat der Täter die Tat zugegeben und bestätigte ein "rechtsextremistisches, antisemitisches Motiv". Es war also ein Terroranschlag auf andersgläubige Menschen, auch wenn er, zum großen Glück, nicht erfolgreich gewesen ist. Wo fehlt Ihnen "... eindeutig die Ablehnung einer Religion und der Hass auf Andersgläubige"? Denn genau das ist der Grund es Täters, für diese abscheuliche Tat.

Bernd Wolfram schrieb am 11.10.2019 um 13.52 Uhr:
Wie Hass und Frust erzeugt wird, lässt sich anhand der bis heute anhaltenden Auswirkungen der meiner Ansicht nach völlig verkorksten Agenda 2010 Politik unter Gerhard Schröder festmachen, der scheinbar den sozialdemokratischen Pfad verlassen hat und zum neoliberalen Lager übergetreten ist. Solange die Führung der SPD, die im Zuge der Agenda 2010 erfolgten bis heute anhaltenden massiven Eingriffen in die von der hart arbeitenden Arbeitnehmerschaft im Verein mit den Gewerkschaften erkämpften soziale Errungenschaften nicht wieder auf den ursprünglichen Zustand bringt, solange muss sich jedes eingeschriebene Mitglied der SPD diese Fehlentwicklung als eigenes schuldhafte Verhalten zuschreiben lassen, weil jede Berechtigung von Kritik über den aktuellen gesellschaftlichen Zustand ansonsten verwirkt ist und zu weiterem Niedergang der SPD führt. Krokodilstränen hierüber vergiessen ist die billigste Art von Populismus und mit dieser Ansicht ich mitnichten alleine dar.

Andre Wranka schrieb am 11.10.2019 um 18.01 Uhr:
@ Hans-Georg Kloetzen schrieb am 11.10.2019 um 11.59 Uhr:
@Andre Wranka: Die beiden in Halle getöteten Menschen waren Zufallsopfer. Der Täter hatte es ganz eindeutig auf die Synagoge abgesehen.(Zitat Ende*)
Die Situation ist für mich komplizierter, wenn überhaupt der Bürger, der sich aus dem Medien informiert, die Einzelheiten erfährt. Aber nur mal angenommen ,er hat die Tür der Synagoge nicht öffnen können und dies trotz seiner kiloweise Sprengstoff und einer automatischen Waffe(!) . Es ist sehr unverständlich für mich, dann "gezielt" einen Dönerimbiss aufzusuchen, da er ja "Andersgläubige" töten will und dann eine deutschstämmige Frau auf der Strasse davor und im Dönerimbiss "den einzigen autochthonen Gast" dort zu erschiesssen, der zufällig als Maler in der Pause anwesend war und den Mitarbeiter oder Wirt der türkischstämmig ist , dort zu verschonen. Das wäre dann nicht der dumme Rechtsradikale, den ich mir vorstelle ,mit dem Ausländerhass, der als Motiv angegeben wird.
Zum Anderen wurde erwähnt des der Täter mittellos gewesen ist und bei seiner Muter wohnte. Nun wird berichtet,daß er auf einem 3D-Drucker die Waffen fertigte. Dazu gehört nicht nur eine Summe an Geld für das Gerät, sondern auch sehr gute Kenntnisse in dieser Technik der Fertigung. Da der Mann arbeitslos und eben nicht gerade der Mann mit Ingenieurswissen war, ist das für mich schwer vorstellbar.
Trotz alledem ist die Tat auf das schwerste zu verurteilen. Ohne wenn und aber.

Ich wünsche mir , daß die Politik eben nicht gleich von dieser Person auf alle möglichen anderen schliesst, instrumentalisiert und alle die mit der Politik nicht einverstanden sind, hier in Geiselhaft nimmt. Außerdem finde ich es eben nicht angebracht, die Hinterbliebenen der Opfer und die Verletzten in der Klinik zu ignorieren , wenn man die Synagoge besucht und die Anteilnahme ausspricht. Es wäre ein klares Signal und auch Ausdruck des Respektes und der Achtung gewesen, auch an die, die zu Schaden gekommen sind, zu denken und nicht nur der Menschen, die dem Terror entronnen sind. (...)

Angelika Bog schrieb am 14.10.2019 um 06.09 Uhr:
Ich lege Herrn Lindenau und allen anderen Hochempörten und Hochmoralischen Auszüge aus diesem schlichten, ehrlichen und bewegenden Brief der jüdischen Gemeinde Halle ans Herz.
Zitat:„…Wir kennen die Angehörigen der Opfer nicht, möchten jedoch zum Ausdruck bringen, wie sehr es uns schmerzt, was ihren Familien an diesem Tag geschehen ist. Wenn wir in jeglicher Weise helfen können, stehen wir aus tiefstem Herzen jederzeit zur Verfügung.

…Leider gibt es bereits Versuche einiger politischer Kräfte, die traurigen Ereignisse des Anschlags für die eigenen politischen Ziele zu missbrauchen. Hier kann nur das wiederholt werden, was wir bereits zuvor betont haben: Der wahre Feind ist der Hass. Egal gegen wen, sei es gegen Juden, Christen oder Muslime – Sunniten oder Schiiten –, oder auch gegen Atheisten oder Agnostiker, gegen Frauen oder Männer, gegen Menschen mit oder ohne Behinderung, gegen Kranke oder Gesunde, gegen Menschen, die angeblich zu intelligent oder zu wenig intelligent sind, gegen Reiche oder Arme. Aber auch gegen denjenigen, die bestimmte Berufe ausüben, z. B. in der Kohlenbranche, bei der Bundeswehr oder bei der Polizei; gegen SUV-Fahrer oder gegen Fahrradfahrer. Das Wort TOLERANZ sollte über die eigenen Ansichten und vor allem über die eigenen Taten gestellt werden. Der politische Missbrauch der Opfer des Terroranschlags in Halle macht uns noch trauriger.“ (Zitat Ende)

Diese Aussagen hätte ich mir von Politikern und Medien gewünscht. Leider betätigen sich diese lieber in unehrlichen Betroffenheitsritualen als Spalter und Brandstifter im Lande.


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