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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 21. November 2019






Lübeck:

Jugenduntersuchungen in Lübeck werden wenig genutzt

Nur rund jeder vierte Teenager in Lübeck geht zu den Jugenduntersuchung J1 und J2. Das geht aus einer aktuellen Auswertung hervor. Danach nutzten im vergangenen Jahr nur 24,2 Prozent der AOK-versicherten Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren die medizinischen Checks. Auch im Vorjahr waren es nur 20,3 Prozent.

Nach den bekannten U-Untersuchungen für Kinder werden die sogenannten Jugenduntersuchungen angeboten. Die J1 für Jugendliche zwischen 12 und 14 Jahren gehört zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen. Während in 2018 noch mehr als 37,4 Prozent der Jugendlichen in Lübeck diese Untersuchung genutzt haben, nahmen nur knapp 10,1 Prozent die J2 wahr.

Im Rahmen der J1 werden Größe, Gewicht und der Impfstatus sowie Blut und Harn überprüft. Bei der körperlichen Untersuchung klärt der Arzt die pubertären Entwicklungsstadien sowie den Zustand der Organe, des Skelettsystems und der Sinnesfunktionen ab. Fehlhaltungen aufgrund von Wachstumsschüben sowie chronische Krankheiten können bei den Jugenduntersuchungen frühzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden. Auch auf eventuelle Hautprobleme, und Essstörungen wie Magersucht oder Übergewicht wird eingegangen. Bei Bedarf empfiehlt der Arzt individuelle Präventionsmaßnahmen.

Die Jugenduntersuchung J2 zielt zusätzlich unter anderem auf das Erkennen von Pubertäts- und Sexualitätsstörungen, Haltungsstörungen und Diabetes-Risiko ab. Zu den Terminen sollten die elektronische Gesundheitskarte und der Impfpass mitgebracht werden.

Nur rund jeder vierte Teenager in Lübeck geht zu den Jugenduntersuchungen J1 und J2. Foto: AOK/hfr.

Nur rund jeder vierte Teenager in Lübeck geht zu den Jugenduntersuchungen J1 und J2. Foto: AOK/hfr.


Text-Nummer: 133713   Autor: AOK/Red.   vom 17.10.2019 15.34

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