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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Dienstag,
der 12. November 2019






Lübeck:

Tratsch im Treppenhaus: Frischer Wind bei Tommy Geisler

Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbar nicht gefällt, heißt es bei Schiller im "Wilhelm Tell". Womöglich wird es noch schlimmer, wenn der böse Nachbar eine böse Nachbarin ist. So ist es in Jens Exlers Erfolgsstück "Tratsch im Treppenhaus". Im Volkstheater Geisler hatte am Sonnabend, 26. Oktober, eine Neueinstudierung des Hausherrn Premiere. Tommy Geisler und sein Ensemble wurden am Schluss gefeiert.

Das 60 Jahre alte Stück von hat inzwischen Kultcharakter. Auch im Volkstheater stand es schon auf dem Spielplan. Aber das Stammpublikum wünschte sich eine Neuauflage. Das Gute an Geisler Inszenierung: Es ist keine Kopie einer bekannten Fernsehproduktion aus Hamburg. Geisler ließ sich neue Spielzüge einfallen, baute den einen oder anderen Wortwitz mit ein. Auch der Rolle des pensionierten Steuerbeamten Brummer gibt er sein eigenes Profil.

Ort des turbulenten Geschehens ist das schäbige Treppenhaus einer Mietskaserne mit angedeuteter Stiege ins nächste Geschoss und mit vier Türen: zwei für den pensionierten Finanzbeamten Brummer und die Witwe Knoop, die sich ehrlich und fleißig durchs Leben schlägt. Hinzukommen die beiden Kammern für das junge Glück, für Heike, die ihrem Vater entlaufen ist und für Dieter, der sich ebenfalls auf eigene Füße stellen will. Aus dem Oberstübchen taucht permanent Meta Boldt auf, die ihre Nase in jedermanns Angelegenheiten steckt.

Tommy Geisler sorgt als Regisseur für flotten Spielfluss, lässt auch mal Atempausen, für die junge Liebe, zum Beispiel. Als Darsteller lässt er seinen Ewald Brummer als nervösen, aber noch lebenslustigen Draufgänger durch die vier Akte wandern. Schalk, Witz, verschmitztes Lächeln sind Mittel, um die Altersbeschwerden zu überspielen. Gunda Geller als Tratschtante Meta Boldt wirft sich mit fast überbordendem Temperament in die Rolle, immer bereit, das Schlechteste zu denken und die Mitbewohner gegeneinander auszuspielen.

Britta Thrö als Witwe Knoop gibt die fleißige, ehrliche Haut, die sich aber nicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Merle Sönnichsen ist der verliebt-verschämte Teenager, der die Männer trotzdem ganz schön clever um den Finger wickelt, Ilja Osiik der stürmische junge Liebhaber mit gewinnendem Charme. Bleiben zwei weitere Herren, Lars Küther in der Rolle des liebestollen Schlachtermeisters und Hauseigentümers, Jean Pierre Hintze als einsichts- und lernfähiger Vater.

Die Akte beginnen jeweils mit ein paar Takten aus "Carmen": Auf in den Kampf! Die laute Radiomusik, die den alten Brummer anfangs stört, entpuppt sich als Frühlingsstimmen-Walzer von Johann Strauß. Ganz am Ende, nach viel Szenen- und Schlussapplaus, sang Tommy Geisler ein "Danke schön", dem er die Bitte anfügte: Empfehlen Sie uns weiter. Das kann man ehrlichen Herzens tun. Die nächste Vorstellung ist bereits am heutigen Sonntag um 15 Uhr, danach Mittwoch (30. Oktober, 20 Uhr). Bis kurz vor Weihnachten steht "Tratsch im Treppenhaus" noch oft auf dem Programm. Die Premiere war übrigens ausverkauft.

Das Ensemble um Tommy Geisler unterhielt das Premierenpublikum bestens. Foto: JW

Das Ensemble um Tommy Geisler unterhielt das Premierenpublikum bestens. Foto: JW


Text-Nummer: 133939   Autor: TD   vom 27.10.2019 08.55

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