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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 21. November 2019






Lübeck:

Nordländer bringen Wasserstoff-Strategie auf den Weg

Schulterschluss der fünf norddeutschen Küstenländer für den Aufbau einer grünen Wasserstoff-Wirtschaft als Säule der Energie- und Verkehrswende: Bei ihrem Herbst-Treffen im Lübecker Hansemuseum verabschiedeten die für Wirtschaft und Verkehr zuständigen Minister, Senatoren und Senatorinnen eine gemeinsame „Norddeutsche Wasserstoffstrategie“.


Die Tagung fand im Europäischen Hansemuseum in Lübeck statt. Foto: Harald Denckmann

Zugleich forderten die Ressortchefs die Bundesregierung auf, ihren Vorstoß zu unterstützen und in die vom Bund für Ende des Jahres angekündigte nationale Wasserstoff-Strategie einfließen zu lassen. "Mit unserer Strategie zeigen wir einen Weg auf, wie die Wasserstoffpotenziale insbesondere im Bereich der Industrie und der Mobilität gehoben werden können. Gerade unsere windreichen Küstenländer sind hervorragend für dieses industriepolitische Projekt geeignet, mit dem gleichzeitig Klimaschutzziele realisiert werden können", sagte Konferenz-Gastgeber Dr. Bernd Buchholz (FDP), Wirtschaftsminister in Schleswig-Holstein. Ein erster wichtiger Schritt sei der Aufbau ausreichender Kapazitäten für Elektrolyse. Mit diesem technischen Verfahren kann Strom in Wasserstoff verwandelt werden. Die Strategie sieht vor, bis zum Jahr 2025 mindestens 500 Megawatt und bis zum Jahr 2030 mindestens fünf Gigawatt Elektrolyse-Leistung in Norddeutschland zu realisieren.

Hier hören Sie ein Interview mit Bernd Buchholz:

Nach den Worten von Buchholz könnten theoretisch allein mit den 500 Megawatt bei Einsatz von grünem Strom aus Windparks an Land rund 151.000 Pkw mit grünem Wasserstoff versorgt werden. Bei einer Steigerung auf fünf Gigawatt wären das 1,5 Millionen Pkw, das entspricht der derzeitigen Zulassung aller Pkw in Schleswig-Holstein. Darüber hinaus sei parallel zum derzeitigen Aufbau von E-Ladesäulen der Aufbau eines Wasserstoff-Tankstellennetzes nötig. Hierfür erachten die Ressortchefs eine Größenordnung von rund 250 Tankstellen in Norddeutschland für nötig.

Im Einzelnen verwiesen die Minister und Senatoren auf folgende Standortvorteile des Nordens beim Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft:

Ø hohe Erzeugungskapazitäten für On- und Offshore-Windstrom mit weiterem Ausbaupotenzial,
Ø unterirdische Formationen zur Speicherung von Wasserstoff,
Ø Seehäfen, die künftig eine wesentliche Rolle bei Import und Verteilung von grünem Wasserstoff und synthetischen Energieträgern sowie bei der Nutzung von Wasserstoff und dem Export von Wasserstofftechnologien und -komponenten spielen werden,
Ø maritime Unternehmen und wissenschaftliche Expertise sowie
Ø Industriezweige mit erheblichen Erfahrungen im Umgang mit Wasserstoff.
Ø Zusätzliches Knowhow wird in den sechs norddeutschen "Reallaboren der Energiewende" aufgebaut.

Hier hören Sie ein Interview mit Bernd Althusmann, Minister für Wirtschaft und Verkehr in Niedersachsen:

Weitere Themen der Konferenz

Mobilfunkversorgung: Die Konferenzteilnehmer waren sich einig, dass beim Ausbau der Mobilfunkversorgung ein deutlich schnelleres Tempo im Küstenraum an den Tag gelegt werden müsse. Die Minister und die Senatorin appellierten vor diesem Hintergrund noch einmal nachdrücklich in Richtung Bund, dass im Dialog mit den Ländern möglichst schnell eine bedarfsgerechte Versorgung sichergestellt werde.

Planungsbeschleunigung: Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann informierte seine Länderkollegen über die ersten Ergebnisse des Interministeriellen Arbeitskreises Planungsbeschleunigung in Niedersachsen. Er verwies auf effektive Beschleunigungspotenziale im Umweltbereich, insbesondere durch Beschränkungen des Verbandsklagerechts und rief seine Länderkollegen auf, den Bund bei geplanten Änderungen zu unterstützen.

Norddeutsche Zusammenarbeit mit China: Angesichts erheblicher politischer Umwälzungen in China berieten die Minister, Senatoren und Senatorinnen mit Bundes-Staatssekretär Niels Annen (Auswärtiges Amt) und Prof. Dr. Rolf Langhammer vom Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) über die künftigen Handelsbeziehungen zu der Weltmacht. Beide Experten wiesen darauf hin, dass Investitionen in China nach wie vor riesige Chancen böten. Zugleich erlebe die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt derzeit aber auch eine seit Jahrzehnten nicht mehr dagewesene Zentralisierung der politischen Macht. Parallel dazu steige die Verschuldung bei wachsenden Importen und sinkenden Exporten. In zwei Jahren werde erstmals ein Leistungsbilanzdefizit erwartet. "Vor diesem Hintergrund dürfte unter anderem der Bau der Seidenstraße neu bewertet werden und das Projekt in Zukunft vermutlich an Strahlkraft verlieren", sagte Langhammer.

Deutsches Maritimes Zentrum: Das vor zwei Jahren gegründete Deutsche Maritime Zentrum (DMZ) mit Sitz in Hamburg wurde den Konferenzteilnehmern von Geschäftsführer Dr. Wolfgang Sichermann vorgestellt. Aus Sicht der Minister, Senatorinnen und Senatoren ist es wichtig, das DMZ mit den anderen Institutionen im maritimen Bereich gut zu vernetzen, um so die Schlagkraft dieses Bereichs gemeinsam zu stärken.

Im O-Ton unterhalb des Textes hören Sie ein Interview von Harald Denckmann mit IHK-Präses Friederike Kühn.

Bernd Buchholz hatte die Wirtschafts- und Verkehrsminister der Norddeutschen Länder ins Hansemuseum eingeladen. O-Töne: Harald Denckmann

Bernd Buchholz hatte die Wirtschafts- und Verkehrsminister der Norddeutschen Länder ins Hansemuseum eingeladen. O-Töne: Harald Denckmann



Hier hören Sie den Originalton:  

Text-Nummer: 134257   Autor: WiMi/red.   vom 07.11.2019 14.47

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