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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Dienstag,
der 12. November 2019






Lübeck - Innenstadt:

Abschied von Dompastor Dr. Matthias Riemer

Eine große Gemeinde nahm am Donnerstag Abschied von ihrem früheren Seelsorger. Pastor Dr. Matthias Riemer war am 12. Oktober im Alter von 74 Jahren nach längerer Krankheit gestorben. Fast zwei Jahrzehnte, von 1991 bis 2010, war er am Dom tätig. Viele Lübecker und Besucher erinnern sich an Gespräche, zu denen er immer bereit war. Auch den Dom konnte er erklären wie nur wenige. An sein Wirken wurde bei der Trauerfeier noch einmal erinnert.

Pastorin Margrit Wegner und Pastor Martin Klatt leiteten die Trauerfeier. Mitglieder der Domkantorei, des Domchores und des Lübecker Sing- und Spielkreises untere Leitung von Klaus Eldert Müller sowie Kathrin und Gernot Maetzel, Orgel und Violine, hatten die musikalische Ausschmückung übernommen.

Margrit Wegner, Riemers Nachfolgerin am Dom, musste zum Schluss mit den Tränen kämpfen. In vielen Einzelheiten schilderte sie Szenen aus dem Leben des Verstorbenen. Drei Stunden vor Kriegsende, am 7. Mai 1945, wurde er in Hamburg geboren, ein Friedensengel gewissermaßen. Seine Prägung als Jugendlicher im zerstörten Hamburg erhielt er durch die Mitgliedschaft bei den Pfadfindern. Zusammen mit seinem Bruder Christoph zog er hinaus. Man übernachtete in der Kote, dem schwarzen nordischen Feuerzelt, die Klampfe überall dabei.

Eins der Lieder von damals fragt: "Wo wollt ihr hin, ihr tollen Jungen?" - "Wir wissen's nicht, in ferne Land'..." Mit 20 Jahren meinte Matthias Riemer, es zu wissen. Er begann mit dem Studium der evangelischen Theologie, obwohl dem Fragenden nicht ganz klar war, ob das endgültig sein Weg sein würde. Um andere Seiten des Lebens kennenzulernen, jobte er bei einer Brauerei. An den Universitäten waren es wilde Zeiten, Stichwort die 68er. Oder der Spruch: Unter den Talaren Muff von tausend Jahren.

Von Hamburg ging es nach Tübingen, dann an die Uni München, wo er seine erste Frau kennenlernte und als wissenschaftlicher Assistent arbeitete. Als Vikar kehrte er nach Hamburg zurück. Er sollte nach Dithmarschen, in ein Pastorat mit 16 Zimmern, inzwischen Single. Er wurde Pastor im Hamburger Stadtteil Langenhorn. 1991 kam er als Nachfolger von Dompastor Jürgen Reuß nach Lübeck.

Eigentlich habe er sich nie beworben, es habe sich immer von selbst gefügt, sagte Pastorin Wegner. Der Weg nach Lübeck wurde eingeschlagen, weil Dompastor Wolfgang Grusnick ihn dazu aufgefordert hatte. Hier hat sich Matthias Riemer auf vielen Feldern betätigt. Die letzten Lebensjahre seien von Krankheit gezeichnet gewesen. Mit seiner Frau Liane, den Kindern, Enkeln und viele Freunden habe es jedoch immer wieder auch schöne Tage gegeben, so dass er jetzt wohl sagen kann: "Ich habe meine Aufgabe erfüllt und bin nach Hause gegangen."

Am Donnerstag fand die Trauerfeier für Pastor Dr. Matthias Riemer statt. Foto: Katja Launer/Archiv

Am Donnerstag fand die Trauerfeier für Pastor Dr. Matthias Riemer statt. Foto: Katja Launer/Archiv


Text-Nummer: 133897   Autor: TD   vom 24.10.2019 14.45

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