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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Mittwoch,
der 20. November 2019






Lübeck:

Nordische Filmtage: Neun Preise, neun glückliche Teams

Nicht nur der rote Teppich war ausgerollt. Vor dem Lübecker Theater stand zudem ein weißer Baldachin, damit die Raucher nicht im Regen stehen mussten. Die 61. Nordischen Filmtage hatten am Sonnabend zur Filmpreisnacht 2019 geladen. Neun Preise waren zu vergeben. Insgesamt 52.500 Euro Preisgeld warteten. Was in der Vergangenheit selten geschah: Es gab keine Doppelungen. Neun unterschiedliche Filme wurden ausgezeichnet.

Ein neues Gesicht führte durch den Abend. Philipp Jeß ist als fröhlicher, unkonventioneller Mitarbeiter des NDR Fernsehens den Menschen zwischen Nord- und Ostsee längst bekannt. Diesmal kam er in einer neuen Rolle. Natürlich macht er es anders als Yared Dibaba. Auf seine Art ist er witzig, spritzig und springlebendig. Mit ihm war das Publikum der Meinung, dass nicht jeder Satz zweimal gesagt werden müsse, deutsch und englisch. Bei einem internationalen Festival reicht es, überwiegend englisch zu sprechen.

Die Berichterstattung über die Filmpreisnacht fängt normalerweise mit dem Hauptpreis an, wird dann rückwärts abgespult. Im "wahren Leben" ist das natürlich umgekehrt, um die Spannung zu halten. Warum hier nicht einmal in der Reihenfolge, in der sich das Ereignis zutrug? Zu Beginn und zwischendurch spielten die "Soulisten", unterhielten bestens.

Den Anfang macht immer die Kinderjury. Vier kids zwischen elf und 13 Jahren hatten sich neun Filme anzusehen: "Sie haben uns alle sehr gut gefallen!" Entschieden haben sie sich für einen dänischen Streifen mit dem Titel "All I want for Christmas". 5.000 Euro Preisgeld stellt das Radisson Hotel zur Verfügung. Den Kinder- und Jugendfilmpreis der Nordischen Filminstitute errang ein Beitrag aus Finnland, "Stupid Young Heart". 5.000 Euro hierfür kommen von der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung. Regisseurin Selma Vihunen sagte bei ihrer Dankadresse: "Lasst uns auf unsere Jugend hören, sie sind große Lehrer!"

Die CineStar-Gruppe zeichnete einen Kurzfilm im Filmforum aus, setzte ebenfalls 5.000 Euro aus. "Kurzfilme funkeln wie Diamanten", hieß es dazu von der Bühne. Der Sieger heißt "Ascona" von Julius Dommer. Den Preis der Gewerkschaften für einen sozialpolitisch engagierten Dokumentarfilm erhielt "Power of Yoik", ebenfalls 5.000 Euro wert. Regisseur Paul Anders Sima war auf dem Weg von Lappland nach Lübeck. Er blieb im ersten Schneesturm stecken, konnte nicht zum Flughafen.

Die Filminstitute des Baltikums zeichnen einen nordischen Spielfilm aus, in diesem Jahr "Sons of Denmark" von Ulaa Salim, 2.500 Euro. Es ist der erste Spielfilm der jungen Regisseurin. Die Kirchliche Filmjury entschied sich für "Echo", einen Film aus Island von Runar Runarsson. 5.000 Euro stiftete der Kirchenkreis Lübeck-Lauenburg.

Den seit 1979 verliehenen Publikumspreis, mit 5.000 Euro von den LN finanziert, errang der immer ausverkaufte Spielfilm "Master Cheng" des Finnen Mika Kaurismäki. Er grüßte per Videobotschaft, weil er Lübeck am Nachmittag verlassen musste. Der Freundeskreis der Filmtage setzte 7.500 Euro für das beste Spielfilmdebüt aus. Siegerin war Miia Tervo aus Finnland für ihren Film "Aurora".

Zwischendurch sang ein Gast der Filmtage, der nicht zum Singen engagiert worden war, sondern um ihren Film vorzustellen, Kate Havnvik aus Norwegen. Die Gitarre lieh sie sich von den "Soulisten". Bleibt der NDR Filmpreis, mit 12.500 Euro ausgestattet. Die Jury hatte zwischen 18 Spielfilmen zu wählen, stimmte für "A white, white Day" aus Island. Regisseur Hlynur Palmason kann sich freuen. Sein Film kommt am 13. Februar 2020 in die deutschen Kinos.

Anschließend wurde in allen Etagen des Theaters noch lange diskutiert und gefeiert. Obwohl er aus Gesundheitsgründen nicht kommen wollte, entschied sich der Gründer der Nordischen Filmtage, der Travemünder Rolf Hiller, am Nachmittag anders. Seine Frau Irene fuhr ihn im Rollstuhl ins Theater. Offenbar wird man den Filmtage-Virus nicht so schnell los, auch nicht mit 90 Jahren.

Moderator Philipp Jeß und die Kinderjury. Foto: TD

Moderator Philipp Jeß und die Kinderjury. Foto: TD


Text-Nummer: 134092   Autor: TD   vom 03.11.2019 08.53

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