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HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck

Donnerstag,
der 13. August 2019






Lübeck:

Grüne: Aufbruchstimmung nach Klimacheck endlich nutzen

Archiv - 20.11.2019, 10.53 Uhr: Nachdem im Mai 2019 der Klimanotstand in Lübeck ausgerufen wurde, hatte die Grüne Fraktion alle Lübecker zum 2. Klima- und Umweltcheck der Stadt eingeladen. Rund 50 Teilnehmer, darunter diverse Lübecker Verbände, Bürgerinitiativen und Naturschutzvereine folgten der Einladung. Dabei wurde immer wieder deutlich: Es herrscht zwar Aufbruchstimmung in Lübeck in Sachen Klimaschutz, an Konkretem mangelt es aber. Zumindest noch.

Als Auftakt der rund 2,5-stündigen Veranstaltung diente ein Impulsvortrag zum Thema "Klimawandel in Nord-Deutschland/Szenarien für S-H und Lübeck" von Dr. Insa Meinke, Abteilungsleiterin des Norddeutschen Küsten- und Klimabüros des Helmholtz-Instituts Geesthacht. Sie stellte den aktuellen Stand der Wissenschaft vor, der nur als alarmierend bezeichnet werden kann: In Schleswig-Holstein ist es im Jahr 2019 bereits durchschnittliche 0,8 Grad wärmer als im Referenzzeitraum vor der Industrialisierung. Der Meeresspiegel der Ostsee ist um 15 Zentimeter angestiegen. Die Vegetationsperiode bei uns im Norden hat sich um rund 3 Wochen verlängert.

Und in all diesen Bereichen ist die Tendenz weiter steigend. Der Ausblick in die Zukunft ist ernüchternd: "Wenn die Menschheit auf dem aktuellen Pfad bleibt, wird schon in 15 Jahren der Rekordsommer von 2018 die neue Norm sein, Extremwetterereignisse zunehmen, die Umwelt weiter aus dem Gleichgewicht geraten", so Meinke.

Was tut sich also in Sachen Klimaschutz in der Hansestadt? Das stellte Birgit Hartmann, Mitarbeiterin der Stadtverwaltung und Bereichsleiterin für Umwelt- und Klimafragen vor. Dabei wurde deutlich: Der Schutz des Klimas ist in Lübeck kein neues Thema – schon 1992 trat Lübeck dem ‚Klima-Bündnis‘ bei, seit 2011 gibt es eine Klimaschutzleitstelle. Aber: Es mangelt an echten Fortschritten. "In der Abwägung mit anderen Interessen, zum Beispiel wirtschaftlichen oder aus dem Bereich der Stadtentwicklung, zieht der Klimaschutz zu oft den Kürzeren", so Hartmann. Das Ausrufen des Klimanotstands im Mai 2019 soll das nun ändern: Es gibt jetzt eine städtische Steuerungsgruppe, die alle Verwaltungsbereiche sowie Eigenbetriebe umfasst und individuelle Maßnahmen sowie Zielvorgaben entwickelt. Das ‚Klimaforum‘ ist ein weiteres neues Gremium, das sich aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Verbänden und Einwohner zusammensetzt, um Klimaschutzmaßnahmen zu entwickeln und den gesellschaftlichen Dialog zu führen. Bei allen Beschlussvorlagen der städtischen Gremien werden künftig die Auswirkungen auf den Klimaschutz beurteilt, um für das Thema zu sensibilisieren. Und die Stadt tritt dem European Energy Award (eea) bei, um sich Hilfe von außen zu holen.

Dazu Silke Mählenhoff, umweltpolitische Sprecherin der Grünen Fraktion, die durch die Veranstaltung führte: "Das 1,5 Grad Ziel von Paris noch einzuhalten wird aus heutiger Sicht sehr schwierig. Aber jedes Zehntel-Grad Erwärmung macht einen Unterschied. Klar ist, dass Lübeck das Klima nicht alleine retten kann. Aber jede Stadt, jedes Land muss ihren beziehungsweise seinen Beitrag leisten, um diese große Aufgabe zu bewältigen. Dabei sehen wir vor allem auch die Chancen, die sich ergeben. Lübeck hat mit seinen Hochschulen und Betrieben das Potenzial, ein Standort der Green Economy zu werden. Wir müssen uns der Herausforderung aktiv stellen und dürfen nicht warten bis es zu spät ist. Die Dringlichkeit der Herausforderung, die der Klimawandel darstellt, ist in Lübeck aus meiner Sicht bei Vielen noch immer nicht angekommen. Wir verdanken es vor allem FridaysForFuture, dass der Klimanotstand ausgerufen worden ist und das Thema damit mehr Aufmerksamkeit erfährt. Die Ideen liegen auf dem Tisch, die Umsetzung aber liegt noch vor uns. Wir werden uns weiter dafür einsetzen, dass aus der Aufbruchstimmung echte Fortschritte werden."

Schon bei dieser zweiten Auflage des Umwelt- und Klimachecks zeigte sich, dass die Veranstaltung verstärkt als Ort der Vernetzung zu Umwelt- und Klimathemen in der Stadt genutzt wird. So beteiligten sich neben André Kleyer, Michelle Akyurt, Silke Mählenhoff und Thorsten Fürter für die Grüne Fraktion auch Umweltpolitiker aus den Fraktionen von CDU, Unabhängigen und Freie Wähler/GAL sowie diverse Initiativen, u. a. die Bürgerinitiative für Nachhaltigkeit für Travemünde und Priwall, die Initiative Brolingplatz, FridaysForFuture HL, ScientistsForFuture HL, Stattauto eG, Hanse-Obst e.V. und Greenpeace. Silke Mählenhoff, die auch Vorsitzende des Umweltausschusses ist, kündigte an, dass die Fraktion im kommenden Jahr erneut einen Umwelt- und Klimacheck anbieten werde: "Diese Vernetzung von Lübecker Initiativen ist ungeheuer wichtig, wenn in Lübeck bei Umwelt- und Klimathemen künftig mehr passieren soll."

Von links: Thorsten Fürter, Insa Meinke, André Kleyer, Silke Mählenhoff, Birgit Hartmann und Michelle Akyurt. Foto: Grüne Lübeck.

Von links: Thorsten Fürter, Insa Meinke, André Kleyer, Silke Mählenhoff, Birgit Hartmann und Michelle Akyurt. Foto: Grüne Lübeck.


Text-Nummer: 134536   Autor: Grüne Lübeck/Red.   vom 20.11.2019 10.53

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