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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Sonnabend,
der 7. Dezember 2019






Lübeck - St. Jürgen:

Abwasser stoppt Gewerbegebiet

Im Jahr 2015 wurde ein neues Gewerbegebiet in Genin südlich der Autobahn beschlossen. Inzwischen hat die städtische KWL zehn Millionen Euro für die Grundstücke bezahlt. Und offenbar ein Detail übersehen: Der Anschluss an das Abwassernetz ist nicht möglich. Die Leitungen zum Klärwerk reichen nicht aus. Es droht ein Überlaufen der Kanäle. Ein Ausbau würde mindestens zehn Jahre dauern.

Der Wirtschaftsausschuss der Bürgerschaft hatte Vertreter der KWL und der Entsorgungsbetriebe eingeladen. Der Grund: Es geht mit dem 51 Hektar großen Abschnitt des neuen Gewerbegebietes nicht voran. Die beiden städtischen Betriebe haben grundsätzlich unterschiedliche Ansichten.

Die KWL möchte einfach ein Rohr unter der Autobahn verlegen und das Abwasser an die dortigen Kanäle anschließen. Das geht laut Entsorgungsbetrieben aber nicht. Die Kanalisation zwischen Genin und dem Zentralklärwerk an der Posener Straße ist an vielen Stellen ausgelastet. Ein Ausbau der Engstellen würde mindestens zehn Jahre dauern. Sonst kann an Engstellen das Schmutzwasser in offene Gewässer gelangen. Die Wasserbehörde untersagt deshalb den Anschluss.

"Das Kanalnetz wird für Jahrzehnte geplant", sagt Dr. Jan-Dirk Verwey, Direktor der Entsorgungsbetriebe. Entsprechend den Flächennutzungsplänen habe deshalb der Ausbau des Kanalnetzes in Schlutup und auf der Teerhofsinsel auf der Tagesordnung gestanden. Dort waren bisher neue Gewerbegebiete geplant.

Am Konzept eines zentralen Klärwerks für Lübeck halten die Entsorgungsbetriebe fest. Die Vorschriften für Abwasser werden ständig verschärft und können von kleinen Anlagen nicht mehr erfüllt werden.

Die Alternative wäre ein kleines Klärwerk nur für das neue Gewerbegebiet. Falls es genehmigt wird, müssten die Wirtschaftsförderer es selbst bauen und betreiben. Der Zeitrahmen wird auf fünf Jahre geschätzt. Eine andere Möglichkeit: Die Gewerbetreiben sorgen mit "Kleinstanlagen" selbst für die Entsorgung ihrer Abwässer. Beides lehnt die KWL ab.

Der Politik reißt nach einem Jahr Streit der Geduldsfaden. Beide städtische Betriebe haben jetzt bis Januar Zeit, eine Lösung zu finden.

Nach Angaben der KWL stehen in Lübeck noch zehn Hektar für Gewerbeflächen zur Verfügung. Das ist der Bedarf für ein Jahr. In dem neuen Gewerbegebiet an der Kronsforder Landstraße sollen in einem ersten Schritt 51 Hektar, von denen 34 Hektar nutzbar sind, und in einer zweiten Stufe weitere 30 Hektar Fläche erschlossen werden.

Nicht genehmigungsfähig: Bei einem Anschluss des Gewerbegebietes könnte Abwasser an Engstellen im Netz austreten. Foto: VG/Archiv

Nicht genehmigungsfähig: Bei einem Anschluss des Gewerbegebietes könnte Abwasser an Engstellen im Netz austreten. Foto: VG/Archiv


Text-Nummer: 134360   Autor: VG   vom 12.11.2019 19.30

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