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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Mittwoch,
der 20. November 2019






Lübeck:

Gedenktag bei der Deutsch-Griechischen Gesellschaft

Am 28. Oktober 1940 stellte Benito Mussolini Griechenland ein Ultimatum: Es sollte den Achsenmächten erlauben, "strategisch wichtige Punkte" zu besetzen. Die Antwort war: όχι (ochi, nein).

Paradoxerweise der griechische Regierungschef, Ioannis Metaxas, war deutschlandfreundlich, absolvierte 1902 mit Auszeichnung die preußische Kriegsakademie. Er stand aber zur Gleichstellung und Toleranz gegenüber Minderheiten. Er konnte Hitler und dessen Antisemitismus nichts abgewinnen. Er hatte den damaligen Botschafter Ragavis in Berlin angewiesen, keine Verhandlungen mit Hitler zu führen.

In seinem Tagebuch notierte er: "καλύτερα να πεθάνουμε όλοι παρά να υποταχθούμε στον Χίτλερ" ("Besser wir sterben alle, als dass wir Hitler untergeordnet sind"). 1940 war Europa zum großen Teil von den Achsenmächten, insbesondere durch das NAZI-Deutschland, besetzt. Eine Phase des intensiven Nationalismus war diesem vorgegangen. Das faschistische Italien war als Industriestaat eine Großmacht der damaligen Zeit. Griechenland war ein Agrarland und hatte eine längere Zeit der politischen Instabilität hinter sich.

Dass Griechenland sich widersetzte und die Armee Mussolinis zurückschlug, bescherte den Achsenmächten ihre erste Niederlage, beendete den Mythos ihrer vermeintlichen Unbesiegbarkeit und machte Hoffnung dem Großbritannien von Winston Churchill. Dafür sollte Griechenland schwer "bezahlen".

Auch in der Diaspora werden Veranstaltungen zu diesem Termin organisiert, besonders in den USA, beispielsweise die "Greek Heritage Night" der Chicago Blackhawks und die Washington "OXI-DAY Foundation" vergibt einen Preis zu diesem Jahrestag. Die Deutsch-Griechische Gesellschaft zu Lübeck (DGG) hat auch dieses Jahr den Gedenktag im Haus der Kultur schlicht gefeiert. Der aktuelle Bezug ist unheimlich: Wieder verbreitet sich Nationalismus in Europa. Demagogen und Nationalisten, ob Griechen, Deutsche oder andere, spalten und verbreiten Hass, nehmen verheerende Entwicklungen in Kauf, Hauptsache, sie profitieren politisch davon. Man muss aber nicht Geschichte oder Politikwissenschaften studiert haben, um zu verstehen, das wird zu einer Katstrophe wieder führen.

"Die Zukunft Deutschlands und Europas ist nicht Feindseligkeiten, Nationalismus und Antisemitismus. Kultur, Musik, Wirtschaft unter anderem verbinden. Italien, Deutschland und Griechenland sind seit längerem gute EU- und NATO-Partner", betonte der Vorsitzende der DGG, Spyridon Aslanidis, in seiner Gedenkrede. "Wir alle haben eine gute gesetzliche Basis für ein friedvolles Mitaneinander. Jede und jeder soll sich für ein friedliches Zusammenleben, für eine liberale freiheitlich-demokratische Grundordnung einsetzen - solange es noch Zeit da ist. Wir tun es."

Spiridon Aslanidis am 28 Oktober im HdK. Foto: DGG

Spiridon Aslanidis am 28 Oktober im HdK. Foto: DGG


Text-Nummer: 133984   Autor: DGG   vom 29.10.2019 09.27

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