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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonnabend,
der 14. Dezember 2019






Lübeck:

Forum für Migranten: Rechtsextremismus ist Verbrechen

"Judenhass ist Menschenhass, und Rechtsextremismus ist keine Ideologie, sondern ein Verbrechen", kommentiert Spyridon Aslanidis, Vorsitzender des Forums für Migranten in der Hansestadt Lübeck, die aktuelle Situation.

Wir veröffentlichen den Kommentar von Spyridon Aslanidis im Wortlaut:

(")Täter sind Täter, ob mit oder ohne Migrationshintergrund. Opfer sind Opfer, ob mit oder ohne Migrationshintergrund.

Aktuell wird auch von Qamischli in Nordsyrien berichtet (z.B. Tageschau, 11. 1O. 2019). Dort haben Araber, Kurden und Christen viele Jahre lang friedlich zusammengelebt. Ein Ort der Stabilität in Syrien. Das wird jetzt mit Bomben zerstört. Hier, in Deutschland, können Juden, Christen, Muslime, Hindus, andere religiöse Menschen aber auch nicht religiöse Menschen friedlich zusammenleben. Mit oder ohne Migrationshintergrund. Ob Hetero oder Homo. Politiker aber wie Björn Höcke von der AfD sind geistige Brandstifter und werfen Ihre Demagogie gezielt ab - wie andere ihre Bomben werfen. Ja, er hat allenfalls das Zeug, ein postmoderner Adolf Hitler zu werden. Und, an Unterstützer:innen, Sympathisant:innen und Freund:innen fehlt es nicht.

1. Von „Alarmsignalen“ zu sprechen, noch nach dem Mord an Walter Lübcke, ist eine Verniedlichung resp. eine totale Fehleinschätzung der Lage: Deutschland erlebt eine neue Welle von rechten Anschlägen und Mord- sowie Bombendrohungen schon nach den NSU-Anschlägen im vergangenen Jahrzehnt. Experten warnen seit Längerem vor den Folgen gezielter Hetze und neuen Tätertypen. Gewalt und Anfeindungen gegen Kommunalpolitiker:innen sind keine Einzelfälle mehr. Der „Kampf der Nibelungen“ soll zum 7. Mal stattfinden. Zum 7. Mal! Dort wo sich die Rechtsextremisten beim „Schild und Schwert Festival“ schon gesammelt haben. Wer erst jetzt „Alarmsignale“ wahrnimmt, kann es nicht, Verantwortung für dieses Land tragen. Schon die politische Führung eines Bundeministeriums ist zu viel. Erst recht der Verteidigung.

2. Die extremrechte Szene hat sich offensichtlich längst professionalisiert. Das Bundesinnenministerium hat offensichtlich den Ernst der Lage verschlafen, es hat offensichtlich andere Prioritäten in den letzten Jahren gehabt. Jetzt ist es wach geworden. Noch am 25.09.2019 meinte der zuständige Bundesminister, ihm fehlt das Geld. Jetzt soll er es über Nacht gefunden sein.

Sind wir, Juden und Nicht-Juden, jetzt sicher im eigenen Land? Auf wen können wir uns verlassen?

Ja, Heute ist nicht Weimar. Wir haben nicht die verheerenden Auswirkungen des Ersten Weltkrieges im Rucksack u.ä.. Das schließt aber nicht aus, dass es zu einem postmodernen, „Neuen“ Weimar kommen kann. Politiker:innen, wie der AfD-Chef Gauland, relativieren die mörderische und katastrophale Hitler-Zeit gern („nur ein Vogelschiss in 1000 Jahren deutscher Geschichte“), machen ein „Neues 1933“ salonfähig.

Und, was macht die große Mehrheit der Vernünftigen? Diese starrt auf den Eisberg und hofft, dass es schon gut gehen wird. Fehlanzeige, es wird nicht von alleine gut gehen: "Die Rechten morden wieder in diesem Land (...). Und wir? Wir sind erst ein bisschen entsetzt, und dann geht das Leben eben weiter. Ganz schön gefährlich - und zwar für unsere Demokratie", kommentierte Michael Stempfle (SWR, 30.09.2019) zutreffend.

Wer gegen die freiheitlich- demokratische Grundordnung in unserem Land ist, ist ein Feind, ob mit oder ohne Migrationshintergrund. Man muss nicht Geschichte oder Politikwissenschaften studiert haben: Wer zu unserer Demokratie steht, zu unserer Gesellschaft mit ihrer Vielfalt, sollte jetzt aktiv werden. Wenn das „Jahr 1933“ wieder einschlägt, wird es zu spät sein.

“Ask not what your country can do for you – ask what you can do for your country”.

Und unsere „Thinking Class“ sollte den Rotwein auf dem Tisch stehen lassen, aufstehen und laut werden.

Concordia Domi Foris Pax,

Sp. Aslanidis
Vorstandsvorsitzender des Forums(")

Spyridon Aslanidis ist Vorsitzender des Forums für Migranten in der Hansestadt Lübeck.

Spyridon Aslanidis ist Vorsitzender des Forums für Migranten in der Hansestadt Lübeck.


Text-Nummer: 133599   Autor: Forum   vom 12.10.2019 15.51

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